„Ritual” und „Agency” : Legitimation und Reflexivität ritueller Handlungsmacht

Oliver Krüger, Michael Nijhawan, Eftychia Stavrianopoulou

Abstract


Der Begriff „Agency“ bezeichnet ein sozialtheoretisches Konzept, das einen paradigmatischen Wechsel von strukturfunktionalistischen zu praxistheoretischen Erklärungsmodellen eingeleitet hat. Es geht Ritualforschern vermehrt um die Frage, inwiefern in den beschriebenen Ritualdiskursen und Ritualpraktiken, unterschiedliche Konzepte von Handlungsmacht und Subjektivität zum Vorschein kommen. Ausgehend von Bourdieus Habitus-Begriff wird beispielhaft ein historischer Aushandlungsprozess von Agency und ihrer Legitimation im antiken Griechenland vorgestellt. Im anschließenden Teilkapitel geht es um eine Typisierung ritueller Agency, während sich der letzte Teil mit Bezug auf Giddens Agency-Begriff dem Thema Reflexivität und Ritual widmet.

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