https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/issue/feed Archäologisches Korrespondenzblatt 2019-04-09T17:14:52+02:00 Dr. Martin Schönfelder schoenfelder@rgzm.de Open Journal Systems <div style="margin-top: 1.5em;"><a title="zur aktuellen Ausgabe" href="/index.php/ak/issue/current"><img id="titleImg" src="/public/journals/98/cover_issue_3146_de_DE.jpg" alt="" /></a> Das Archäologische Korrespondenzblatt, das vom <a href="http://web.rgzm.de/">Römisch-Germanischen Zentralmuseum </a>herausgegeben wird, erscheint vierteljährlich und informiert die Fachwelt in kurzen Beiträgen über neue Ergebnisse der archäologischen Forschung. Es versteht sich als aktuelle wissenschaftliche Zeitschrift zu Themen der vor- und frühgeschichtlichen sowie provinzialrömischen Archäologie und ihrer Nachbarwissenschaften in Europa. Neben der Forschungsdiskussion finden hier Neufunde und kurze Analysen von überregionalem Interesse ihren Platz.<br />Der Umfang der Artikel beträgt bis zu 20 Druckseiten; Beiträge auf Englisch und Französisch werden ebenfalls angenommen.<p>Unabhängige Redaktoren begutachten die eingereichten Artikel (peer review).</p><p>Das Archäologische Korrespondenzblatt wird zukünftig zeitverzögert mit einem Jahrgang Abstand über die Universitätsbibliothek Heidelberg digital erscheinen.</p><p>Alle Zeitschriftenbeiträge erhalten einen digitalen Objektbezeichner (Digital Object Identifier, doi), der das Zitieren und Verlinken der Artikel vereinfacht. Das Hosting für das Archäologische Korrespondenzblatt  online übernimmt die Universität Heidelberg, die Kooperationspartner in diesem Projekt ist und die Langzeitarchivierung der Beiträge garantiert.</p></div> https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/52680 Von Grönland zum Petersfels – taphonomische Untersuchungen an rezenten Rentiergeweihen und ihre Relevanz für die Archäologie 2018-10-02T20:43:08+02:00 Sebastian Pfeifer publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Die spezielle Taphonomie von Geweih, einem wichtigen prähistorischen Werkstoff, ist bisher kaum erörtert worden. Daher wurden 2009 und 2010 aktualistische taphonomische Untersuchungen an rezenten Geweihen vom Rentier (Rangifer tarandus) in der arktischen Tundra von Kangerlussuaq (Westgrönland) durchgeführt. Zum einen können intravitale und subaerische mechanische Modifi kationen wie Brüche, Aussplitterungen, Kratzer, Verrundungen und Verbiss mit äußerst typischen Mustern charakterisiert werden. Zum anderen lässt sich der Zerfall einer Geweihstange an der arktischen Tundrenoberfl äche modellhaft beschreiben. Die Resultate werden als Fallbeispiel auf das umfangreiche Rengeweih-Inventar der spätmagdalénienzeitlichen Höhlenfundstelle Petersfels in Südwestdeutschland angewandt. Die Abwesenheit von Verbiss und die wenigen verwitterten Stücke sprechen für eine rasche Sedimentbedeckung der Funde. Die zahlreichen Brüche in frischem Zustand am Material zeigen, dass das einfache Zerbrechen eine wichtige Rolle für die Geweihzerlegung vor Ort spielte. 2018-10-01T10:28:45+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51837 Die prähistorischen Kinderbestattungen vom Abri Bettenroder Berg IX im Reinhäuser Wald bei Göttingen 2018-09-04T12:20:30+02:00 Klaus Grote publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Thomas Terberger publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Am Abri Bettenroder Berg IX im Landkreis Göttingen wurden Ende der 1980er-Jahre nahe der rückwärtigen Felswand zwei Kinderbestattungen aufgedeckt, die dem Mesolithikum zugeschrieben wurden. Neue AMS-Daten weisen aber auf einen spätbronze-/ältereisenzeitlichen Kontext der Bestattungen hin. Dieses Ergebnis reduziert den Bestand an Bestattungen und Menschenresten aus dem älteren Mesolithikum und es wird immer deutlicher, dass im frühen Holozän Körperbestattungen in Mitteleuropa selten sind. 2018-09-04T11:48:11+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51836 A Late Roman Solidus Hoard with Hacksilber from Echt (prov. Limburg / NL) 2019-04-09T17:14:42+02:00 Nico Roymans publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Stijn Heeren publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de <p>Nach der Entdeckung von Goldmünzen in einem Acker bei Echt wurde eine Ausgrabung durchgeführt, die den kompletten Hortfund und seinen archäologischen Kontext dokumentieren konnte. Der Hort besteht aus zwölf goldenen Solidi, einem Goldring, einem Silberbarren und zehn Stücken Hacksilber. Eines davon stammt von einer hinsichtlich ihrer Größe und Qualität exzeptionellen Silberplatte. Der Hort war in einer isoliert gelegenen Grube ohne nachweisbares Behältnis deponiert worden. Vergleichbare Schatzfunde begegnen in einer bemerkenswerten Konzentration entlang des Niederrheins und der benachbarten Gebiete Belgiens, der Niederlande und Nordwestdeutschlands. Die überwiegende Anzahl datiert in das frühe 5. Jahrhundert und ist mit einer Epoche der Auflösung der römischen Herrschaft in dieser Region verbunden, als germanische Föderaten vom Usurpator und späteren Mitkaiser Konstantin III. (407-411) dafür bezahlt wurden, die Rheingrenze zu bewachen.</p> 2018-09-04T11:13:52+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51820 Stiefel und halbhoher Schuh als Arbeitsbekleidung der Zeit um 1400 aus dem Bergwerk Teufelsgrund im Münstertal bei Freiburg 2018-09-03T14:11:07+02:00 Bernd Päffgen publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Christian Schumacher publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Martin Straßburger publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Zwei in 200 m Tiefe gefundene Lederfragmente aus einer mit Hölzern des beginnenden 15. Jahrhunderts gesicherten Abbaustrecke lassen sich über Parallelfunde sowie bildliche Darstellungen chronologisch einordnen und funktional deuten. Es handelt sich um zwei Varianten von »Arbeitssicherheitsschuhen« des Spätmittelalters. 2018-09-03T13:40:27+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51819 Der Krater von Vix und der Reisebericht des Pytheas von Massalia – Reisen griechischer Kaufleute über die Rhône nach Britannien im 6.-4. Jahrhundert v. Chr. 2018-09-03T14:11:07+02:00 Detlev Ellmers publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Am Mont Lassois begann zur Hallstattzeit die Schiffbarkeit der Seine. Es wird gezeigt, dass Griechen den Krater von Vix dorthin in Einzelteilen brachten, weil er nur mit Saumtieren über den relativ kurzen Landweg von der Saône zur Seine transportiert werden konnte. Etwa 200 Jahre später erwähnt Pytheas von Massalia ebenfalls den Saumtiertransport für den griechischen Zinnhandel von Cornwall durch Gallien. Diesen Zinnhandel, der so weit wie möglich die Wasserwege nutzte, konnten die Griechen wegen der die Flussoberläufe verbindenden Saumpfade nicht mit eigenen Schiffen durchführen; sie waren vielmehr auf die Mitnahme durch einheimische Schiffer angewiesen. Der zerlegbare Krater von Vix war, als einmalige Sonderanfertigung speziell für die Dynastie vom Mont Lassois, wahrscheinlich das diplomatische Geschenk, mit dem die Griechen um 530 an der entscheidenden Übergangsstelle diese Mitnahme zum Zinnmarkt in Cornwall initiierten. Auch Pytheas war für seine »Entdeckungsfahrten« auf die Mitnahme durch einheimische Schiffer angewiesen. Da deren Reichweite durch die Verbreitung von Importfunden hinreichend genau erkennbar ist, lassen sich die viel zu weit gehenden älteren Spekulationen über seine Fahrziele nicht mehr aufrechterhalten: Er kam nicht weiter als bis Helgoland (Abalus) im Osten und zu den Shetlandinseln (Thule) im Norden. Es werden auch neue Aspekte zum Verhältnis von Griechen und Kelten vorgetragen. 2018-09-03T13:20:20+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51818 Moravský Krumlov IV – a new multilayer Palaeolithic site in Moravia 2018-09-03T14:11:06+02:00 Petr Neruda publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Zdeňka Nerudová publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Der Fundplatz Moravský Krumlov IV liegt in der Region des Krumlov-Waldes (Krumlovský Les), der für seine Hornsteinvorkommen bekannt ist. Ausgrabungen wurden 2000-2004 in verschiedenen Sektoren durchgeführt; hierbei konnten vier paläolithische Fundhorizonte erkannt werden. Der unterste Horizont (Fundschicht 3) gehört noch in OIS 6 und offenbart die Nutzung von Levallois- und diskoiden Abbaukonzepten. Die Fundschichten 2 und 1 konnten von OIS 5e bis OIS 5c datiert werden. Die Steinartefakte werden als Belege für ein sehr frühes Micoquien gewertet. Der hangende Fundhorizont 0 gehört zum Szeletien, als eine Variante der frühjungpaläolithischen Technokomplexe. Dessen Steinindustrie wird detailliert beschrieben. Die Analyse der Zusammensetzungen mit Blattspitzen erhellen eine besondere Variante der Geräteherstellung. 2018-09-03T13:08:33+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51816 Etzdorf »Am Nassen Wald«: Steinartefakte aus Thüringen und ihre Diskussion im Rahmen des späten Jungpaläolithikums 2018-09-03T14:11:06+02:00 Inga Bergmann publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Andreas Dahlmann publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Clemens Pasda publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Juliane Weiß publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de In den 1930er-Jahren wurde auf landwirtschaftlich genutztem Gelände bei Etzdorf (Saale-Holzland-Kreis) oberflächig ein heute über 400 Steinartefakte umfassendes Inventar auf einem nur 15 m² großen Areal aufgesammelt. Die hier gemachte Vorlage der Funde berücksichtigt erstmalig Zusammenpassungen, Rohmaterial, Grundformtypen, Artefaktgrößen, Schlagmerkmale sowie Eigenschaften von Schlagflächenresten und Dorsalflächen. Aufgrund der retuschierten Formen wurde schon in den 1950er-Jahren auf die typologische Eigenständigkeit der Steinartefakte innerhalb des<br />späten Jungpaläolithikums in Mitteldeutschland hingewiesen. Dies bestätigt der hier durchgeführte Vergleich von Etzdorf mit der Fazies Cepoy-Marsangy im Pariser Becken und der »Fundvergesellschaftung E« in der Schweiz, deren Nähe zum »Hambourgien« auffällig ist. 2018-09-03T12:56:33+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51815 People from the crossroads of the Mūša-Lielupe river basin in the eastern Baltic region during the Late Roman and Migration Periods 2018-09-03T14:11:05+02:00 Audronė Bliujienė publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Ernestas Vasiliauskas publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Dieser Artikel behandelt jüngst in Litauen entdeckte Importfunde besonderer Art. Drei Zwiebelknopffibeln und eine gleicharmige Bügelfibel kamen zusammen mit anderen seltenen Funden im Tal des Flusses Mūša-Lielupe zutage. Diese neuen Entdeckungen helfen, den schnellen Wandel im sozioökonomischen Bereich und kulturellen Leben dieser Region zu erklären, in der das Streben um die Macht gleichbedeutend mit dem Kampf um die Kontrolle über die Binnenwasserwege, wie den Fluss Mūša-Lielupe, war. Gemeinschaften, welche die Mūša-Lielupe beherrschten, besaßen so Zugang zur Ostsee. Archäologische Belege aus der Region geben Hinweise auf ausgedehnte und weitreichende überregionale Kontakte und auf einen hohen Grad an gesellschaftlicher Differenzierung bereits in der frühen Völkerwanderungszeit. In diesem Zusammenhang wurde ein breites Spektrum an symbolhaften Gegenständen importiert und vor Ort weiterentwickelt, um den sozialen Status von höherstehenden Personen zu kennzeichnen. 2018-09-03T12:15:01+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51814 Mycenaean Greece and Bronze Age Italy: cooperation, trade or war? 2018-09-03T14:11:05+02:00 Reinhard Jung publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Mathias Mehofer publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Die Interaktionen zwischen Italien und Griechenland vom 14. bis zum 11. Jahrhundert v. Chr. sind der Gegenstand des vorliegenden Beitrags. Während dieses Zeitraumes können wir die Ausbreitung spezifischer archäologischer Typen, wie etwa der Naue II-Schwerter, der Lanzenspitzen mit gegossener Tülle, verschiedener Gerätschaften oder spezieller Kleidungsaccessoires, die zur metallurgischen Koine gehören, in den Mittelmeerraum beobachten. Die Prozesse, die zur Ausbreitung dieser Urnenfelderbronzen führten, können zurzeit nur teilweise erklärt werden, da die zur Verfügung stehenden typologischen Studien nur von begrenzter Aussagekraft sind. Daher wird ein interdisziplinärer Lösungsansatz vorgestellt, bei dem archäometallurgische Analysen mit der technischen und typologischen Klassifikation von Objekten, die in verschiedenen Regionen der Ägäis sowie Italiens gefunden wurden, kombiniert werden. Als ein wichtiges Ergebnis dieser Studie kann eine Reihe von Bronzeartefakten aus spätmykenischen Kontexten als Importstücke aus Italien angesprochen werden. Darüber hinaus liefern diese Forschungserkenntnisse Argumente dafür, dass die Phänomene der lokalen Produktion von Impastokeramik italienischen Typs und der Übernahme von Bronzeformen der metallurgischen Koine in den spätpalastzeitlichen und nachpalastzeitlichen Gesellschaften der Ägäis miteinander in Beziehung standen. 