FAQs

Was ist heiJOURNALS?

heiJOURNALS ist der E-Journal-Publikationsservice der Universitätsbibliothek Heidelberg, die damit das Publizieren wissenschaftlicher Zeitschriften in Open Access unterstützt.

Was ist Open Journal Systems (OJS)?

Der E-Journal-Publikationsservice heiJOURNALS basiert auf der Software Open Journal Systems (OJS). Dies ist eine weltweit verbreitete Open-Source-Software, die die effiziente Verwaltung und Organisation einer Online-Zeitschrift ermöglicht. Das Layout des E-Journals ebenso wie der Redaktionsprozess können individuell angepasst werden. Open Journal Systems wird von dem Public Knowledge Project (PKP) entwickelt.

Wer kann ein E-Journal über heiJOURNALS herausgeben?

Der E-Journal-Publikationsservice heiJOURNALS ist ein Angebot für Wissenschaftler/-innen der Universität Heidelberg sowie für Wissenschaftler/-innen weltweit der Fachbereiche Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften und Südasienwissenschaften.

Wie veröffentlicht man ein E-Journal über heiJOURNALS?

Wenn Sie ein E-Journal über heiJOURNALS veröffentlichen wollen, benötigen Sie einen Herausgeber-Account. Bitte setzen Sie sich hierfür mit dem OJS-Team der Universitätsbibliothek Heidelberg in Verbindung. Im Anschluss daran können Sie die Zeitschrift nach Ihrer Vorstellung selbständig einrichten und Zugriffsrechte für Redakteure/-innen, Gutachter/-innen und Autoren/-innen vergeben. Hilfestellungen und Dokumentationen zum Umgang mit OJS finden Sie hier.

Sind die E-Journals dauerhaft verfügbar, sicher und zitierfähig?

Ja, die über heiJOURNALS veröffentlichten Zeitschriften sind dauerhaft verfügbar, sicher und zitierfähig. Die Adressen der einzelnen Ausgaben, und darin wiederum der einzelnen Rubriken und Beiträge, sind stabil. Die Dokumente werden durch die Universitätsbibliothek Heidelberg gespeichert und bei den herkömmlichen Backupverfahren miteingeschlossen. Zur stabilen Adressierung wird ein Uniform Resource Name (URN) erzeugt. Außerdem können auch Digital Object Identifier (DOI) durch das System vergeben werden.

Wie und wo werden die publizierten Dateien langfristig archiviert?

Die Universitätsbibliothek betreibt ein eigenes Langzeitarchivsystem, bei dem die Volltexte und die zugehörigen Metadaten mehrfach und an verschiedenen Orten gespeichert sind. Durch ein Prüfsummenverfahren und die regelmäßige Validierung dieser Prüfsummen wird die Unversehrtheit der Dateien sichergestellt. Die Ablieferung einer digitalen (Archiv-)Kopie an die Deutsche Nationalbibliothek ist vorgesehen und soll umgesetzt werden, sobald die entsprechenden Schnittstellen zur Verfügung stehen.

Welche Dateiformate werden in Open Journal Systems (OJS) verwendet?

PDF (Portable Document Format), HTML, EPUB.

Wie ist die rechtliche Situation bei heiJOURNALS?

Die Universitätsbibliothek Heidelberg stellt die Software zur Verfügung. Für den Inhalt der veröffentlichten Zeitschriften haften jeweils die Herausgeber der Zeitschriften.
Über sog. Open Content-Lizenzen (z. B. Creative Commons-Lizenzen, vgl. zu den gängigen Lizenztypen das Informationsportal open-access.net) können Zeitschriftenbetreiber die rechtlich zulässige Nutzung ihrer Veröffentlichungen im Sinne von Open Access weiter ausgestalten.

Was kostet das Hosting eines E-Journals?

Die Universitätsbibliothek Heidelberg bietet den Service heiJOURNALS kostenfrei an für Wissenschaftler/-innen der Universität Heidelberg sowie für Wissenschaftler/-innen weltweit der Fachbereiche Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften und Südasienwissenschaften.

Wie sichtbar sind die E-Journals?

Die über heiJOURNALS publizierten Zeitschriften haben eine hohe Sichtbarkeit. Das Team der Universitätsbibliothek Heidelberg sorgt für den Nachweis in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) und in der Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB); es übernimmt die ISSN-Registrierung und schlägt den Titel für das Directory of Open Access Journals (DOAJ) vor. Alle Artikel der E-Journals werden darüber hinaus auf Artikelebene im Online-Katalog HEIDI sowie im Verbundsystem katalogisiert. Dadurch sind sie über die Metasuchen des Karlsruher Virtuellen Katalogs (KVK) und der Open Access-Suchmaschine BASE  (Bielefeld Academic Search Engine) ebenso sichtbar wie in Google und Google Scholar.

Welche Aspekte sind im Vorfeld der Gründung einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu bedenken?

Zwei wichtige Aspekte, die zu beachten sind: Ist die Nachhaltigkeit der Inhalte gewährleistet? Wie wird die Qualitätssicherung des E-Journals betrieben (z.B. Peer-Review, Herausgeber-Begutachtung).

Ist ein Peer Review-Verfahren über heiJOURNALS möglich?

Ja, die Software Open Journal Systems (OJS) unterstützt den kompletten Redaktionsprozess, inklusive Beitragseinreichung durch den Autor/die Autorin und Begutachtungsverfahren, z.B. Peer Review.

