Raumplanungsorientierte Denkmalpflege in Schleswig-Holstein im Angesicht der Energiewende – ein Plädoyer für ein erweitertes Denkmalpflegemanagement

Ulf Ickerodt, Matthias Maluck

Abstract


Der mit der Energiewende einhergehende Landschaftsumbau stellt die archäologische Denkmalpflege des Bundeslandes Schleswig-Holstein vor eine bisher kaum gekannte Herausforderung. Im Gegensatz beispielsweise zum Kies- und Braunkohleabbau oder dem Erschließen von Neubau- oder Gewerbegebieten betrifft der Ausbau der Energiestruktur den gesamten deutschen Planungsraum, sogar einschließlich der Ausschließlichen Wirtschaftszone in Nord- und Ostsee. Neben alten Betroffenheiten kommen neue Nutzungen ins Spiel. Der Aufsatz legt die Strategien der denkmalpflegerischen Praxis in Schleswig-Holstein dar, wo versucht wird, dem aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien heraus resultierenden Landschaftsumbau auf allen Planungsebenen gerecht zu werden. Viele der Überlegungen sind modellhaft und können auf andere Arbeitsgebiete übertragen werden. Dazu werden die Grundlagen und Rahmenbedingung eines nachhaltigen Schutzkonzepts beleuchtet sowie in der Folge die Ziele des archäologisch-denkmalpflegerischen Kulturlandschaftsschutzes. Das (neue) Verwaltungswerkzeug „Archäologisches Interessensgebiet“ sowie der Ermittlung des Denkmalwerts als Grundlage fachlicher Entscheidungen in Planungsprozessen wird eingeführt. Zur Verdeutlichung werden beispielhaft die Projekte 380 KV Höchstspannungsleitung Heide-Niebüll und REGIOBRANDING vorgestellt.

Schlagworte


Archäologie; Bodendenkmalpflege; Denkmalpflegemanagement; Raumplanung; Archäologisches Interessensgebiet; Denkmalwert; REGIOBRANDING

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42495

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-424955

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