2018-09-03T11:53:31+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51813 Chronology of the Upper Palaeolithic sequence in the Kůlna Cave (okr. Blansko / CZ) 2018-09-03T14:11:08+02:00 Zdeňka Nerudová publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Petr Neruda publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Die Kůlna-Höhle im Mährischen Karst ist ein wichtiger Fundplatz, um Kenntnisse über die Entwicklung der jungpaläolithischen Kulturen in Mitteleuropa zu erlangen. Im Rahmen eines neuen Projekts mit dem Ziel, die Chronologie dieser Höhle neu zu bewerten, haben die Autoren dieses Beitrags auch der Datierung der jungpaläolithischen Sequenz Aufmerksamkeit geschenkt, die gravettien-, magdalénien- (Schicht 6 und 5) und epimagdalénienzeitliche (Schicht 4 und 3) Fundhorizonte beinhaltet. Stichproben wurden aus der osteologischen Sammlung ausgewählt, wobei Knochen mit Anzeichen für eine menschliche Einwirkung und eindeutigen Herkunftskontexten präferiert wurden. Die Datierung aller Stichproben wurde im Oxford Radiocarbon Accelerator Unit durchgeführt. Es war offensichtlich, dass einige Fundhorizonte entweder mit neuerem Material kontaminiert waren oder ihre tatsächliche stratigraphische Lage nicht korrekt erkannt wurde. Durch einen Vergleich aller Daten wurden vor allem die Positionen der epimagdalénienzeitlichen Schicht 4 und der magdalénienzeitlichen Schicht 6 präziser bestimmt. Die Lage des magdalénienzeitlichen Niveaus aus Schicht 5 bleibt vorerst unklar. Die Datierung des gravettienzeitlichen Horizontes basiert lediglich auf zwei Datensätzen, und diese stammen von der jüngsten Micoquien-Schicht 6a. Der Datensatz für diese Kultur ist deutlich älter als das vorher bestimmte Intervall. Es gibt keine Indizien für eine mögliche Existenz früher jungpaläolithischer Industrien in dieser Höhle. 2018-09-03T11:40:28+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51812 A figurine fragment from the Linear Pottery culture site of Horiv (Rivnens’ka obl./UA) 2018-09-03T14:11:08+02:00 Valeska Becker publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Maciej Dębiec publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Oleksandr Leontijovič Pozihovs’kij publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Figürliche Funde sind in der westlichen und östlichen Peripherie der linearbandkeramischen Kultur immer noch sehr selten. Daher stellt das kleine Fragment einer anthropomorphen Figurine aus Horiv einen zentralen Beleg für diese Fundgattung dar. Das wichtigste Merkmal an dem Bruchstück ist die Verzierung auf dem Rücken, die aus einer vertikalen Ritzlinie besteht, von der diagonale Linien abzweigen. Dieses sogenannte Tannenzweigmotiv findet sich auch auf einigen anderen Figurinen hauptsächlich aus Niederösterreich und Transdanubien, aber auch aus anderen Regionen Mitteleuropas. Die Interpretation dieser speziellen Verzierung ist schwierig, da es keine übereinstimmenden Grabbeigaben gibt. Eventuell handelt es sich dabei um die Darstellung von Skelettelementen, was darauf hinweisen könnte, dass die Figurinen eher mit dem Totenritual als mit Fruchtbarkeitskulten in Verbindung zu bringen sind. 2018-09-03T11:18:56+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51811 Die Mühlsteinproduktion im Steinbruch von Fonte da Ribeira. Zum römischen Bergwerksdistrikt von Três Minas, Gralheira und Campo de Jales (distr. Vila Real / P) 2019-04-09T17:12:46+02:00 Regula Wahl-Clerici publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Annemarie Wiechowski publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Markus Helfert publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Britta Ramminger publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de Thomas Schierl publikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de <p>Zum römischen Goldbergwerksbezirk von Três Minas, Gralheira und Campo de Jales im nördlichen Portugal gehören neben den eigentlichen Abbauarealen von Edelmetall und der zugehörigen Siedlung weitere Funktionsbereiche zur Güterversorgung dieser Industrieanlage. In der Flur Fonte da Ribeira ist ein römischer Granitsteinbruch erhalten, in dem im 1. und 2. Jahrhundert u. a. Mühlsteine für die Bergbausiedlung produziert wurden. Die reiche Auswahl an verworfenen Werksteinen erlaubt es, die Herstellung der Getreidemühlen aus Zweiglimmergranit von der Auswahl bzw. der Abspaltung eines Werkstücks von einem Granitblock bis zur Ausgestaltung als Lieger oder Läufer zu rekonstruieren. Das systematische Vorgehen der römischen Steinmetze spiegelt sich in den Fortschritten der Bearbeitung wider, sodass die einzelnen Produktionsphasen nachvollziehbar sind.</p> 2018-09-03T11:00:35+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/51810 Polished Stone Tools of the Early Bronze Age in Bohemia 2019-04-09T17:12:16+02:00 Vlastimil Král Bemmann@ub.uni-heidelberg.de Petr Limburský Bemmann@ub.uni-heidelberg.de Petr Menšík Bemmann@ub.uni-heidelberg.de <p>Der Beitrag informiert über geschliffene Steinartefakte, die auf böhmischem Gebiet und in den umgebenden Regionen genutzt wurden. Es können verschiedene Artefaktkategorien angetroffen werden. Hierbei handelt es sich um vereinzelte Funde von Hammeräxten, die oft von nördlichen Nachbarn importiert wurden, sowie von Äxten mit asymmetrischer Schneide; die größte Gruppe bilden sattelförmige Hammeräxte. Ihre Funktion ist umstritten; sie werden als rein praktische Werkzeuge zur Holzbearbeitung aufgefasst, oder auch als multifunktionelle Artefakte bis hin zu rein symbolisch bedeutsamen geschliffenen Artefakten. Obwohl die Anknüpfung altbronzezeitlicher Formen an vorangegangene Entwicklungen unbekannt ist, verweisen bestimmte Indizien auf eine Verbindung mit der jungäneolithischen Entwicklung der Schleifproduktion. Diese lässt sich jedoch aufgrund der wenig zahlreichen Funde dieser Produktion am Ende des Äneolithikums und zu Beginn der älteren Bronzezeit nur schwer nachvollziehen.</p> 2018-09-03T10:23:15+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/50474 Neuzeitliche Schuppenketten von römischen Fundstellen 2018-09-03T11:54:32+02:00 Peter Henrich Bemmann@ub.uni-heidelberg.de Beim Einsatz von Metallsuchgeräten bei archäologischen Ausgrabungen werden immer wieder Funde gemacht, deren neuzeitliche Datierung nicht erkannt wird. Hierzu zählen auch Panzerschuppen aus Buntmetall, die fälschlicherweise seit dem frühen 20. Jahrhundert mit spätantikem Militär in Verbindung gebracht werden, da sie nicht der gängigen Typologie der eindeutig römischen Funde entsprechen. Die Anzahl von nur zwei Löchern zur Befestigung sowie die Gestaltung mit zwei oder mehr Bögen an einer der Schmalseiten zeigen jedoch unmissverständlich, dass es sich um<br />Elemente sogenannter Schuppenketten handelt, die an Helmen und Kürassen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts angebracht waren. 2018-08-13T09:47:07+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/50322 Ein schnurkeramisches Grab mit Silexdolchbeigabe aus Aschheim (Lkr. München). Absolute Datierung, Strontiumisotopenanalysen und archäologische Vergleiche 2018-09-03T11:03:12+02:00 Daniel Neumann Bemmann@ub.uni-heidelberg.de Anja Pütz bemmann@ub.uni-heidelberg.de Marina Vohberger bemmann@ub.uni-heidelberg.de Im Jahr 2008 wurde bei bauvorgreifenden archäologischen Untersuchungen in der Gemeinde Aschheim bei München neben einer kleinen Grabgruppe der Glockenbecherkultur auch ein einzelnes Grab der schnurkeramischen Kultur  entdeckt.Aufgrund der im Grab vergesellschafteten Beigaben und der am Knochenmaterial durchgeführten AM S-Radiokohlenstoffdatierungen <br />gewährt dieser Befund neue Informationen zur Chronologie der südbayerischen Schnurkeramik und insbesondere der Bestattungen mit Silexdolchbeigabe. Auf Grundlage von Strontiumisotopenanalysen und <br />eines Vergleiches mit weiteren Gräbern aus Südbayern werden einerseits  sozialarchäologische Aspekte sowie andererseits eine mögliche Herkunft des bestatteten Individuums aus dem Donauraum diskutiert. 2018-08-09T12:32:22+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/39180 New food in old pots – charred organic residues in Early Neolithic ceramic vessels from Swifterbant, the Netherlands (4300-4000 cal BC) 2017-07-13T08:34:05+02:00 Daan C. M. Raemaekers nemethova.petra@gmail.com Lucy Kubiak-Martens nemethova.petra@gmail.com Tania F. M. Oudemans nemethova.petra@gmail.com Nach der Untersuchung von Tongefäßen aus neolithischen Fundstellen bei Swifterbant (prov. Flevoland/NL) lassen sich zwei Untergruppen bilden. Es wird botanisch (mittels Rasterelektronenmikroskop) und chemisch (mittels Massenspektrometrie) analysiert, ob diese auch einen funktionalen Hintergrund haben – dies war der Fall: Die Gefäße der Gruppe 1 wurden für Mahlzeiten ohne Getreide (Emmer), jene der Gruppe 2 für Speisen mit Getreide verwendet. Es scheint, dass mit der Einführung von Getreide als Nahrungsmittel die traditionellen Gerichte im neuen Keramiktyp der Gruppe 1 zubereitet wurden, während die nouvelle cuisine dem alten Gefäßtyp der Gruppe 2 zugewiesen wurde. Diese Fallstudie zeigt, dass die Einführung von Getreide in die Ernährung der Swifterbant-Bevölkerung auch mit weiterführenden Handlungen verbunden war. 2017-05-31T14:00:56+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34834 The Potential of Metal Debris: a Late Iron Age Ironworking Site at Oss-Schalkskamp (prov. Noord-Brabant / NL) 2019-04-09T17:12:27+02:00 Nathalie Ø. Brusgaard nemethova.petra@gmail.com Harry Fokkens nemethova.petra@gmail.com Stijn F. M. van As nemethova.petra@gmail.com Hans D. J. Huisman nemethova.petra@gmail.com <p>Untersuchungen zur Eisenherstellung während der Eisenzeit in Nordwesteuropa haben eine große Aufmerksamkeit erfahren, besonders in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien. Immer noch ist aber wenig über die eisenzeitliche Eisenproduktion in den Niederlanden bekannt. Der Artikel versucht hier Abhilfe zu schaffen, indem er eine umfangreiche Studie über ein Ensemble von fast 200 Eisenschlacken aus einer späteisenzeitlichen Siedlung bei Oss-Schalkskamp, nur wenig südlich der Maas gelegen, vorstellt. Hierbei wird der Versuch unternommen, den Charakter der auf das Eisen bezogenen Aktivitäten an diesem Fundplatz näher zu bestimmen und die Ergebnisse in einen klein- und großräumigen Zusammenhang einzuordnen. Die Untersuchung des Fundkontextes zeigt, dass die Schlacken in und um eine Feuerstelle entdeckt worden waren, die zum Schmieden des Eisens diente. Die Ergebnisse an diesem Fundplatz und von benachbarten Siedlungen dokumentieren die Existenz kleinräumiger Hausproduktion an Orten, die schwer zu identifizieren sind und vermutlich im Randbereich von Siedlungen lagen.</p> 2017-01-20T10:55:11+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34705 Notes on a New Cautes Statue from Apulum (jud. Alba / RO) 2019-04-09T17:10:59+02:00 Csaba Szabó nemethova.petra@gmail.com <p>In diesem Artikel werden zwei neu entdeckte Stücke des Mithraskultes präsentiert, die Cautes, den Fackelträger von Mithras, darstellen. Die Statuenfragmente wurden in Zweitverwendung aufgefunden; sie schmückten die Innenwand eines Hauses in Alba Iulia (Karlsburg, Gyulafehérvár). Die Darstellung eines Cautes, der einen Stierkopf hält, ist nur in fünf Beispielen im Römischen Reich bekannt und damit in der Mithrasikonographie sehr selten; vier dieser Funde stammen aus der Provinz Dakien. Eine nähere Untersuchung der Fundzusammenhänge zeigt, dass dieser Bildtypus in Italien auftritt und dann vor allem in der Kolonie Sarmizegetusa sowie der Siedlungsagglomeration Apulum. Hintergrund hierfür ist die Mobiliät des Personals des publicum portorium Illyrici, das eine Schlüsselrolle in der Verbreitung des Kultes in der Provinz und in der Herausbildung lokaler Werkstätten spielte.</p> 2017-01-12T09:22:16+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34704 Amphora-Shaped Glass and Coral Beads. Distant Cultural Connections in the Carpathian Basin at the Beginning of the Late Iron Age 2019-04-09T17:12:35+02:00 Aurel Rustoiu nemethova.petra@gmail.com <p>Die Verteilung verschiedener archäologischer Funde spiegelt häufig die Art und Weise wider, in der unterschiedliche Gemeinschaften miteinander in Verbindung stehen. Dabei stellt die Verbreitung von amphorenförmigen Glasperlen und Korallenperlen vom Beginn der späten Eisenzeit ein einschlägiges Beispiel dar. Eine Untersuchung dieser Funde belegt, dass sie aus mediterranen Werkstätten stammen und in der Folge über das Karpatenbecken durch soziale Kontakte zwischen unterschiedlichen Gruppen und Gemeinschaften verbreitet werden. Die Exogamie war ein wichtiger Faktor im Austausch solcher Gegenstände zwischen verschiedenen Gesellschaften.</p> 2017-01-12T09:13:23+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34703 Fischknochen als Indikatoren für Gewässerzustand und menschliche Fischselektion. Eine zusammenfassende Auswertung mittelalterlicher und neuzeitlicher Fischreste aus dem Rheineinzugsgebiet der Schweiz 2019-04-09T17:13:17+02:00 Simone Häberle nemethova.petra@gmail.com Jörg Schibler nemethova.petra@gmail.com Wim Van Neer nemethova.petra@gmail.com Heide Hüster Plogmann nemethova.petra@gmail.com <p>Diese zusammenfassende Untersuchung historischer Fischreste aus der Schweiz ergab bedeutsame Hinweise zum menschlichen Umgang mit Gewässern und deren Fischbeständen. So ist ein Zusammenhang zwischen Fischkonsum und gesellschaftlichem Status der Verbraucher zu erkennen, die archäologischen Fischreste spiegeln aber auch den Fangdruck auf die Fischbestände, die Veränderungen des Gewässerzustandes sowie die rechtlichen Regelungen der Fischerei wider. Es wurde vorwiegend Fisch aus lokaler Fischerei konsumiert. Insbesondere in den Fundstellen am Rhein kann ein Rückgang der sensitiven Fischarten im Laufe der Jahrhunderte beobachtet werden.