Ergebnisse der DGUF-Mitgliederbefragung 2016

Frank Siegmund, Diane Scherzler

Abstract


Nach einer ersten Mitgliederbefragung zu Beginn des Jahres 2013 führte der DGUF-Vorstand im Frühjahr 2016 eine zweite Befragung der Mitglieder durch. Sie sammelt Meinungen und Bewertungen zu wesentlichen Aspekten der Vereinstätigkeit ein. Mit einer hohen Rücklaufquote von 26 % gibt die Befragung einen repräsentativen Einblick in die Einordnungen vor allem der aktiven, am Vereinsleben stärker interessierten Mitglieder der DGUF. Der Beitrag schildert die wesentlichen Ergebnisse dieser Befragung und gibt eine erste Bewertung aus Sicht des derzeitigen Vorstandes.        Ausweislich der Mitgliederbefragung 2016 hat die DGUF etwa ein Zehntel Mitglieder, die kein archäologisches Fach studiert haben, besteht aber mehrheitlich aus Mitgliedern im Alter zwischen 30 und 60, die als Archäologen qualifiziert sind und auch als Archäologen im Berufsleben stehen. Unter den Gründen für ihre Mitgliedschaft in der DGUF steht deren (fach-)politische Bedeutung mit Abstand im Vordergrund. Die Zufriedenheit mit der Vereinstätigkeit ist hoch, viele der Mitglieder werben Dritten gegenüber für einen Eintritt in die DGUF. Mehr als drei Viertel aller Antwortenden begrüßen den derzeitigen fachpolitischen Kurs des Vereins. Das Engagement der DGUF im Deutschen Verband für Archäologie (DVA) wird im bestehenden Umfang als hinreichend betrachtet, die Tätigkeit des DVA insgesamt als vergleichsweise unbefriedigend eingeschätzt. Viele der Antwortenden haben in den vergangenen Jahren nicht oder nur selten an einer Jahrestagung der DGUF teilgenommen, empfinden die Tagungen der DGUF und ihre Themen jedoch als wichtig. Die periodische Ankopplung der DGUF-Tagung an den Deutschen Archäologiekongress wird mehrheitlich begrüßt. Die Zufriedenheit mit der DGUF-Zeitschrift Archäologische Informationen ist hoch, der Wandel zum Open Access wird von einer breiten Mehrheit begrüßt. Allerdings ist es einer ebenso großen Mehrheit wichtig, die Zeitschrift weiterhin auch als gedruckten Band zu erhalten; wobei einige der Rubriken aus Sicht von etwa 40 % der Mitglieder auch im Modus „online only“ erscheinen könnten. Bemerkenswert hoch ist die Bewertung des DGUF-Newsletters, dessen Qualität im Durchschnitt mit besser als gut (1,8) bewertet wird und bei dem zwei Drittel auch mit dem Inhalt vollauf zufrieden sind. Viele der DGUF-Mitglieder sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt medial konservativ, Facebook und Twitter beispielsweise gehören kaum zu ihrem Alltag.

Schlagworte


Archäologie; Verein; Fachverband; Deutschland; DGUF; Mitgliederbefragung; Archäologische Informationen; Open Access; Open Data

Volltext:

PDF



DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42504

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-425043

Refbacks

  • Im Moment gibt es keine Refbacks


Creative-Commons-Lizenz
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

ISSN-Print: 0341-2873
ISSN-Internet: 2197-7429