Power, Politics, Laws and the Management of Archaeological Heritage. An experience from Madrid

Jaime Almansa Sánchez

Abstract


Spanien war eines der führenden Länder beim Aufkommen der Firmenarchäologie. Bei ihrer Einführung galt sie im Land als die am Wenigsten schlechte Option, aber der gegebene gesetzliche Rahmen war fern der sich dann entwickelnden Wirklichkeit. Nach der Ratifizierung der Konvention von La Valletta/Malta durch Spanien im Jahr 2011 beschloss eine Gruppe von Archäologen, diesen Mangel zu beheben und ein neues Regelwerk zu schaffen. Dieses Vorhaben war anspruchsvoll und intensiv, es führte zu einem neuen Gesetz, aber die Erwartungen daran wurden nicht annähernd erfüllt. Politische Interessen, Korruption, mangelndes Verantwortungsbew usstsein, Auseinandersetzungen und am Ende ein harmloses Gesetz charakterisieren dieses jüngste Gesetzgebungsverfahren für das kulturelle Erbe in Madrid.
Dieser Aufsatz stellt den ganzen Prozess dieses Gesetzgebungsverfahrens in Madrid dar, beginnend mit den ersten Konsultationen bis ein Jahre nach seiner vollen Umsetzung, an dessen Ende das Verfassungsgericht etwa 20 % dieses Gesetzes für nichtig erklärte. So beschäftigt sich die Schilderung anhand einer Fallstudie exemplarisch mit den Themen der Berliner DGUF Tagung: der Rolle von Institutionen und Berufsverbänden, der Psychologie der Macht unter professionellen Archäologen, den Veränderungen des Machtgefüges und dem Einfluss von Gesetzgebungen.

Schlagworte


Archäologie; Macht; Politik; Denkmalpflege; kulturelles Erbe; Partizipation; Madrid; Spanien

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42463

URN (PDF (English)): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-424635

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