</p> 2017-01-12T09:04:42+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34702 Die Dame mit dem Sonnenschirm – zu Grab Köln, Severinstraße 129 2019-04-09T17:12:56+02:00 Gisela Michel nemethova.petra@gmail.com <p>Die Tatsache, dass Spindel und Rocken häufig zur Beigabenausstattung in Frauengräbern gehören, kann dazu verleiten, stabförmige Gegenstände vorschnell als Geräte zur Textilherstellung zu interpretieren. Tatsächlich handelt es sich bei den hier diskutierten Objekten aus Köln, Selongey und Mailand um Reste viereckiger Sonnenschirme. Solche handlichen Schattenspender zählten, wie aus Mitteilungen antiker Autoren hervorgeht, zum Repertoire weiblicher Statussymbole.</p> 2017-01-12T08:45:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34701 Flachzylindrische Eisenblechdosen der Mittel- und Spätlatènezeit aus Rheinhessen und dem Hunsrück 2019-04-09T17:10:41+02:00 Constanze Berbüsse nemethova.petra@gmail.com <p>Zwei im RGZM restaurierte und untersuchte Funde aus Dromersheim und Ober-Hilbersheim (beide Lkr. Mainz-Bingen) bilden den Ausgangspunkt dieses Aufsatzes über jüngerlatènezeitliche Eisenblechdosen, eine kleine Fundgruppe, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in Rheinhessen und dem Hunsrück hat und überwiegend aus Frauengräbern stammt. Die Dosen bestehen aus einem flachzylindrischen Körper, dessen Einzelteile miteinander vernietet sind, sowie einem Türchen mit Scharnier zum Verschließen einer Öffnung an der Seite. Sie unterscheiden sich nur in Details, wie dem Vorhandensein einer Ringöse, und gehen offenbar auf wenige, auf ihre Herstellung spezialisierte Werkstätten zurück. An der Vorderseite der Dose aus Ober-Hilbersheim befindet sich eine gut erhaltene Punzverzierung. Weil in der Regel kein Inhalt belegt ist, kann nur gemutmaßt werden, dass die Besitzerinnen dieser besonderen Behältnisse darin überwiegend organische Substanzen von Wert verwahrt haben.</p> 2017-01-11T16:22:40+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34700 Mensch, Fluss und Raum: Überlegungen zur ökokulturellen Rolle großer Flusssysteme im europäischen Jungpaläolithikum 2019-04-09T17:14:13+02:00 Shumon T. Hussain nemethova.petra@gmail.com <p>Im europäischen Jungpaläolithikum müssen große Flussachsen als wichtige Konstitutivgrößen menschlicher Räumlichkeit verstanden werden. Glaziale Flüsse repräsentieren in diesen Landschaften typischerweise Elemente hoher Fokalität, die sich durch die Hervorbringung spezifischer Affordanzen und Heuristiken für die menschliche Raumnutzung als besonders relevant erweisen und so eine Konvergenz von Natur- und Kulturraum begünstigen. Im frühen (Aurignacien) und späten Jungpaläolithikum (Magdalénien) schlägt sich diese Matrix in der Nutzung von Flusssystemen als Mobilitäts- und Kommunikationsachsen nieder. In diesen Kontexten fällt die Zugänglichkeit und Prominenz großer Flussläufe mit einem sozialhistorischen Kolonisationshintergrund und begrenztem Landschaftswissen zusammen. Demgegenüber lässt sich ein Abschnitt im mittleren Jungpaläolithikum (Gravettien) unterscheiden, in dem Flüsse häufiger Grenzfunktionen annehmen und dabei die heterogene Struktur des sozialen Raums abbilden. Der Fokalität von Flusssystemen kann dort demgemäß ein kulturgeographischer Konsolidierungshintergrund mit »gewachsenem« und hinreichend verfügbarem Landschaftswissen gegenübergestellt werden.</p> 2017-01-11T16:16:25+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34699 Ein römisches Gorgoneion aus Belleben-Haus Zeitz (Salzlandkreis) 2019-04-09T17:09:29+02:00 Fabian Gall nemethova.petra@gmail.com <p>Das Archäologische Museum im »Robertinum« in Halle (Saale) besitzt seit dem 19. Jahrhundert eine Bronzescheibe mit einer Gesichtsdarstellung der Gorgo Medusa. Das Stück soll zusammen mit einem schlichten Bronzering in einer Urne gefunden worden sein, die bei Belleben-Haus Zeitz zutage kam. Quasi als Nachtrag zum Corpus römischer Funde im europäischen Barbaricum werden die Ikonographie (Apotropaion, später Bildnisträger im germanischen Kontext), die Technik (Guss) und die ursprüngliche Verwendung (Beschlag) untersucht. Im Rahmen stilistischer Vergleiche der Gesichtszüge können mehrere verblüffende Parallelen benannt werden, welche die zeitliche Einordnung in das 3. Jahrhundert stützen. Ähnliche Beschläge sind sowohl aus militärischen Anlagen als auch aus Zivilsiedlungen bekannt.</p> 2017-01-11T15:58:08+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34698 Les fibules de type Heuneburg 2019-04-09T17:08:53+02:00 Bruno Chaume nemethova.petra@gmail.com Wolfram Ney nemethova.petra@gmail.com <p>Die Fibeln vom Typ Heuneburg und von der Variante Seubersdorf besitzen als Hauptmerkmal einen Fuß mit kugel- oder vasenförmiger Zier, der auf das Ende des Bügels genietet ist. Die Variante Seubersdorf unterscheidet sich durch ihren mit Riefen oder Rillen verzierten Bügel, der Ausbuchtungen an den Enden besitzt. Die Fibeln vom Typ Heuneburg stammen aus Süddeutschland; sie werden nach Ha D2 oder D3 datiert, meist aber nach Ha D3. Einige Exemplare gelangten in den Bereich südlich der Alpen, wahrscheinlich über das Tessiner Tal; das Stück aus Vix erscheint in diesem Verbreitungsschema sehr isoliert. Die Revision der Datierung der Kontexte aus Norditalien, wo einige Fibeln vom Typ Heuneburg gefunden wurden, erlaubt heute eine genaue Korrelation der Chronologie der Ensembles nördlich und südlich der Alpen, was vorher nicht der Fall war.</p> 2017-01-11T15:39:23+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34550 "Mönchskeramik" aus Kloster Hirsau im Schwarzwald 2018-09-04T11:49:25+02:00 Uwe Gross nemethova.petra@gmail.com Im St. Aurelius- wie im benachbarten St. Peter und Paul-Kloster in Hirsau (Stadt Calw, Baden-Württemberg) kamen bei archäologischen Untersuchungen der letzten Jahrzehnte zahlreiche Gefäß- und Ofenkeramikfunde zum Vorschein, deren Scherbenbeschaffenheit jener derzeitgleichen Dachziegel entspricht. Sie datieren überwiegend (ausschließlich?) ins hohe Mittelalter. Da der Bedarf an »harten« Dachdeckungsmaterialien in jedem größeren Konvent beträchtlich war, ist von der Existenz klostereigener Ziegelhütten auszugehen. Die identische Beschaffenheit von Bau- und Gefäßkeramik sowie die Beobachtung, dass ein Teil der letzteren gänzlich ohne Zuhilfenahme einer Töpferscheibe erfolgte, werden hier als Hinweise auf die fallweise Anfertigung von gerade unmittelbar benötigten Behältern oder Ofenkacheln durch Ziegler gewertet. 2016-12-15T14:59:36+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34549 Drei mittelalterliche Brettspielsteine aus Mainz 2018-09-04T11:49:25+02:00 Mechthild Schulze-Dörrlamm nemethova.petra@gmail.com Aus Mainz stammen drei Brettspielsteine, die sowohl Hinweise auf die Standorte von Adelssitzen in der Stadt geben, als auch neue Aspekte zur Kulturgeschichte beitragen. Ein beidseitig mit figürlichen Reliefs verziertes Exemplar vom Kästrich kann wegen seines Dekors - einer halbmondförmigen Schlange mit antithetischen Köpfen - schon in das 9. Jahrhundert datiert werden. Es belegt, dass die ersten Spielsteine dieses Typs bereits in der Karolingerzeit hergestellt worden sind. Das Fragment eines salierzeitlichen Spielsteins mit geometrisch durchbrochener Deckplatte wurde auf dem Flachsmarkt entdeckt und lässt gemeinsam mit anderen, hervorragenden Funden aus unmittelbarer Nähe auf die Existenz eines Adelssitzes schließen. Ein Spielstein des 11. bis frühen 12. Jahrhunderts vom Schlossplatz trägt das Relief eines nackten Kahlkopfes, der mit erhobener Keule auf der Reling eines Bootes sitzt. Es ist die älteste, mittelalterliche Darstellung eines närrischen Spaßmachers, die zufällig erhalten blieb. 2016-12-15T14:59:32+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34548 Approche fonctionnelle des forces de la fin de l'âge du Fer et du début de l'epoque romaine. L'exemple des forces dans les nécropoles trévires 2018-09-04T11:49:25+02:00 Jenny Kaurin nemethova.petra@gmail.com Scheren werden häufig als multifunktionale Geräte aufgefasst, deren genauere Bestimmung schwer einzugrenzen ist. Jedoch geben deren Form und technische Eigenschaften über die vorgesehene Verwendung Aufschluss. Es ist also möglich, eine neue Gliederung dieser Objekte vorzunehmen, und zwar anhand der Funktion, die sie am besten zu erfüllen scheinen. Diese Einteilung der Scheren aus den Nekropolen der Treverer wird durch die jeweils begleitenden anderen Grabbeigaben verifiziert. Das Beispiel der Scheren aus den Gräbern der Treverer macht es zudem möglich, diese Stücke anhand der sonstigen Beigaben einerseits in die Technikgeschichte und andererseits in die Sozialgeschichte einzuordnen. 2016-12-15T14:59:29+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34547 Ein seltener Fund aus Westhofen (Lkr. Alzey-Worms): Fragment einer attischen Trinkschale 2018-09-04T11:49:25+02:00 Leif Hansen nemethova.petra@gmail.com Elke Böhr nemethova.petra@gmail.com Auf einem Acker in der Gemarkung Westhofen wurde in den 1970er-Jahren das Fragment einer um 500 v. Chr. in Athen hergestellten Trinkschale aufgelesen. Im ersten Teil des Beitrags wird der Forschungsstand zur Archäologie der Eisenzeit um Westhofen zusammengefasst und neue Prospektionen vorgestellt, die belegen, dass die attische Scherbe ehemals aus einem Siedlungskontext stammt. Der zweite Teil des Beitrags widmet sich der Datierung des Fragments und der Darstellung, die sich zu einem Symposion-Innenbild einer frühen rotfigurigen Schale ergänzen lässt. 2016-12-15T14:59:27+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34546 Bronzene Pferdedreifüße aus Mittelitalien 2018-09-04T11:49:25+02:00 Elke Nachbaur nemethova.petra@gmail.com Bronzene Pferdedreifüße sind über einen mehr als 100-jährigen Zeitraum (Ende 8. Jh. bis nach 650/640 v. Chr.) von Vetulonia bzw. Verucchio als nördlichste und Capua als südlichste Fundstelle in Mittelitalien nachweisbar. Die systematische Aufarbeitung des Fundgutes ermöglicht stilistisch eine eindeutige Zuordnung zu zwei Hauptproduktionsstätten, nämlich Vetulonia und Veji. Dreifüße der Werkstattgruppe Vetulonia sind durch einen kurzen Schweif, eine leicht geschwungene Verbindung vom Maul des Tieres zum Knie des Fußes, möglicherweise stilisierten Zügeln entsprechend, durch eine Vogelzier auf einigen der Dreifüße sowie durch Gefäßstützen in Form menschlicher Beine charakterisiert. Dreifüße der Werkstattgruppe Veji sind durchweg reiterlos und die Aufsatzpferdchen haben einen langen Schweif. 2016-12-15T14:59:24+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34545 Römischer Schadenzauber bei den Germanen? 2017-01-12T14:38:17+01:00 Hans-Jörg Nüsse nemethova.petra@gmail.com Im vorliegenden Beitrag werden römische Zauberpuppen aus Obergermanien, Rätien und der Germania Magna vorgestellt. Dabei stehen insbesondere zwei Objekte aus germanischen Siedlungskontexten im Vordergrund. Aufgrund der rituellen Besonderheiten des Verwünschungszaubers wird die These aufgestellt, daß zwei mit den Auswirkungen des Zaubers vertraute Germanen diese Objekte in der römischen Provinz erworben haben müssen. 2016-12-15T14:59:02+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34544 Archäoklimatologie des Holozäns: Ein durchgreifender Vergleich der »Wuchshomogenität« mit der Sonnenaktivität und anderen Klimaanzeigern (»Proxies«) 2017-01-12T14:38:16+01:00 Hans J. Holm nemethova.petra@gmail.com Bisherige Ansätze zur Validität sowohl der Wuchshomogenität mitteleuropäischer Eichenstandorte als auch verschiedener Anzeiger der Sonnenaktivität halten einem durchgreifenden Vergleich nicht stand. Dies gilt vor allem hinsichtlich behaupteter klimatischer Aussagen, z.B. zum Niederschlag. Bessere Übereinstimmungen scheinen dagegen über die letzten 9000 Jahre zwischen der Wuchshomogenität und den Baumgrenzen der Alpen als auch Temperaturaussagen des NGRIP-Eiskerns erkennbar zu sein. 2016-12-15T14:58:59+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34543 Roman ship graffiti in the Tower of the Winds in Athens 2017-01-12T14:38:15+01:00 Kostas A. Damianidis nemethova.petra@gmail.com An den Innenwänden des Turms der Winde am Nordabhang der Athener Akropolis konnten zwei römische Schiffsgraffiti identifiziert werden. Beide zeigen einen Schiffstyp mit unten spitz vorspringendem Bug nach Art eines Rammsporns, einen oben in ein Tierprotom mündenden Vordersteven sowie Besegelung mit Groß- und kleinem Vorsegel. Es handelt sich um ein Ruderschiff mit alternativer Besegelung. Motivische Parallelen fehlen. Dem dargestellten Fahrzeug kommt das »Neumagener Weinschiff« am nächsten. Weitere Details der Graffiti, wie Riemendollen und die über ein ungewöhnliches Reffsystem verfügende Takelage, legen Vergleiche mit Schiffsfunden und Schiffsdarstellungen aus dem nördlichen Europa einschließlich des Ostseeraums nahe. 2016-12-15T14:58:56+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34542 Eine seltene Form antiker Sonnenuhren: der Meridian von Chios 2017-01-12T14:38:15+01:00 Karlheinz Schaldach nemethova.petra@gmail.com Antike Meridianlinien sind in der Forschung bisher nicht zur Kenntnis genommen worden. Vorgestellt wird deshalb - nach einer einleitenden Erläuterung über Wesen und Bedeutung solcher Linien - ein Fund von Chios mit der ältesten bekannten Meridianlinie, an der die Zodia in Monogrammform geschrieben sind. Eine solche Darstellung der Zodia ist sonst nicht bekannt. Die Untersuchung der Linie und der beiden Uhren an der Ost- und Westseite des Steins zeigen, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit nach einer Handschrift konstruiert worden sind. 2016-12-15T14:58:53+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34541 Ludi circensis auf dem Spielbrett: zu Spielsteinen und Spielbrettern eines römischen Zirkusspiels 2017-01-12T14:38:14+01:00 Constanze Höpken nemethova.petra@gmail.com Spielsteine aus den Westprovinzen, die durch Namensaufschriften oder Abbildungen von Pferden oder Wagenlenkern als Rennpferde oder Quadrigen gekennzeichnet sind, gehörten zu einem Zirkusspiel, dessen Spielweise zunächst unbekannt war. Erst im Zusammenhang mit Spielbrettern aus Nordafrika, die einen Rennbahngrundriss zeigen, kann ein Zirkusspiel rekonstruiert werden. Auffallend ist, dass die Zeugnisse für dieses Spiel fast ausnahmslos aus Städten stammen, in denen ein Zirkus nachgewiesen oder zumindest anzunehmen ist. Darüber hinaus lassen sich offenbar Namen auf den Spielsteinen mit damals berühmten Rennpferden und Wagenlenkern verbinden. 