Bilder von Archäologen, Bilder der Vergangenheit

Jana Esther Fries

Abstract


Unsere Vorstellungen von der Vergangenheit sind bekanntlich niemals rein objektiv. Immer haben u.a. die Persönlichkeit, die Haltung und die Selbstwahrnehmung derjenigen, die dazu forschen, Einfluss auf unser Bild der (Ur-)Geschichte. Es ist daher nicht gleichgültig, wer die Vergangenheit erforscht und über die Ergebnisse verfügt. Umgekehrt werden gerade die besonders fernen, prähistorischen Zeiten regelmäßig genutzt, um aktuelle soziale oder politische Verhältnisse zu erklären. Der Beitrag behandelt die beruflichen Positionen von Frauen in der prähistorischen Archäologie Deutschlands, besonders in den letzten 30 Jahren. Trotz eines Gleichgewichts bei den universitären Abschlüssen ist es Archäologinnen bislang deutlich seltener gelungen als Archäologen, dauerhafte und einflussreiche Stellen im Fach zu erlangen. Dazu passt, dass die von ArchäologInnen erarbeiteten Vorstellungen von der prähistorischen Vergangenheit zum guten Teil noch immer männlich-patriarchal geprägt sind, trotz der Entwicklung der archäologischen Geschlechterforschung. Noch maskuliner als das archäologische Personal ist das populäre Bild von ArchäologInnen. Hier stelltsich die Frage, welche Auswirkungen dies wiederum auf unsere Vorstellungen von der Vergangenheit hat.

Schlagworte


Archäologie; Gender; ArchäologInnen; Chancengleichheit; Machtverteilung; Objektivität; Image

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42464

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-424647

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