Woher stammen die Zahlen in der Aufrufstatistik und wie sind diese zu deuten?

Zur Erstellung der Aufrufstatistik wird ein Verfahren eingesetzt, das auf dem Webdienst Open-Access-Statistik beruht. Die Voraggregation der Zahlen erfolgt dabei auf Grundlage pseudonymisierter IP-Adressen bei der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (VZG/GBV). Im Anschluss daran werden die Zahlen durch die UB Heidelberg aufbereitet. Zugriffe auf mehrere Dateien, die auf derselben Frontdoor verlinkt sind, werden hierfür summiert.
Das Zählverfahren folgt dem international verbreiteten COUNTER Code of Practice. Dementsprechend werden Zugriffe bekannter Suchmaschinen bzw. ihrer Webcrawler, sowie von Systemen mit suchmaschinenüblichem Abfrageverhalten nicht berücksichtigt. Außerdem müssen Zugriffe von derselben IP-Adresse (an die via Proxyserver mehrere Internetnutzer gekoppelt sein können) auf dasselbe Dokument eine festgelegte Mindestzeitspanne auseinanderliegen, damit sie getrennt gezählt werden.

Weshalb ist für PDF-Dateien der Antrag auf eine VG-Wort-Tantieme nicht möglich?

Verhandlungen zwischen der VG Wort und Betreibern von Publikationsservern ergaben, dass die VG Wort bei PDF-Dokumenten im Gegensatz zu HTML-Seiten, bei denen eigene Zählmarken eingebaut werden können, die Zählung selbst vornehmen möchte. Der Vorschlag, einen von den Betreibern der Publikationsserver ausgelösten Zählimpuls zu akzeptieren, wurde unter Hinweis auf die mögliche Manipulierbarkeit dieses Verfahrens nicht akzeptiert.
Die Betreiber von Publikationsservern wiederum stimmten dem von der VG Wort vorgeschlagenen Verfahren, die HTTP-Anfragen über einen eigenen VG Wort-Zählserver zu lenken, bevor ein sog. Redirect auf die PDF-Datei auf dem Publikationsserver erfolgen sollte, nicht zu. Dies wurde so begründet, dass die Erreichbarkeit der eigenen Publikationen nicht von der Erreichbarkeit eines Dritten abhängen soll.
Die Ausschüttung einer VG-Wort-Tantieme würde sowieso nur bei einer Mindestzahl an Zugriffen beschränkt auf Deutschland erfolgen. Die Untergrenze für eine mögliche Ausschüttung bei Herausrechnung von Suchmaschinenzugriffen lag in den Vorjahren bei ca. 1.500 Zugriffen pro Kalenderjahr. Bei wissenschaftlichen Texten wird eine derartig hohe Zugriffszahl i.d.R. nicht erreicht.

Können auch E-Books über heiJOURNALS veröffentlicht werden?

heiJOURNALS ist ein Service zur Publikation von wissenschaftlichen Zeitschriften und Serien. Die Publikation von einzelnen Monographien als E-Books ist über heiJOURNALS nicht möglich. Hier bietet die Universitätsbibliothek Heidelberg die Möglichkeit des Heidelberger Dokumentenservers heiDOK sowie die fachlich ausgerichteten Dokumentenserver ART-Dok, Propylaeum-DOK und CrossAsia-Repository. Darüber hinaus wird eine E-Book Publikationsplattform mit Open Monograph Press (OMP) an der Universitätsbibliothek Heidelberg aufgebaut, insbesondere für die Fachbereiche Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften und Südasienwissenschaften.

Können mit heiJOURNALS auch Forschungsdaten veröffentlicht werden?

Für die Veröffentlichung von Forschungsdaten bietet das Kompetenzzentrum Forschungsdaten, eine gemeinsame Serviceeinrichtung des Universitätsrechenzentrums und der Universitätsbibliothek Heidelberg, das Datenarchiv heiDATA an. Ihre Forschungsdaten können auf heiDATA zitierfähig archiviert und mit Ihren Artikeln in Ihrem E-Journal verknüpft werden. Das Kompetenzzentrum Forschungsdaten berät Sie bei der Erstellung von Datenmanagement-Plänen, der Datenbearbeitung sowie der Archivierung und Veröffentlichung der Daten.

Können die Daten direkt aus OJS in Literaturverwaltungsprogramme überführt werden?

Alle Veröffentlichungen von E-Journals, die an der Universitätsbibliothek Heidelberg gehostet werden, werden auf Artikelebene im Heidelberg Bibliothekskatalog HEIDI. katalogisiert. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass Daten zu einzelnen Beiträgen problemlos in Literaturverwaltungsprogramme überführt werden können.
Das Programm Zotero greift sich die Daten, sowohl zu Kurz- als auch Volltitelanzeigen, aus HEIDI selbst direkt ab. Auch im Literaturprogramm Citavi kann man direkt in HEIDI recherchieren und Titeldaten via XML bequem überführen. Für den Import in andere Anwendungen stehen Ihnen verschiedene Exportformate und Zitationsstile in HEIDI zur Verfügung, darunter z.B. BibTeX oder RIS (Endnote) sowie die Zitationsformate AMA, APA, Chicago, Harvard, IEEE, MLA, DIN 1505.
Auch Open Journal Systems (OJS) bittet unterschiedliche Möglichkeiten an, Daten direkt aus dem E-Journal in Literaturverwaltungsprogramme zu überführen.