2016-12-15T14:58:49+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34540 Zum Goldreichtum der "norischen Taurisker". Lägerstätten versus antike Quellen 2017-01-12T14:38:13+01:00 Alfred Pichler nemethova.petra@gmail.com Paul Gleirscher nemethova.petra@gmail.com Polybios (Polyb. 34, 10, 10-14 bzw. Strabon, Geogr. IV 6, 12 C 208) zufolge stieß man zwischen 150 und 130 v.Chr. bei den »norischen Tauriskern« auf eine außergewöhnlich reiche Goldlagerstätte. 0,5cm große Nuggets mit einem Gewicht zwischen 5 und 8g werden beschrieben. Es muss sich demnach um eine sekundäre Lagerstätte (Seifengold) in schotterig-sandigen Ablagerungen handeln. Im keltischen Noricum bzw. in Kärnten entspricht dem nur die Lagerstätte Kliening/Hofbauersiedlung/Wiesenau« im Lavanttal. Doch sprechen deren Kleinheit, die geringe Ausdehnung der zugehörigen primären Lagerstätte und die Erträge aus historischer Zeit gegen eine solche Zuordnung. Aus lager stättenkundlicher Sicht - und ebenso in einem mitunter als tauriskisch bezeichneten Gebiet gelegen - bieten die Goldseifen von Bessa, östlich von Ivrea im Stammesgebiet der Salasser gelegen, sämtliche der von Polybios geforderten Eigenschaften; zudem haben sie wie auch die zugehörige primäre Lagerstätte von Brusson in den Walliser Alpen die zu erwartende Größe. Folgt man der Charakterisierung und Mengenangabe des von Polybios beschriebenen Goldfundes, stellt sich demnach die Frage, ob Strabon den Text des Polybios nicht erheblich verballhornt und den bemerkenswerten Goldfund irrtümlich vom Gebiet der Salasser bzw. »westalpinen Taurisker« in das Gebiet der ostalpinen bzw. »norischen Taurisker« verlegt hat. 2016-12-15T14:58:43+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28495 Burnt animal remains from Federmesser sites in the Netherlands 2017-01-12T14:38:12+01:00 Roel C. G. M. Lauwerier nemethova.petra@gmail.com Jos Deeben nemethova.petra@gmail.com Untersuchungen an einigen spätpaläolithischen Federmesser-Fundplätzen (besonders Doetinchem und Wierden) aus der niederländischen Sandregion haben erstmals größere Mengen verbrannter Tierknochen ergeben. Trotz der geringen Identifizierbarkeit der zumeist gänzlich weiß calzinierten kleinen Tierreste und der offenen Frage ihrer Repräsentativität haben die hier vorgestellten Ergebnisse doch größere Relevanz für unsere Region. Demnach nutzten die Menschen der Federmesser-Gruppen Elch, Pferd, Wildschwein, Hase, Biber und verschiedene Fische (Hecht, Lachs, Karpfen). Belege für primäre Zerlegungsreste aus Doetinchem zeigen, dass dieser Platz der Zerlegung von Säugern und Fischen diente. Einige Knochen- und wenige Geweihreste könnten auf ihre artifizielle Zurichtung verweisen. Insgesamt erlauben die Tierreste die Rekonstruktion einer weitgehend geschlossenen Bewaldung mit größeren offenen Flächen sowie stehender bzw. schwach fließender Gewässer zur allerodzeitlichen Besiedlung der Region. 2016-12-15T14:58:33+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34539 Spätbronzezeitliche Kammhelme an transalpinen Fernhandelsrouten 2016-12-15T13:25:33+01:00 Andreas Lippert nemethova.petra@gmail.com Mathias Mehofer nemethova.petra@gmail.com Vor Kurzem wurde am Nordfuß der Hohen Tauern das Fragment eines bronzenen verzierten Kammhelms gefunden. Es lag in der Uferböschung des Anlaufbachs im Bereich der unteren Passstrecke über den Korntauern. Schon 1838 wurde am Pass Lueg (Golling), am nördlichen Alpenrand Salzburgs, zusammen mit einem Lappenbeil, Bergbaugeräten und Kupfergusskuchen, ein gut erhaltener Kammhelm mit Wangenklappen derselben Form und Verzierung gefunden. Die Hälfte eines absichtlich zerstörten weiteren Kammhelms vom selben Typ gelangte im Jahr 2002 in einem umfang - reichen Bronzedepot in Moosbruckschrofen am Pillersattel (Fließ bei Landeck, Nordtirol) zum Vorschein. Die in einem interdisziplinären Forschungsprojekt untersuchten Helme stellen kultische Opferdepots an bedeutenden alpinen Übergängen dar und werfen so auch ein Licht auf die spätbronzezeitlichen Handelsbeziehungen. Metallurgische Untersuchungen an den bronzenen Helmen zeigen, dass die benutzten Kupfersorten aus Kupferkiesen im Nahbereich des Mitterbergs bei Bischofshofen stammen. Herstellungstechnische Beobachtungen weisen auf Werkstätten, die in engem Kontakt zueinander standen. Die Helmfunde können darüber hinaus wahrscheinlich mit wagenfahrenden Potentaten im nördlichen Alpenvorland in Verbindung gebracht werden, die die Kupfergewinnung und den Kupferhandel kontrollierten. 2016-12-15T09:21:56+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34538 Neolithische Pfeilspitzen und ein Dolchhalbfabrikat aus Kahla-Löbschütz (Saale-Holzland-Kreis). Überlegungen zur zeitlichen Einordnung bestimmter Silexgeräte 2018-09-03T12:57:13+02:00 Sebastian Pfeifer nemethova.petra@gmail.com Im umfangreichen magdalénienzeitlichen Oberflächenfundmaterial von Kahla Löbschütz kamen auch drei neolithische Silexpfeilspitzen und ein Dolchhalbfabrikat zutage. Ihre typologische Ansprache wird begründet und ihre chronologische Stellung diskutiert. 2016-12-15T08:56:06+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34537 Gläserne Widderkopfperlen aus der Eisenzeit 2016-12-15T13:25:34+01:00 Markus Egg nemethova.petra@gmail.com In diesem Aufsatz werden die bunten Widderkopfperlen aus der unterkrainischen Hallstattkultur/Dolenjsko-Gruppe, die zu den »Highlights« der hallstattzeitlichen Glaskunst zählen, zusammengestellt. Die figuralen Perlen tauchen im 6. Jahrhundert v.Chr. auf; die große Masse entstammt dem 5. Jahrhundert, und die letzten Nachzügler erscheinen noch in der Stufe Lt B2. Die meisten Widderkopfperlen finden sich dabei im Südteil von Unterkrain/Dolenjsko. Bemerkenswerterweise treten etwa gleichzeitig auch im Mittelmeerbecken gläserne Widderkopfperlen auf, deren Herstellung den Phöniziern bzw. Puniern zugeschrieben wird. Einige Indizien sprechen dafür, dass die punisch-phönizischen Perlen etwas älter sind und die slowenischen Perlen von diesen Vorbildern herzuleiten sind. Mehrere Details be legen, dass die slowenischen Widderkopfperlen einer lokalen Produktion entstammten. Es besteht die Vermutung, dass das Tragen von Widderkopfperlen letztendlich auf eine ägyptische Tradition zurückzuführen sein könnte. 2016-12-14T16:27:41+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34536 "Stirb an einem anderen Tag" – Schussverletzung eines Rentiers vom Magdalénienfundplatz Kesslerloch bei Thayngen (Kt. Schaffhausen) 2016-12-15T13:25:34+01:00 Hannes Napierala nemethova.petra@gmail.com Markus Höneisen nemethova.petra@gmail.com Martin Trautmann nemethova.petra@gmail.com Der Magdalénienfundplatz Kesslerloch wurde bereits vor mehr als 100 Jahren ausgegraben. Die kürzlich erfolgte Neubearbeitung der Faunenreste erbrachte einige interessante Entdeckungen, darunter den Unterkiefer eines Rentiers, in dem ein Silexfragment steckt. Es kann gezeigt werden, dass der Silex wahrscheinlich ein Fragment einer seitlichen Bewehrung einer Kompositspitze darstellt. Außergewöhnlich ist die Tatsache, dass diese Verletzung nicht mit dem Tod des Tiers einherging, das noch fast zwei Wochen weiterlebte. 2016-12-14T16:21:38+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34535 Zur Chronologie bronze- und früheisenzeitlicher Kammhelme 2018-10-01T10:29:34+02:00 Gerhard Tomedi nemethova.petra@gmail.com Markus Egg nemethova.petra@gmail.com Die von A. Lippert auf Basis einer Seriation stilistischer und technischer Details vorgeschlagene neue Abfolge der Kammhelme hält wegen der technisch unzureichenden Definition dieser Merkmale einer kritischen Überprüfung nicht stand. Er setzt sich mit der bisher gültigen Typologie nicht auseinander und lässt die wenigen durch Vergesellschaftung mit anderen Funden datierten Helmfunde außer Acht, was zu groben Fehleinschätzungen führen muss. Dieses Missverhältnis tritt besonders deutlich bei den aus Italien stammenden Kammhelmen zutage, die aufgrund ihrer vielfachen Vergesellschaftung mit Beifunden in ein sehr feines Chronologienetz eingebunden sind. Aber anstatt seine Seriation auf Fehler hin zu überprüfen, schlägt er auch für die italischen Varianten eine neue Chronologie vor, die alle bisherigen Abfolgen auf den Kopf stellt und wohl kaum der antiken Realität entspricht. Ziel der Studie ist neben einer kritischen Revision der Chronologie auch die kulturhistorische Lokalisierung der Helme der Form Pass Lueg. Die präzisen werktechnischen Untersuchungen von J. Lutz und M. Mehofer zu diesen frühen Schutzwaffen zeigen nämlich die gestalterische Intention sowie die zahlreichen Arbeitsschritte zur Fertigung dieser herausgehobenen Objekte und ebnen damit den Weg zur sozioökonomischen Bewertung dieser qualitätvollen Schutzwaffen. 2016-12-14T15:24:33+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34534 Zur Deutung von Orantenreliefs auf Scheibenfibeln der Karolingerzeit 2019-04-09T17:14:52+02:00 Mechthild Schulze-Dörrlamm nemethova.petra@gmail.com <p>Zwei bislang kaum bekannte Typen gegossener Scheibenfibeln aus der Karolingerzeit tragen das Relief einer Person (en face) mit betend erhobenen oder ausgebreiteten Armen. Diese namenlosen Oranten haben zwar keinen Nimbus, stellen aber Heilige dar, die identifizierbar sind. So handelt es sich bei der Halbfigur einer stehenden Person mit betonter Taille um die Gottesmutter (Maria Orans). Dagegen dürfte der auf seinem Pferd sitzende Reiter mit ausgebreiteten Armen Martin von Tours († 397) sein, der Nationalheilige der Franken. Ihn konnte man auf den winzig kleinen Scheibenfibeln zwar nicht bei der berühmten Mantelteilung darstellen, aber mit betenden Händen, die zwei Hälften des geteilten Mantels zu tragen scheinen. Das ungewöhnliche Bildmotiv aus dem 9. Jahrhundert ähnelt dem Orantenreiter auf westfränkischen Zierscheiben des 6./7. Jahrhunderts in erstaunlicher Weise. Deshalb könnten Zierscheiben dieses Typs die ältesten, archäologischen Spuren der Martinsverehrung sein.</p> 2016-12-14T14:17:33+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34533 A Bearded Face-Mask Helmet from the Collection of the National Museum in Belgrade. An Example of Mutual Influences of Armament Traditions at the Roman Frontier 2019-04-09T17:14:32+02:00 Andrey E. Negin nemethova.petra@gmail.com <p>Dieser Aufsatz behandelt einen einzigartigen Maskenhelm, der 1854 gefunden wurde und im Nationalmuseum in Belgrad verwahrt wird. Er zeigt Einflüsse aus verschiedenen Kulturen: Einerseits war das Stück mit hoher Kunstfertigkeit im römischen Stil hergestellt, andererseits ist der bärtige Helm aus dem Nationalmuseum in Belgrad ungewöhnlich, aufgrund seiner Gestaltung und der Tatsache, dass die Verwendung unterschiedlicher Bewaffnungstraditionen nachzuweisen ist. Die Unterkante ist ein gebogener Saum mit vielen Löchern für ein Futter oder einen angehängten Nackenschutz aus Lamellen oder Schuppen. Dies ist untypisch für römische Helme und war bei der römischen Armee nur von Angehörigen östlicher Auxiliareinheiten verwendet worden. Eine ähnliche Lochreihe am Rand kann man bei einem anderen, ungewöhnlichen Stück aus Bryastovets / BG beobachten. Der Nachweis dieser Konstruktionsdetails an römischen Paradehelmen ist ein direkter Beleg dafür, dass der Besitzer des Helmes ein östlicher Auxiliar gewesen sein könnte, da ein geschuppter Nackenschutz Bestandteil einiger sarmatischer Helme des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. war.</p> 2016-12-14T14:17:31+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34531 Inhalt 2018-09-04T11:14:29+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-12-14T14:17:29+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34532 Zu einem Knochenkamm der Linienbandkeramik aus Friedberg B3a km 19 (Wetteraukreis) 2019-04-09T17:14:21+02:00 Johanna Ritter nemethova.petra@gmail.com <p>Die bandkeramische Fundstelle Friedberg B3a km 19 wurde im Jahr 2007 ausgegraben und 2013 bearbeitet. Die Besiedlung erstreckt sich dort vom Beginn der Mittleren LBK bis zu deren Ende. In einer Siedlungsgrube trat einer der seltenen frühjungsteinzeitlichen Knochenkämme zutage, der in die jüngste LBK einzuordnen ist. Aufgrund seiner Morphologie ergeben sich unterschiedliche Verwendungshypothesen, worunter die des Steckkammes am wahrscheinlichsten ist.