Internet Governance: Theoretische und empirische Annäherungen an einen schwer fassbaren Gegenstand

Jeanette Hofmann

Abstract


Gemessen an der Bedeutung, die das Internet mittlerweile gewonnen hat, steckt die
sozialwissenschaftliche Internetforschung, vor allem die Forschung zu Internetpolitik
und -regulierung, in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen. Vor allem die globale
Regulierung des Netzes findet nur wenig Aufmerksamkeit. Um dieses Thema näher
zu beleuchten, vergleicht dieser Beitrag Internet governance mit dem multilateralen
Regime der internationalen Telekommunikationspolitik, da sich die Verwaltung des
Internets als transnationales Netz der Netze nämlich in bewusster Distanz zur internationalen
Staatenwelt und seinen Institutionen entwickelte. Die Folge davon ist ein dezentrales,
verteiltes Institutionengefüge in kontinuierlicher Suche nach Legitimität.
Außerdem wird der Governance-Begriff mit seiner uneinheitlichen Verwendung sozialwissenschaftlich
diskutiert. Dabei liegt der Fokus auf der reflexiven Koordination, also
auf der Koordination von Koordination, die dann auftritt, wenn etablierte Koordinationsmodi
problematisch werden. Abschließend wird dieser Governance-Begriff anhand
der jüngeren empirischen Entwicklung von Internet governance nach den Snowden
Enthüllungen illustriert.

Keywords


Internet Governance, Governance, Regulierung, Multistakeholder, critical moments

Full Text:

PDF (Deutsch)



DOI: https://doi.org/10.11588/josar.2015.0.23479

URN (PDF (Deutsch)): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-josar-234798

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