Die „European Association of Archaeologists“: Politische Position und Potenzial

Sophie Hüglin, Felipe Criado-Boado

Abstract


Die European Association of Archaeologists (EAA) hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zur mitgliederstärksten Vereinigung von Archäologen in Europa entwickelt und hat das Potenzial, noch weiter zu wachsen. Sie wurde u. a. als politische Interessenvertretung gegründet und hat an Konventionen des Europarats und deren Implementierung als Internationale Nichtregierungsorganisation (INGO) mitgearbeitet. Auf den jährlichen Treffen der EAA spielt neben dominierenden wissenschaftlichen Inhalten auch die Debatte um politische Themen besonders in den ständigen Arbeitsgruppen eine wichtige Rolle. Konsequentes professionelles politisches Lobbying beim Europäischen Parlament oder beim Europarat ist aber auf einer momentan noch rein ehrenamtlichen Basis kaum möglich. Die EAA sucht daher die Kooperation mit Vereinigungen auf europäischer, aber auch auf internationaler und nationaler Ebene, die ähnliche Zielsetzungen vertreten. Die EAA wird sich in den kommenden Jahren grundlegend reformieren, um ihren Mitgliedern besser zu dienen und ihrer gestiegenen politischen Verantwortung gerecht werden zu können. Zentraler Gedanke dabei ist es, die Mitglieder selbst zu befähigen, zusammen mit Anderen durch die EAA politisch wirken zu können. Wir sind überzeugt: Archäologie und Archäologen können helfen, die gegenwärtigen Krisen zu lösen, weil sie aus der Langzeitperspektive der Sachkultur heraus neue Einsichten zu Kernfragen der Menschheit liefern.

Schlagworte


Archäologie; EAA; INGO; Institutionengeschichte; Lobbyarbeit; Interessenvertretung; Europa; EU-Skepsis

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42470

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-424701

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