</p> 2016-12-14T14:17:29+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34527 Les faux-monnayeurs au travail. Réflexions à partir de quelques moules en terre cuite du 3e siècle apr. J.-C. conservés au Musée de Normandie à Caen 2019-04-09T17:11:14+02:00 Pierre-Marie Guihard nemethova.petra@gmail.com <p>Falschmünzer bei der Arbeit. Überlegungen zu einigen Tongussformen des 3. Jahrhunderts n. Chr. aus dem Bestand des Musée de Normandie in Caen Die vier Münzgussformen aus Ton der Sammlung L. Gosselin im Musée de Normandie dienten dazu, Denare der Zeit des Caracalla und Elagabal zu gießen. Die Analyse des Herstellungsverfahrens zeigt, dass das Nachgießen ein Arbeitsvorgang war, der ein fundiertes Wissen über die Arbeitstechniken von Töpfern und Metallgießern erforderte. Aber nach den Funden ist der Einsatz von mehreren Personen mit unterschiedlichen Kompetenzen nicht unbedingt Voraussetzung. Vor allem scheint das Nachgießen als eine bescheidene Aktivität mal in Metall-, mal in Hinterhofwerkstätten ausgeübt worden zu sein. Diese archäologisch gut dokumentierten Befundsituationen könnten tatsächlich auf eine alleinige Produktion von nachgegossenen Falschmünzen als Nebentätigkeit von Bronzehandwerkern schließen lassen. Eventuell wurde diese Arbeit in den Hinterhof verlagert bzw. an weitere Personen im Umfeld übertragen. In jedem Fall ist das Nachgießen von Münzen eine Aktivität im städtischen Umfeld, eine kleine betrügerische Tätigkeit, die so nahe wie möglich an den Konsumenten stattfand: in Städten, wo die Herstellung von Falschmünzen die besten Aussichten hatte, ein vom Geldverkehr geprägtes Alltagsleben möglichst gut auszunutzen.</p> 2016-12-14T14:17:18+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34525 The Artist Formerly Known as Batavus: a Reinterpretation of a Graffito from Velsen (prov. Noord-Holland / NL) 2019-04-09T17:10:49+02:00 Marenne Zandstra nemethova.petra@gmail.com <p>Ein Graffito auf einer Terra Sigillata-Scherbe, die von dem römischen Millitärplatz in Velsen stammt, wurde bisher als Besitzername BATAVI, »(Eigentum) des Batavus« gelesen. Hier wird eine andere Interpretation vorgeschlagen: Es wird dargelegt, dass der Graffito vielmehr als BATONIS, »(Eigentum) des Bato«, zu lesen ist. Bato ist ein Eigenname illyrischer Herkunft, der besonders häufig bei Männern aus pannonischen Stämmen war. Die vermutete Anwesenheit eines Soldaten aus dieser Region in Velsen wird zudem durch andere archäologische Funde gestützt, da aus Velsen auch verschiedene Bestandteile norisch-pannonischer Frauentracht stammen.</p> 2016-12-14T14:17:15+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34524 Der Magdalénien-Fundplatz Oelknitz (Saale-Holzland-Kreis) – die Ausgrabung von 1932 2019-04-09T17:10:33+02:00 Clemens Bock nemethova.petra@gmail.com Sandra Friedow nemethova.petra@gmail.com Vincent Haburaj nemethova.petra@gmail.com Volker Neubeck nemethova.petra@gmail.com Clemens Pasda nemethova.petra@gmail.com Rolanda Roa Romero nemethova.petra@gmail.com Dirk Vökler nemethova.petra@gmail.com Juliane Weiß nemethova.petra@gmail.com <p>Die Ergebnisse der ersten, im Jahr 1932 durchgeführten Ausgrabung werden vorgestellt und zusammen mit denen der 1957-1967 erfolgten Großgrabung diskutiert. Die radiometrischen Daten und die Steingerätetypologie legen eine mehrfache Begehung der Lokalität zumindest von GS-2a bis GI-1e nahe. Analog zu anderen Fundplätzen führte die Nutzung von Feuer zu großflächigen Streuungen von Gesteinen. Die Entstehung der in beiden Ausgrabungen nachgewiesenen Hohlformen bleibt unklar: Der magdalénienzeitliche Fundhorizont erfuhr vermutlich noch im Pleistozän periglaziale und bioturbate Störungen, im darauffolgenden Holozän neben Abtragung vor allem starke kolluviale Bedeckung. In der Spätbronzezeit erfolgten intensive Eingriffe ins Liegende durch Anlage eines Urnengräberfelds, in der Neuzeit Störungen durch Baumbewuchs und Raubgräber.</p> 2016-12-14T14:17:10+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34526 Inhalt 2017-01-12T09:22:35+01:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-12-14T14:17:10+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34528 Inhalt 2018-09-03T11:03:12+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-12-14T14:16:58+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34529 Eine kommunikative Bilderwelt? Anmerkungen zu einer angelsächsischen Gürtelschnalle aus Burwell (Cambridgeshire / GB) 2019-04-09T17:13:08+02:00 Alexandra Hilgner nemethova.petra@gmail.com <p>Im Rahmen des Projektes »Weltweites Zellwerk« wurde eine Gürtelschnalle aus Burwell untersucht. Als Ergänzung zu den Granatanalysen, deren Veröffentlichung noch aussteht, wird hier vor allem die Ikonographie eines zoomorphen Elements besprochen, mit dem die Schnalle verziert ist. Dabei handelt es sich um ein doppelköpfiges Tier mit Schlangenkörper und Vogelköpfen. Das Motiv ist im frühen Mittelalter populär, obwohl Vorläufer des Motivs ihren Ursprung bereits in der Antike haben. Ein zeitgleiches Vergleichsstück stellt ein interessantes Bindeglied dar, das die Schnalle aus Burwell mit der Bildersprache des vendelzeitlichen Schweden in Verbindung bringt. Im Rahmen stilistischer Vergleiche wird dargelegt, dass es sich bei dem Motiv auf der Gürtelschnalle von Burwell vermutlich um ein verkürztes Bildmotiv, ein Chiffre, handelt. Dieses gehört zu einer Bildformel, die für das 7. Jahrhundert vor allem für den nordwestlichen Teil Europas sehr häufig belegt ist.</p> 2016-12-14T14:16:58+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34523 Keramische Luxuswaren aus den spätmittelalterlichen Töpfereien von Mayen (Lkr. Mayen-Koblenz). Anmerkungen zu Siedlung, Werkstätten und zwei Krugfragmenten mit anthropomorphen Verzierungen 2019-04-09T17:09:40+02:00 Lutz Grunwald nemethova.petra@gmail.com <p>Im Spätmittelalter fertigten die überregional bedeutenden Mayener Töpfereien weiterhin in großen Mengen Keramik an. Neben der Massenware für den täglichen Gebrauch wurden auch exquisite Einzelstücke mit anthropomorphen Verzierungen hergestellt, die als keramische Luxusware anzusehen sind. Die bei den beiden Mayener Fundstücken vorhandenen Gesichtsausschmückungen weisen mit ihren Darstellungen auf eine wohlhabende Nutzerschicht hin. Solche Gefäße dürften bei Bürgertum, Klerus und Adel im Rahmen von Festlichkeiten zum Einsatz gekommen sein und als Vermittler des neuen Selbstwertgefühls der sozialen Eliten gedient haben. Auslöser für diese neue spätmittelalterliche Facette der Keramikverschönerung waren wohl orientalische Gefäße, die während des 2. und 3. Kreuzzuges nach Europa gelangten. Diese Verzierungsart wurde auch im Rheinland beliebt, konnte man so doch die neue selbstbewusste Sichtweise der Oberschicht und ihre Selbstdarstellung plastisch vor Augen führen.</p> 2016-12-14T14:16:40+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34522 Engraved Amphora Dies from Toulouse "Caserne Niel" (dép. Haute-Garonne): New Evidence Concerning their Function 2019-04-09T17:09:22+02:00 Matthew E. Loughton nemethova.petra@gmail.com <p>Dieser Artikel beschreibt und diskutiert 17 Amphorenstempel mit eingravierten Darstellungen, die in der späteisenzeitlichen Handels- und Gewerbesiedlung von Toulouse in Südwestfrankreich gefunden worden waren. Diese Gegenstände bestehen normalerweise aus einem Amphorenhenkel oder -fuß, bei dem ein oder beide Enden glatt poliert und dann graviert wurden. Derartige Objekte stammen hauptsächlich aus Kontexten, die mit dem Schlachten von Tieren, aber auch mit anderen Gewerbeaktivitäten in Zusammenhang gebracht werden und die von ca. 200/180 v. Chr. bis zum Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. datieren. Es wird dargelegt, dass die Stempel zur Verzierung von Stoffen dienten, aber auch zum Kennzeichnen und Registrieren von Waren, die produziert oder umgepackt wurden, zum Siegeln und Stempeln von Dokumenten oder um Stempel auf Amphorenverschlüsse anzubringen, die am Fundort in Stand gesetzt oder umgefüllt wurden.</p> 2016-12-14T14:16:36+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34521 A New Fragment of a Hispano-Chalcidian Helmet from Castillejo (prov. Soria) in the RGZM 2019-04-09T17:09:11+02:00 Raimon Graells i Fabregat nemethova.petra@gmail.com Alberto J. Lorrio nemethova.petra@gmail.com Miguel F. Pérez Blasco nemethova.petra@gmail.com <p>Dieser Artikel beschäftigt sich mit einem neuen Fragment eines hispano chalkidischen Helmes. Es wurde zwischen den Funden, die A. Schulten in der Umgebung von Numantia ausgegraben hatte, entdeckt. Die Typologie und der Fundort tragen dazu bei, den Bestand dieses Helmtyps auf nun 33 Exemplare zu erhöhen und deren keltiberischen Charakter zu unterstreichen. Gleichzeitig ist nun eine Diskussion über die Metallzusammensetzung der Gruppe möglich sowie einige Überlegungen zur letzten Stufe ihrer Entwicklung am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr.</p> 2016-12-14T14:16:31+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34520 Zur Absolutdatierung der urnenfelderzeitlichen Kupfergewinnung im südöstlichen Niederösterreich 2019-04-09T17:08:33+02:00 Peter Trebsche nemethova.petra@gmail.com <p>Erstmals wurde für das urnenfelderzeitliche Kupferbergbaugebiet Prein – Prigglitz – Sieding – Kulmberg (Bez. Neunkirchen) eine Serie von 14C-Proben gemessen, um Daten zur absoluten Chronologie zu erhalten. Bislang wurde vermutet, dass in dieser Gegend hauptsächlich während der Stufe Ha A Kupfer gewonnen wurde. Aus unterschiedlichen Gründen gelang es nur für vier Fundstellen geeignete Proben zu erhalten. Die mehrphasige Bergbausiedlung von Prigglitz-Gasteil begann demnach im Zeitraum 1063-961 BC und endete 957-857 BC, während eine Probe des Schmelzplatzes Prein P III in die Zeit 926-841 BC datiert (jeweils 1σ-Wahrscheinlichkeit). Diese Ergebnisse sind deutlich jünger als die traditionelle Datierung in die Stufe Ha A, weshalb auch die relativchronologische Einordnung der aussagekräftigen Bronzefunde diskutiert wird. Darüber hinaus lieferte die Probenserie vereinzelt Hinweise auf hoch- und spätmittelalterliche Nutzung der urnenfelderzeitlichen Fundstellen.</p> 2016-12-14T14:16:26+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34518 Inhalt 2017-01-11T15:58:29+01:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-12-14T14:16:18+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/34519 Die steinzeitlichen Oberflächenfunde von Ahlendorf (Saale-Holzland-Kreis) 2019-04-09T17:08:09+02:00 Peter Balthasar nemethova.petra@gmail.com <p>Der Oberflächenfundplatz Ahlendorf nimmt seit etwa 60 Jahren eine wichtige Stellung im mitteldeutschen Magdalénien ein. Gut 4000 Steinartefakte wurden hier geborgen. Charakteristisch ist eine klingen- und lamellenbasierte Grundproduktion, wie sie für das Magdalénien typisch ist. Dies wird sowohl durch die Grundformnutzung als auch durch die Kerne belegt. Die Artefakte geben Hinweise auf die primäre Verwendung der direkten weichen Schlagtechnik. Eine eindeutige Zuordnung sowohl zur Nebraer Gruppe als auch zum Inventartyp Saaleck ist nicht möglich. Stattdessen erscheint das Inventar mehr wie eine Vermischung beider Gruppen. Spätere und frühere Einordnungen sind nach aktuellem Kenntnisstand gänzlich auszuschließen. Sowohl die Zwischenstellung des Inventars als auch eine auffällige Größenselektion bei den Artefakten machen weitere Forschung zu dem Fundplatz nötig.</p> 2016-12-14T14:16:18+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/31599 Eine karolingerzeitliche Thronlehne aus Mainz. Erneut zur Deutung der umstrittenen Steinplatte mit Rankenreliefs aus der Stadionerhofstraße 2018-10-01T10:29:34+02:00 Mechthild Schulze-Dörrlamm, Bemmann@ub.uni-heidelberg.de Das Fragment einer mit Rankenreliefs verzierten Kalksteinplatte, die 1911 in der Mainzer Stadionerhofstraße zutage gekommen war, galt bisher als Seitenlehne eines Thrones. Kürzlich wurde sie von E. Tóth als Überrest einer rechteckigen, <br />»pannonischen« Tischplatte des 2./3. Jahrhunderts gedeutet, für die eine Breitseite mit kleinem, halb- oder dreiviertelkreisförmigem Segment sowie eine grob behauene, rückwärtige Breitseite typisch waren. Von ihnen unterscheidet sich <br />die Mainzer Platte aber nicht nur durch die außergewöhnliche Größe ihres Segments, dessen Innenkante zudem als Einzige mit Reliefs verziert ist, sondern auch durch eine völlig glatte Kante, die als Standfl äche diente. Es kann sich daher nur um die viertelkreisförmig gekehlte Seitenlehne eines Thrones handeln, die durch ihre Form sowie die Spiralrankenreliefs auf ihren Oberkanten in die Karolingerzeit (Mitte bis 2. Hälfte des 8. Jhs.) datiert wird. Als Teil eines steinernen, also ortsfesten Herrscherthrones, der dem Aachener Kaiserthron in Form und Machart gleicht, ist sie ein archäologisches Indiz dafür, dass in Mainz eine Pfalz Karls des Großen gestanden haben dürfte. 