Bas Jan Ader als absurder Held

Maike Aden-Schraenen

Abstract


In dieser Abhandlung soll Bas Jan Aders spannungsreiches und komplexes Œuvre nicht auf seinen Mythos reduziert, sondern um entscheidende, meist vernachlässigte Aspekte ergänzt werden. Dabei werden die immer wieder hervorgehobenen Behauptungen seiner biografischen und lebensverneinenden Tendenzen mit gegenteiligen Überlegungen kontrastiert. Vor diesem Hintergrund werden Bas Jan Aders Arbeiten als Erweiterung bzw. Infragestellung eines ‚existenziellen Konzeptualisten’ allzu rigider moderner Utopieentwürfe vorgestellt. Speziell der Film „Broken Fall (geometric) Westkapelle“ und die Fotoserie „On the road to a Neo Plasticism Westkapelle Holland“ können als ästhetische Statements verstanden werden, die mit Anspielungen auf Piet Mondrian die rationale Organisierbarkeit des Daseins durch ein überindividuelles Objektivitätsprinzip reflektiert und ironisch aufs Korn nehmen. Einleitend dazu soll noch einmal das letzte Projekt „In Search of the Miraculous” einer differenzierten Deutungsperspektive zugeführt werden. Gerade diese unvollendete Aktion lässt deutlich eine existenzielle Haltung hervortreten, die eine essentielle Voraussetzung seiner Modernekritik ist. 

Schlagworte


Bas Jan Ader; In Search of the Miraculous; Aktion; Modernekritik; Utopie; Existenzialismus

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DOI: https://doi.org/10.11588/nkf.2014.1.16723

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-nkf-167237

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