Das Interesse der Bürger in Deutschland an Archäologie und Antike

Frank Siegmund, Kiriaky Savvidou, Saskia-Eileen Berghäuser, Ira Marie Backhaus, Regina Rebekka Heddier, Tim Alexander Müller, Daniel Richter, Kristin Scarlett Valder

Abstract


Die Bevölkerung in Deutschland hat ein hohes persönliches Interesse an den Themenfeldern Archäologie sowie Antike und Altertum, so bezeichnen 46 % ihr Interesse als stark bis sehr stark. Dabei ist das Interesse bei 16- bis 19-jährigen Gymnasiasten deutlich geringer und innerhalb der Erwachsenen in der Altersklasse 30–49 besonders hoch, und zwar weitgehend unabhängig von Geschlecht, Bildung und Einkommen. Noch höher ist – jenseits des persönlichen Interesses ‒ die Einschätzung der Wichtigkeit beider Themenfelder: 88 % der Bevölkerung schätzen sie als wichtig bis sehr wichtig ein. Sogar unter jenen, die ein geringes persönliches Interesse bekunden, gaben 61 % der Antwortenden eine Einschätzung als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ an. Entsprechend hoch ist das Interesse an einem aktiven Mitwirken, aber auch die Bereitschaft dafür ggf. zu spenden oder zu bezahlen. Die Zahlen beruhen auf einer Umfrage, die im Winter 2015/16 im Großraum Düsseldorf von Studierenden der Alten Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität durchgeführt wurde. Dafür konnten 1.258 Antwortende, darunter 202 Schüler, gewonnen werden. Die Ergebnisse ähneln den Resultaten einer ebenfalls von Studierenden im Jahr 2014 im Großraum Wien durchgeführten Studie mit 500 Befragten (Karl u.a., 2014). Im Vergleich Deutschland – Österreich erweist sich der Enthusiasmus für Antike, Altertum und Archäologie in Deutschland sogar als leicht höher als in Österreich.

Schlagworte


Archäologie; Alte Geschichte; Antike; Altertum; Umfrage; Deutschland; Düsseldorf; Österreich; Wien

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42490

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-424901

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