2016-06-24T08:35:38+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/31272 Silexfunde aus dem Mittelpleistozän von Bilzingsleben (Lkr. Sömmerda) 2016-10-20T07:18:47+02:00 Carmen Liebermann Bemmann@ub.uni-heidelberg.de Clemens Pasda bemmann@ub.uni-heidelberg.de Die Silexfunde aus der mittelpleistozänen Travertinfundstelle Bilzingsleben werden einer Revision unterzogen. Hierzu wird die Forschungsgeschichte erörtert und die Ergebnisse jüngster Ausgrabungen vorgestellt, die explizit dem geologischen Kontext gewidmet waren und ohne Selektion artefaktähnlicher Stücke vonstattengegangen sind. Als Ergebnis wird eine Grauzone formuliert, deren äußere Grenzen eindeutige Nichtartefakte und artefaktähnliche Exemplare bilden, die jedoch insgesamt diffus bleibt, qualitativ nicht zu beurteilen und damit auch quantitativ nicht zu erfassen ist. 2016-06-15T14:44:03+02:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21798 Parierstange kontra Pferdeschmuck: Bemerkungen zur Fehlinterpretation eines Sondenfundes 2016-10-20T07:17:55+02:00 Rainer-Maria Weiss nemethova.petra@gmail.com Ein Sondenfund aus der ostwestfälischen Wüstung Wietheim bei Bad Lippspringe (Kr. Paderborn) ist fälschlich als Pferdeschmuck mit Tierkopfenden skandinavischer Herkunft aus dem frühen 9. Jahrhundert interpretiert worden. Tatsächlich handelt es sich um die Parierstange eines spätmittelalterlichen Dolches der Zeit um 1400, wie ein weitgehend identisches Ver gleichs stück an einem intakten Dolch belegt. 2016-02-18T13:24:04+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21797 Wikingerzeitliche Münzfunde des südschwedischen Zentralplatzes von Uppåkra 2016-10-20T07:17:54+02:00 Michael Müller-Wille nemethova.petra@gmail.com Dank neuerer Untersuchungen lassen sich die derzeit bekannten Münzfunde der drei frühmittelalterlichen Handelsplätze von Ribe (DK), Hedeby/Haithabu (D) und Kaupang (N) sowie des Zentralortes von Uppåkra (S) hinsichtlich Anzahl, Herkunft und Zeitstellung bestimmen. Im Mittelpunkt stehen Münzfunde des 8. und 9. Jahrhunderts, die sowohl den »Westen« (Sceattas und karolingische Prägungen) als auch den »Osten« (byzantinische und arabische Prägungen) repräsentieren. In den letzten Jahren haben Detektorbegehungen zu einem erheblichen Fundzuwachs geführt. 2016-02-18T13:24:02+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21796 Ein altes Bergwerk und ein Experiment – zur antiken und mittelalterlichen Technik der Tuffsteingewinnung 2016-10-20T07:17:52+02:00 Holger Schaaff nemethova.petra@gmail.com Spätestens seit den Forschungen von Josef Röder zu den antiken Tuffsteinbrüchen in der Pellenz wissen wir, wie der wertvolle Baustein zu römischer Zeit gewonnen wurde. Die 1957 von ihm beschriebene Technik des Steinbrechens in großen Quadern konnte nun erstmals in einem archäologischen Experiment überprüft werden. Dabei stellte sich heraus, dass diese Methode des Steinbrechens sehr gut funktioniert und deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt als bislang in der archäologischen Forschung vermutet: Zwei Steinbrucharbeiter benötigten für das Brechen eines Quaders mit den Maßen 1,8×1,2×0,45 m etwa einen achtstündigen Arbeitstag. Für die Weiterverarbeitung zu kleineren Quadern und Werksteinen kann ein weiterer Tag veranschlagt werden. 2016-02-18T13:24:01+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21795 Ein latènezeitlicher Zierknopf im Plastischen Stil 2016-10-20T07:17:51+02:00 Felix Müller nemethova.petra@gmail.com Der kalottenförmige Bronzeknopf mit eiserner Öse besitzt einen Durchmesser von nur 3,5 cm. Eine unbestätigte Herkunftsangabe nennt »untere Donau«. Die hervorragend erhaltene Oberfläche trägt einen Dreiwirbel im Plastischen Stil (3. Jh. v. Chr.). Erkennbar ist das sich dreimal wiederholende Auge eines raubvogelartigen Tieres. Knöpfe dieser Form konnten als Schildbeschläge und als Panzerverschlüsse dienen, sie stammen jedenfalls immer aus Kriegergräbern. Eine Herkunft des vorgelegten Knopfes aus dem unteren Donauraum scheint möglich. 2016-02-18T13:24:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21794 Das Brotopfer aus dem Ipweger Moor – oder warum die vorgeschichtlichen Wagen nicht abgebrannt sind 2016-10-20T07:17:50+02:00 Erhard Cosack nemethova.petra@gmail.com Im nordöstlich der Stadt Oldenburg gelegenen Ipweger Moor musste 1989 der Teilbereich eines von der Zerstörung bedrohten Bohlenweges untersucht werden, der in die Zeit um 713/712v. Chr. datiert. Dabei konnte direkt unter dessen Bohlen ein Fundobjekt geborgen werden, das wegen seiner Form und der sich in seiner Oberfläche abzeichnenden Getreidereste als Brot interpretiert worden ist. Bei weiteren Untersuchungen hat sich dessen Substanz dann als Bienenwachs erwiesen, worauf in diesem Fundstück ein Brotimitat als Opfer an die Götter gesehen wurde. Diese Interpretation ist in der vorliegenden Arbeit überprüft worden, wobei sich unter Abwägung aller Befunde eine gänzlich andere Deutung ergibt, die letztlich auf einem sehr realistischen Hintergrund beruht. 2016-02-18T13:23:58+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21793 Inhaltsverzeichnis 2016-10-20T07:17:49+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:23:56+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/22829 Bog sites and wetland settlement during the Mesolithic: research from a bog in central Scania, southern Sweden 2016-10-20T07:17:56+02:00 Lars Larsson nemethova.petra@gmail.com Arne Sjöström nemethova.petra@gmail.com Die Moore Ageröds Mosse und Rönneholms Mosse, die insgesamt eine Fläche von 12km² umfassen, nehmen in Zentralschonen (Südschweden) den nordwestlichen Arm des Ringsjö Beckens ein. Bereits in den 1940er- und 1970er- Jahren wurden am Rand wie auch innerhalb des Ageröds Mosse mehrere frühmesolithische Fundstellen untersucht. Als man dann begann, im Rönneholms Mosse großflächig Torf zu gewinnen, waren dort ab der Mitte der 1990er-Jahre neue Forschungen notwendig geworden. Hierbei sind mehrere größere (base camps) und über 100 kleinere Fundstellen erfasst und ausgegraben worden. Letztere beinhalteten meist nur eine Feuerstelle und etwas Fundmaterial (Abfall) darum herum. Auch Streufunde sind häufig entdeckt worden, so z.B. Knochengeräte, aber ebenso mehrere Depots aus eng zusammenliegenden Feuersteinklingen sowie isolierte Reste von Abfallschichten. Ein besonderer Fund ist eine Pfeilspitze aus Haselholz mit den noch erhaltenen aufgeklebten Mikrolithen. 2016-02-18T13:23:56+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21792 Celtic Fields und andere urgeschichtliche Ackersysteme in historisch alten Waldstandorten Schleswig-Holsteins aus Laserscan-Daten 2018-09-03T12:57:13+02:00 Volker Arnold nemethova.petra@gmail.com Das neue, in Schleswig-Holstein vorliegende, engmaschige Laserscan-Höhengitter ermöglichte es, in Altwäldern zahlreiche urgeschichtliche Ackersysteme entweder neu zu entdecken oder erstmals in ihrem gesamten Umfang zu er fassen. Dabei zeigt sich, dass Celtic Fields im eigentlichen Sinne in Wäldern der Altmoräne und flacheren Teilen der Jungmoräne anzutreffen sind, während in der kuppigen Jungmoränenlandschaft eher irreguläre Bank-Senken-Feldsysteme (IBSFs) vorkommen, die zu Terrassensystemen sowie Celtic Fields jeden Übergang bilden können. Außer bei dem in die Zeit um Christi Geburt einzuordnenden Gehege Außelbek bei Ülsby (Kr. Schleswig-Flensburg) bleibt die Datierung für die anderen Ackersysteme offen. Indizien sprechen dafür, dass sie im Einzelfall von Wölbäckern mittelalterlichen Typs überprägt wurden und gelegentlich mit Siedlungsfunden der vorrömischen Eisenzeit oder der älteren römischen Kaiserzeit in Verbindung zu bringen sind. 2016-02-18T13:23:46+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21791 Krieger, dicke Vögel und gehörnte Pferde? Ein Sattelbeschlag aus Mitino (obl. Kaliningrad) 2018-09-03T12:57:13+02:00 Konstantin Skvorzov nemethova.petra@gmail.com Alexandra Pesch nemethova.petra@gmail.com Im Rahmen großflächiger Ausgrabungen auf dem russischen Gräberfeld Mitino bei Kaliningrad wurden Fragmente eines bisher einzigartigen, pressblechverzierten Pferdesattels geborgen. Seine Figuren und Muster datieren ihn gemeinsam mit Beifunden aus derselben Bestattung in die Völkerwanderungszeit. Gute Parallelen kennen die Stempel vorwiegend aus dem skandinavischen Raum. Hier finden sich Vorbilder für all seine Darstellungen. Die Bilder belegen aber nicht nur lose, zufällige Kontakte zwischen diesen Regionen. Als lokale Rezeption fremder Einflüsse sind sie auch ein Zeichen kultureller, vielleicht sogar politischer Verbindungen und Ausdruck des Wunsches nach internationalen Beziehungen. So zeugt der Sattel aus Mitino gemeinsam mit anderen Funden wie etwa litauischen Trinkhornbeschlägen davon, dass bereits in der Mitte des ersten Jahrtausends die Regionen um die Ostsee kulturell zusammenwuchsen. 2016-02-18T13:23:44+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21790 Der Fasanentrinkbecher aus Varpelev mit emailgemalter Inschrift DVB • P • – die Signatur eines Glasdekorateurs 2018-09-03T12:57:13+02:00 Stefan F. Pfahl nemethova.petra@gmail.com Das 1861 in einem Männergrab in Varpelev auf der dänischen Insel Seeland entdeckte, vollständige Glasgefäß der Form Isings 85b mit Emailbemalung trägt als einziges dieser Teilgruppe eine Inschrift. Da es sich um einen Trinkbecher handelt, wurden die vier Buchstaben bislang zu D(a) V(inum) B(onum) P(ie) aufgelöst. Keinerlei Bedeutung maß man den zeilenmittigen Punkten vor und hinter dem Buchstaben P zu, welchen in Inschriften jedoch eine Interpunktionsfunktion zukommt. Daher gehören die ersten drei Buchstaben zusammen, weshalb der Autor von lediglich zwei Wörtern ausgeht und DVB • P(inxit) • liest – die erste emailgemalte römische Künstlersignatur. Eine vollständige Namens rekonstruktion und die damit einhergehende Festlegung des sexus sind dagegen nicht möglich. 2016-02-18T13:23:42+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21789 Spielen an der Grenze – zu zwei römischen Spielbrettern aus dem Limeshinterland 2018-09-03T12:57:13+02:00 Andreas A. Schaflitzl nemethova.petra@gmail.com Das Spielbrett von Nassenfels (Lkr. Eichstätt) lässt sich mit dem ludus XII scriptorum in Verbindung bringen. Hinsichtlich der Ausführung mit Dreiecken auf dem Spielfeld ist dem Autor nur eine Parallele – eine Spieltafel in Autun (Sâone-et-Loire/F) – bekannt. Das Spielbrett wurde flüchtig, aber durchaus mit geübter Hand in einen zum Trocknen ausgelegten Ziegel eingeritzt und diente den Ziegeleiarbeitern zur kurzweiligen Entspannung, bis dieses als Bauziegel ausgeliefert wurde. In einer Villa in Möckenlohe (Lkr. Eichstätt) fanden sich rechteckige Felder für die Kleine Mühle in einen Teller eingeritzt. Beide Beispiele zeigen, dass man sich in der Antike gerne Zeit für ein Spielchen nahm und hierfür oftmals stante pede ein Spielfeld aus gerade vorhandenen Materialien herstellte. Nicht vergessen werden darf jedoch, dass diese Spiele häufig um Geld gespielt wurden, also nicht zwingend der heitere Zeitvertreib im Vordergrund stand 2016-02-18T13:23:40+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21788 Die Siedlung von Sopron-Krautacker (Westungarn) in der jüngeren Latènezeit 2018-09-03T12:57:13+02:00 Manuel Zeiler nemethova.petra@gmail.com Die jüngerlatènezeitliche Phase der Siedlung Sopron-Krautacker lässt sich in vier Siedlungshorizonte gliedern. Großflächige Grubenhäuser und Gruben des Horizonts 1 (Ha D bis Lt B1) werden in Horizont 2 (Lt B2 bis Lt B2/C1) durch kleinere Grubenhäuser und Langbauten abgelöst, gleichzeitig wird die verkleinerte Siedlung eventuell eingefriedet und Metallhandwerk sowie insbesondere die Töpferei spezialisieren sich. Diese Prozesse dauern bis in Horizont 3 (Lt B2/C1 bis Lt C2/D1) an und enden spätestens während des Horizonts 4 (Lt C2/D1 bis Lt D1), als nur noch kleine Weiler ohne nennenswerte Spuren handwerklicher Tätigkeiten außerhalb der Landwirtschaft existierten, wohingegen die benachbarte Höhensiedlung Sopron-Várhely/Burgstall zentralörtliche Funktion bekam. 2016-02-18T13:23:38+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21787 Die Siedlung von Sopron-Krautacker (Westungarn) in der späten Hallstatt- und frühen Latènezeit 2018-09-03T12:57:13+02:00 Franka Schwellnus nemethova.petra@gmail.com Die Siedlung auf dem Krautacker in Sopron lag westlich des Neusiedler Sees inmitten des Ödenburger Beckens im heutigen Ungarn in einem siedlungsgünstigen Naturraum. In der Späthallstattzeit begann die eisenzeitliche Siedlungsphase; die Niederlassung bestand in der Frühlatènezeit – und darüber hinaus – weiter. In dieser Zeit sind Veränderungen in der Produktionsweise und -intensität insbesondere im Bereich der Keramikherstellung zu beobachten, die mit der Einführung der schnell rotierenden Töpferscheibe in Zusammenhang stehen. Die Siedlungsobjekte von Ha D bis Lt A waren offenbar zu Hofgruppen zusammengeschlossen, welche aus Gruben, Grubenhäusern und Pfostengebäuden bestanden. In Lt B1 verlagerte sich das Siedlungsareal in Richtung Nordwesten, wo neue Gebiete aufgesiedelt wurden. Die territoriale Siedlungsstruktur in Hofgruppen wurde zugleich aufgegeben und war nun vermutlich funktionaler orientiert. 2016-02-18T13:23:37+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/21786 Inhaltsverzeichnis 2018-09-03T12:57:13+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:23:36+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28116 Funnel-shaped snaffle bits of the 7th-8th centuries discovered in Transylvania and Slovakia 2016-10-20T07:18:45+02:00 Călin Cosma nemethova.petra@gmail.com Auf dem Gebiet Siebenbürgens und der Slowakei wurden drei Trensen entdeckt, deren Mundstücke identisch sind und die sich gleichzeitig von anderen Trensentypen des 7.-8. Jahrhunderts unterscheiden. Zwei Stücke stammen aus Siebenbürgen, aus Iernut / Sfântu Gheorghe (jud. Mureş/RO) und Săcueni (jud. Bihor/RO). Die dritte Trense kam in einem Grab in Devínska Nová Ves (Bratislava) in der Slowakei zutage. Besonderheiten in der Herstellung und die Form des Gebisses heben diese drei Trensen als einen Sondertyp in der Gesamtheit bekannter Artefakte heraus, die im frühmittelalterlichen Europa entdeckt wurden. Der Typ kann als bewegliche Trensen mit trichterförmigen Mundstücken bezeichnet werden. Die Stücke aus Iernut / Sfântu Gheorghe, Devínska Nová Ves und Săcueni datieren in das 7. Jahrhundert, eine Verwendung besonders in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts, eventuell auch in den ersten Jahrzehnten des 8. Jahrhunderts ist nicht auszuschließen. Alle drei beweglichen Trensen mit trichterförmigen Mundstücken stammen aus dem slawisch-awarischen Milieu. 2016-02-18T13:23:25+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28115 Der jungbronzezeitliche Beckenhort von Norderstapel (Kr. Schleswig-Flensburg) 2016-10-20T07:18:44+02:00 Jens-Peter Schmidt nemethova.petra@gmail.com Martin Segschneider nemethova.petra@gmail.com Im Juli 2010 entdeckte ein Detektorgänger bei Norderstapel ein aus vier Bronzebecken bestehendes Gefäßdepot. Es handelt sich um vier Kreuzattaschenbecken, die mit der Mündung nach unten in einer etwa 60 cm×50 cm großen Grube deponiert worden waren. Alle Fundstücke sind dem Typ B2a nach G. von Merhart zuzuweisen, die vornehmlich in die Stufe Ha B2/B3 datiert werden (Periode V im Norden). Sie dürften im Karpatenbogen selbst oder in den nördlich vorgelagerten Regionen gefertigt worden und von dort in den Norden gelangt sein. Da für die Perioden IV und V aus Schleswig-Holstein bislang keine Bronzegefäße bekannt waren, schließen die Neufunde eine Fundlücke. Der Auffindungsort liegt auf einem Geestrücken, der von den Flussmarschen der Flüsse Eider, Treene und Sorge umgeben ist. Er dürfte im landgestützten Handel entlang der schleswig-holsteinischen Westküste und für die Verbindung zwischen Dithmarschen und Nordfriesland eine Mittlerstellung eingenommen haben, die sich auch in dem Hortfund widerspiegelt. 2016-02-18T13:23:24+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28114 Inhalt 2016-10-20T07:18:43+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:23:23+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28111 Zu Chronologie und Herstellungstechniken der Bandkeramik anhand der Fundstelle Friedberg B3a km 19 (Wetteraukreis) 2018-09-03T11:41:25+02:00 Johanna Ritter nemethova.petra@gmail.com Die bandkeramischen Bereiche der Fundstelle Friedberg B3a km 19 im Wetteraukreis, die im Jahr 2007 ausgegraben wurden, waren 2013 Gegenstand einer Magisterarbeit. Im Zentrum der Untersuchungen stand dabei das Keramikinventar, das durch eine umfassende Auswertung eine Interpretation der bandkeramischen Stilphasen sowie die relativchronologische Einordnung des Fundortes und die Erstellung einer Abfolge von Haugenerationen ermöglichte. Die Siedlungsprozesse, die sich in den fünf Hausgrundrissen sowie mehreren Pfostenlöchergruppierungen manifestierten, scheinen ihren Anfang zu Beginn der frühen mittleren LBK zu haben und setzen sich bis zum Ende der Kulturgruppe fort. Es konnten sieben Phasen bzw. Hausgenerationen unterschieden werden. Da im Keramikinventar keine Brüche in der Entwicklung zu erkennen sind, scheint es sich um eine kontinuierliche Besiedlung des Platzes gehandelt zu haben, die dann am Ende der LBK abbricht und keinerlei Übergänge zum Mittelneolithikum aufweist. 2016-02-18T13:23:13+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28113 Inhalt 2018-09-03T11:41:25+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:23:13+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28110 Magdeburg vor 805 – ein Schauplatz der »frühen sächsischen Besetzung des Magdeburger Raumes«? 2018-09-03T11:19:52+02:00 Babette Ludowici nemethova.petra@gmail.com Der Beitrag informiert über Einzelergebnisse der Auswertung der Grabungen von 1959 bis 1965 auf dem Magdeburger Domplatz zu der damals dort von E. Nickel erfassten und als Befestigungsbau Karls des Großen angesprochenen »Doppelgrabenanlage«. R. Kuhn hat diese Befestigungsgräben 2005 der Völkerwanderungszeit zugewiesen und ihren Bau im Kontext einer mutmaßlichen »sächsischen Besetzung des Magdeburger Raumes« im 6. Jahrhundert vermutet. Auf der Grundlage einer eingehend quellenkritischen Reflektion seiner Datierungsargumente und einer Reihe neu datierter Befunde aus der Nickelschen Altgrabung wird erläutert, dass eine solche historische Einordnung der Gräben allein durch den archäologischen Befund nicht abgesichert werden kann. 2016-02-18T13:23:02+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28109 Ein bemerkenswerter Grabfund der älteren römischen Kaiserzeit aus Nüssau, LA 1 (Kr. Herzogtum Lauenburg) 2018-09-03T11:19:52+02:00 Claus von Carnap-Bornheim nemethova.petra@gmail.com Der Grabfund von Nüssau stellt im nord- und mitteleuropäischen Barbaricum eine seltene Ausnahme dar. Er datiert in die erste Hälfte des 2. Jahrhunderts (Phase B2 spät) und kann mit hoher Wahrscheinlichkeit als weibliche Bestattung verstanden werden. Mit seinem annähernd identischen Paar von Emailbügelfibeln reiht sich das Grab zwar zwanglos in eine große Anzahl von Komplexen mit einer Dreifibeltracht ein. Römische Fibeln sind jedoch wenn überhaupt vorhanden in diesen Kombinationen fast nur als Einzelstücke vertreten. Als Fibelpaar stellen die beiden Emailbügelfibeln eine funktionale Einheit dar, die in dieser Form sicherlich zahlreich in den römischen Provinzen überwiegend von Frauen getragen wurden. Ob mit den beiden Fibeln auch römische Textilien in den Besitz der in Nüssau beigesetzten Frau kamen, kann aufgrund der Brandbestattung nicht mehr geprüft werden. Es erscheint jedoch nicht ganz unwahrscheinlich. 2016-02-18T13:23:00+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28108 Eine Bürgerrechtsurkunde für einen Soldaten in Thrakien aus domitianischer Zeit 2018-09-03T11:19:52+02:00 Barbara Pferdehirt nemethova.petra@gmail.com Der Aufsatz stellt das Fragment eines Militärdiploms vor, das sich heute im Besitz des RGZM befindet. Es handelt sich dabei um eine Bürgerrechtskonstitution von Domitian aus dem Spätjahr 88, spätestens Frühjahr 89 für Auxiliar- und Flottensoldaten, die in Thrakien stationiert waren. Sowohl die im Diplom genannte cohors I milliaria Ituraeorum als auch eine thrakische Flotte waren bisher jeweils nur durch eine Inschrift bekannt. Beide tauchen hier erstmals in einem offiziellen römischen Dokument auf. Zugleich stellt die Konstitution nicht nur den gegenwärtig ältesten Erlass für Thrakien dar, sondern auch den ersten, durch den Angehörige von Heer und Flotte gemeinsam privilegiert wurden. 2016-02-18T13:22:59+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28107 Hedemünden (Lkr. Göttingen) – mehr als nur ein römisches Militärlager 2018-09-03T11:19:52+02:00 Klaus Grote nemethova.petra@gmail.com Im Jahr 2003 wurde im Werratal bei Hedemünden (Lkr. Göttingen) ein römisches Militärlager der augusteischen Zeit entdeckt. Nach Geländeprospektionen und Probegrabungen über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg hat sich die teilweise gut erhaltene Anlage als mehrteiliger logistischer Stützpunkt herausgestellt. Die Lage bezieht sich auf die Kreuzung eines Überlandweges mit dem schiffbaren Fluss der Werra (als Oberlauf der Weser). Mit der Datierung um ca. 11/10-8/7 v. Chr. wird ein Zusammenhang mit den Drusus-Feldzügen von Mainz ausgehend in das rechtsrheinische Gebiet wahrscheinlich. Aufgrund der Befestigung um die zentralen Bereiche I und II sowie der darin erkennbaren Spuren von Holz- und Zeltbebauung ist ein Standlager zu vermuten. Das Fundmaterial bestehend aus Metallobjekten (überwiegend aus Eisen), Keramikscherben, Drehmühlfragmenten und paläobotanischen Resten zeigt das typische Spektrum des militärischen Lageralltags. Im Umkreis bis 5 km Entfernung sind zudem ein weiteres, kleineres befestigtes Lager sowie ein isolierter Posten aus gleicher Zeit nachgewiesen, dazu kommen erste Indizien für umliegende Marschlager. Der Gesamtbefund kann als ein lokales Netzwerk der römisch-militärischen Präsenz während der frühen Okkupationszeit bezeichnet werden. 2016-02-18T13:22:57+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28106 Ein Römerlager auf dem Burgberg bei Hedemünden (Lkr. Göttingen)? 2018-09-03T11:19:52+02:00 Dietwulf Baatz nemethova.petra@gmail.com Der Ringwall Hünenburg auf dem Burgberg bei Hedemünden war kein »Römerlager« der augusteisch-frühtiberischen Epoche. Das ergibt sich bereits aus der Zusammensetzung der Funde. Diese ist völlig verschieden von jener gesichert römischer Militärlager dieser Epoche. Sie entspricht aber prinzipiell derjenigen der beispielhaft erwähnten Fundplätze von Kalkriese (Schlachtfeld) und Döttenbichl bei Oberammergau (Opferplatz). Die augusteischen Funde vom Burgberg lagen in bzw. auf einer relativ dünnen Bodenschicht, in die der Ringwall erst nachträglich wohl im Laufe des 1. Jahrhunderts n. Chr. hineingebaut worden ist. Hinweise auf kultische Deponierung legen nahe, dass die erwähnte augusteische Fundschicht wahrscheinlich von einem germanischen Opferplatz herrührt. Der etwas später entstandene Ringwall diente möglicherweise als Einhegung (»Temenos«) des vermuteten Opferplatzes. Neue Grabungen und Auswertungen sind notwendig, um den überaus interessanten Fundort richtig verstehen und würdigen zu können. 2016-02-18T13:22:55+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28105 A Late Bronze Age tin ingot from Sursee-Gammainseli (Kt. Luzern) 2018-09-03T11:19:52+02:00 Ebbe H. Nielsen nemethova.petra@gmail.com Die kleine Insel Gammainseli liegt im zentralschweizerischen Sempachersee, unweit des Städtchens Sursee (Kt. Luzern). Die Fundstelle, welche neolithische und spätbronzezeitliche Kulturschichten umfasst, befindet sich teilweise unterhalb des heutigen Seespiegels. Die neolithischen Siedlungsspuren datieren wahrscheinlich in die Cortaillod-Zeit. Anhand von dendrochronologischen Analysen sind drei spätbronzezeitliche Besiedlungsphasen im späten 11., 10. und frühen 9. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Im Bereich der Fundstelle wurden bisher keine Ausgrabungen durchgeführt. Im Rahmen von unterwasserarchäologischen Prospektionsarbeiten konnte neben einigen wenigen spätbronzezeitlichen Keramikscherben ein Zinnbarren am Seegrund geborgen werden. Der Barren besteht aus einem relativ reinen Zinn, der mit ca. 1,5 % jedoch einen bemerkenswerten hohen Anteil an Blei aufweist. Trotz metallurgischer und Bleiisotopenanalysen war es nicht möglich, die Herkunft des Rohstoffes eindeutig zu bestimmen. Das Zinn stammt aber wahrscheinlich aus dem Erzgebirge im tschechisch-deutschen Grenzgebiet. Inwiefern das Blei als natürlicher Bestandteil des Zinns oder als eine sekundäre Beimengung gewertet werden muss, bleibt ungeklärt. Der Barren wurde für die Bronzeherstellung teilweise abgebaut. Das ursprüngliche Gewicht muss etwa 700 g betragen haben. Bronzezeitliche Zinnartefakte, Keramik mit Verzierungen aus Zinnfolie wie auch unbearbeitete Zinnfragmente konnten in diversen Schweizer Siedlungen dieser Epoche nachgewiesen werden. Ebenso sind Drähte, Stangen und Schmelztropfen aus Zinn von verschiedenen Fundstellen bekannt und werden als Rohmaterial und Abfall der Bronzeherstellung interpretiert. Zinn wurde demzufolge als reines Metall eingeführt und vor Ort weiterverarbeitet. Einige wenige Funde von Kupferbarren lassen ebenfalls auf eine lokale Bronzeproduktion schließen. Depots mit Bruchmetall wie auch Funde von Bronzebarren belegen aber auch den Handel mit fertig legiertem Metall. 2016-02-18T13:22:52+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28104 Inhalt 2018-09-03T11:19:52+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:22:51+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28103 On the metrology of Birka and early Sigtuna – tools of trade in the Viking Age Lake Mälaren Valley (Sweden) 2018-10-01T10:29:34+02:00 Joakim M. Schultzén nemethova.petra@gmail.com Dieser Aufsatz befasst sich mit den Gewichten von der Fundstelle Birka, dem wichtigsten Handelszentrum im Gebiet des Mälarensees und -tals zur Wikingerzeit, sowie von ihrem Nachfolger, der mittelalterlichen Stadt Sigtuna. Es wird untersucht, welches Gewichtssystem für den Handel in dieser Region und in dieser Epoche verwendet wurde. Es zeigt sich, dass die Gewichte eine lokale Variante (das Ostsee-System) des zeitgleichen Gewichtssystems des Kalifats darstellen. Weiter behandelt dieser Beitrag die Gründe für die Verwendung dieser Gewichtseinheiten und warum sie noch in Sigtuna gebraucht wurden, nachdem der Handel sich schon in Regionen verlagert hatte, wo andere Gewichte vorgeschrieben waren. Wir schlagen vor, dass der im späten 10. Jahrhundert angestiegene Handel mit Westeuropa hauptsächlich über die westslawischen Gebiete abgewickelt wurde, die zu diesem Zeitpunkt immer noch das Ostsee- Gewichtssystem verwendeten. Außerdem gab der direkte Handel mit den auf Münzwirtschaft basierenden Regionen, wie mit dem Heiligen Römischen Reich und mit England, wenige Anreize für einen Wechsel. 2016-02-18T13:22:38+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28102 Das keramische Fundmaterial aus der kaiserzeitlichen Siedlung »Uttumer Escher« (Gde. Krummhörn, Lkr. Aurich) – Typologie und Analyse organisch gemagerter Ware 2018-10-01T10:29:34+02:00 Annette Siegmüller nemethova.petra@gmail.com Katrin Struckmeyer nemethova.petra@gmail.com Die Analyse der Keramik von der Siedlungsstelle Uttumer Escher ist Teil eines DFG-geförderten Projektes, bei dem alle ufernahen Fundkomplexe der unteren Weser und der unteren Ems aus der römischen Kaiserzeit in Hinblick auf eine mögliche Funktion als Landeplatz untersucht werden. Die Keramik vom Uttumer Escher fiel dabei durch den ungewöhnlich hohen Anteil organisch gemagerter Keramik auf, der auf eine Produktionsvariante verweist, die schon von einigen gleichzeitigen Siedlungen beiderseits der Ems bekannt ist. Zur genaueren Untersuchung dieser zeitlich eng begrenzten, regionalen Herstellungstradition wurden typologische Vergleiche und Keramikanalysen durchgeführt, die den bereits vermuteten produktionstechnischen Sonderweg bei dieser Warenart bestätigt haben. Auch im niederländischen Siedlungsgebiet ist diese Keramik vielfach belegt, wird aber etwas abweichend datiert. Ein kritischer Vergleich der Datierungsgrundlagen der einzelnen Fundplätze beider Länder führte jedoch dazu, dass es sich durchaus um ein gleichzeitiges Phänomen handeln könnte, das mit der Notwendigkeit, kalkhaltige Tone mit speziellen Magerungen zu verarbeiten, erklärt werden kann. 2016-02-18T13:22:35+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28101 Form follows function – eine neue Deutung der sogenannten Steinscheibe mit Quaste des Südtiroler Eismannes 2018-10-01T10:29:34+02:00 Thomas Reitmaier nemethova.petra@gmail.com Nach über 20 Jahren intensiver Forschung am Südtiroler Eismann scheint es fraglich, noch Neues zu seiner kupferzeitlichen Ausrüstung beisteuern zu können. Allerdings gibt es verschiedene Artefakte, deren Funktion und Rekonstruktion bis heute nicht abschließend geklärt ist. Dazu zählt auch die Steinscheibe mit Quaste, die bislang meist als Schmuck, Reparaturvorrat oder Pfeilputzer interpretiert wurde. Die Funktion des Objekts ist aber eventuell eine viel einfachere und praktischere. Der Beitrag diskutiert die mögliche Verwendung des »Amuletts« als sogenannter (Vogel-)Galgen und bindet das Artefakt als weiteren Teil der Jagdausrüstung in einen größeren Zusammenhang des Fundkomplexes bzw. des alpinen Neolithikums ein. 2016-02-18T13:22:34+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28099 Inhalt 2018-10-01T10:29:34+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:22:32+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28100 A new Palaeolithic assemblage from the Obłazowa Cave in the Polish Western Carpathians 2018-10-01T10:29:34+02:00 Paweł Valde-Nowak nemethova.petra@gmail.com Magda Cieśla nemethova.petra@gmail.com In der bekannten Obłazowa-Höhle im südlichen Polen konnte bei notwendig gewordenen neuen Grabungen eine bisher unbekannte spätmittelpaläolithische Fundschicht aus einem Horizont (XVIIIb) angetroffen werden, der bislang als steril galt. Dieses neue, wenn auch kleine Inventar findet sich zwischen Industrien, die als Taubachien klassifiziert wurden. Die Untersuchungen legen nahe, dass es sich bei dem neuen Fundensemble um einen bisher in der Obłazowa-Höhle unbekannten Technokomplex handelt, der mit den Keilmessergruppen zu verbinden ist. Zugleich konnte damit für das südliche Verbreitungsgebiet dieses spätmittelpaläolithischen Technokomplexes eine Überlieferungslücke geschlossen werden, wo die Menschen den lokalen Radiolarit nutzten. 2016-02-18T13:22:32+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28097 Pferdeschmuck mit Tierkopfenden – ein westfälischer Sondenfund skandinavischer Herkunft? 2016-12-14T16:28:16+01:00 Alexandra Pesch nemethova.petra@gmail.com Ein Sondenfund aus der ostwestfälischen Wüstung Wietheim bei Bad Lippspringe ist als Gegenstück zu Teilen vom prachtvollen Zaumzeug aus dem berühmten Bootkammergrab von Haithabu zu bestimmen. Es handelt sich um den Riemenhalter einer Trensenknebelstange des frühen 9. Jahrhunderts. Dieser ist, wie seine beiden Gegenstücke aus Haithabu, mit einander zugewandten Tierköpfen geschmückt. Die Wüstung Wietheim liegt direkt am nördlichen Hellwegstrang in der Nähe der alten Kaiserpfalz Paderborn. Wenn damit auch ein weiteres Indiz für die schon früher angenommene kontinentale Herstellung dieser Stücke geliefert ist, so lassen sich die Tierkopfenden doch gut mit anderen skandinavischen Funden in Verbindung bringen. Daher sind Herkunft und Bedeutung dieser gesamten Gruppe neu zu diskutieren. 2016-02-18T13:21:49+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28096 Gedanken zur spätmerowingerzeitlichen Spathaaufhängung – eine zu belegende und tragbare Rekonstruktion 2016-12-14T16:28:16+01:00 Lars H. Lüppes nemethova.petra@gmail.com Bereits mehrfach wurde versucht, den Aufbau der spätmerowingerzeitlichen Spathaaufhängung zu rekonstruieren; dies geschah überwiegend anhand des Befundes eines einzelnen Grabes, zusätzlich erschwert durch den meist sehr schlechten Erhaltungszustand der ledernen Anteile. Für meinen Rekonstruktionsvorschlag habe ich nun die aussagekräftigen Befunde vereint und in ein dreidimensionales Modell überführt. Alle archäologisch nachgewiesenen Bestandteile sind dabei funktionell sinnvoll arrangiert. Die Verknüpfung der Scheide mit ihrer Aufhängung weise ich belegbar nach: Auch die Pyramidenknöpfe sind erstmals konkret von entscheidender Bedeutung. Mein Vorschlag ist auf alle auftretenden Varianten der verschiedenen Beschläge anwendbar. Die im Umgang mit den dreidimensionalen Rekonstruktionen gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf Handhabung und Tragekomfort ergeben ein schlüssiges Gesamtbild. Sie ermöglichen auch einen Blick auf die Kombination mit dem Sax, welcher in Gräbern der späten Merowingerzeit sehr häufig mit der Spatha vergesellschaftet war und somit die Trageweise der Spatha beeinflusst. Ferner beantworte ich die grundsätzliche Frage nach Hüft- oder Schultergurt eindeutig. 2016-02-18T13:21:46+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28095 Salt and gold: Provadia-Solnitsata and the Varna Chalcolithic cemetery 2016-12-14T16:28:16+01:00 Vassil Nikolov nemethova.petra@gmail.com Die knappe Analyse einiger Gruppen von Gegenständen unter den Grabbeigaben in der chalkolithischen Nekropole von Varna am Ufer des Varnasees (Nordostbulgarien) nahe der westlichen Schwarzmeerküste zeugt vom fremden Ursprung des Rohstoffs, aus dem sie angefertigt worden sind. Ein Teil der Artefakte wurde allem Anschein nach anderswo erzeugt. Ein Großteil der kupfernen Werkzeuge und »Schmuckstücke« sowie der goldenen Gegenstände wurde zwar vor Ort, aber aus eingeführtem Rohstoff hergestellt. Es steht außer Zweifel, dass man den in der Nekropole von Varna gefundenen Reichtum durch regulären Handel erworben hat. Der einzige Rohstoff, der für Menschen und Tiere lebenswichtig und in der Region um den Varnasee vorhanden war, in Thrakien und den Nachbarregionen jedoch nicht vorkam, war Salz. Salz war daher nicht nur eine Voraussetzung für den aktiven und erfolgreichen Handel, sondern es spielte während der späten Vorgeschichte die Rolle eines allgemeinen Gegenwerts. Die einzigen Steinsalzlagerstätten im Osten der Balkanhalbinsel, die auch in der jüngeren Vorgeschichte ausgebeutet werden konnten, befanden sich in der Nähe von Provadia. Aus dem darauf liegenden Salzspiegel flossen Sole mit einer Salzkonzentration heraus, die der maximalen nahe kam. Die chalkolithischen Salzgewinner entwickelten ein perfektes Verfahren für eine für die damalige Zeit viel schnellere und ergiebige Salzgewinnung durch Salzwasserverdunstung. Die veränderte Salzgewinnungstechnologie, die eine rasante Steigerung der Produktionskapazität der »Fabrik« unweit der heutigen Stadt Provadia während des mittleren und späteren Chalkolithikums ermöglichte, unterstreicht den angenommenen Zusammenhang zwischen der dort erfolgenden Salzgewinnung bzw. dem Salzhandel und dem für die damaligen Verhältnisse erstaunlichen Reichtum an Prestigegütern, die man in der in derselben Gegend befindlichen spätchalkolithischen »goldenen« Nekropole von Varna finden konnte. 2016-02-18T13:21:42+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28093 Inhalt 2016-12-14T16:28:16+01:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:21:38+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28094 Jenseits des Flusses – mesolithische Lagerplätze in Siebenlinden 3, 4 und 5 (Rottenburg am Neckar, Lkr. Tübingen) 2016-12-14T16:28:16+01:00 Claus-Joachim Kind nemethova.petra@gmail.com Die mesolithische Fundstelle Siebenlinden 3-5 wurde zwischen 1993 und 1995 sowie 2001 und 2004 auf einer Fläche von insgesamt 480 m² ausgegraben. Hierbei wurden vier Fundhorizonte aus dem mittleren und jüngeren Mesolithikum entdeckt. Der Horizont II ist das Produkt eines größeren Sommer- oder Herbstlagers. Verschiedenartige Arbeitsplätze können differenziert werden, die zeitgleich genutzt wurden. Auch der Horizont III kann als Hinterlassenschaft eines intensiv genutzten und längerfristig besiedelten Hauptlagers angesehen werden. Die Fundkonzentrationen können als Arbeitsplätze, mutmaßliche Wohnbereiche und Nebenarbeitsplätze identifiziert werden. Jeweils einer der Arbeitsplätze und einer der Wohnbereiche sowie einer oder zwei der Nebenarbeitsplätze gehören zusammen zu einer Wohneinheit. Die Fundstreuungen aus den Horizonten IIIo und IV haben dagegen einen grundsätzlich anderen Charakter: Sie sind bei Weitem fundärmer und gehören zu kurzfristigen Lagerplätzen, die aus unterschiedlichen Zwecken, hauptsächlich zur Requirierung von Nahrungsmitteln, eingerichtet wurden. Die Nutzung von Steinartefakten im Horizont IV zeigt hierbei, dass in zwei Fällen jeweils zwei der Fundkonzentrationen zeitgleich besiedelt wurden.<br />Die Unterschiede in der Form der Lagerplätze sind durch die unterschiedliche Form der Nutzung in unterschiedlich strukturierten Siedlungsformen bedingt. Zwischen Früh- und Spätmesolithikum scheint sich allerdings ein markanter Wandel in der sozialen Struktur vollzogen zu haben. 2016-02-18T13:21:38+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28091 A hoard of Roman bronze items from Viminacium 2018-09-03T13:40:59+02:00 Perica Špehar nemethova.petra@gmail.com In Viminacium, der Hauptstadt der Provinz Obermösiens, wurde neben den Überresten der Befestigung, weiteren Gebäuden, einem System von Wasserleitungen (Aquädukten) und mehreren Gräberfeldern auch eine bedeutende Zahl an Kleinfunden entdeckt. Während Erdarbeiten im Lager wurde ein Hortfund ausgegraben, der eine Vielfalt an Bronze - gegenständen enthielt, die aus Gegenständen zum Filtrieren des Weins, einer Schale, einer Öllampe, einer Kuhglocke sowie einem Gegenstand unbekannter Funktion bestanden. Der Hortfund kann der Epoche von der Mitte des 2. Jahrhunderts bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts zugewiesen werden. 2016-02-18T13:21:21+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28090 Une plaquette aux »Cavaliers Danubiens« découverte à Merbes-le-Château (prov. Hainaut, Belgique) 2018-09-03T13:40:59+02:00 Nicolas Paridaens nemethova.petra@gmail.com Bei der Ausgrabung einer gallo-römischen Villa wurde 2006 ein kleines Depot mit zwei Kesseln aus Buntmetalllegierung, einem Kästchen mit zwei Silberlöffeln, einer Börse mit 122 Antoninianen aus Silber, einem Parfumfläschchen sowie vier abgenutzten Sesterzen auf einer Plakette, den »danubischen Reitern« geweiht, gefunden. Dieses versilberte Blech aus einer Buntmetalllegierung stellt ein besonderes Stück dar, einerseits aufgrund der Seltenheit solcher Objekte in den westlichen Provinzen, andererseits wegen der Qualität der Ausführung. Diese Entdeckung erlaubt eine Bilanz über den Forschungsstand zum Kult der »danubischen/thrakischen Reiter«, dessen Aus übung und Göttername unbekannt bleiben. Es könnte sich um einen kleinen Schatzfund handeln, der in den 260er Jahren infolge der Barbareneinfälle vergraben wurde – wenngleich die Zusammensetzung des Ensembles und auch der Verbergungs ort (evtl. in einem Raum mit häuslichem Kult) an eine religiös motivierte Niederlegung denken lassen. 2016-02-18T13:21:18+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28092 Inhalt 2018-09-03T13:40:59+02:00 Die Redaktion nemethova.petra@gmail.com 2016-02-18T13:21:18+01:00 ##submission.copyrightStatement## https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ak/article/view/28089 Mühlen für das römische Militär – geochemische Herkunftsanalysen von Mühlsteinen aus den augusteischen Lagern Haltern, Oberaden, Anreppen und Barkhausen 2018-09-03T13:09:15+02:00 Tatjana Gluhak nemethova.petra@gmail.com Erstmals liegt eine Arbeit vor, die alle römischen Lavasteinbrüche in der vulkanischen Eifel petrologisch untersucht und auf Basis der geochemischen Zusammensetzung der Rohstoffe eine Vorgehensweise zur Provenienzanalyse von Mühlsteinen empfiehlt. Diesen Empfehlungen folgend werden jeweils zwei Mühlsteine aus den Römerlagern Haltern, Oberaden, Anreppen und Barkhausen geochemisch analysiert. Die Zuordnung erfolgt in drei Schritten: 1. Mittels geochemischer Charakterisierung wird geprüft, ob eine Eifeler Herkunft infrage kommt, 2. die Clusteranalyse testet, zu welchem Steinbruch oder zu welcher Gruppe von Steinbrüchen der Mühlstein gehört, und 3. anhand der Diskriminanzanalyse wird das Fundstück seinem Steinbruch mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit zugeordnet. Für die untersuchten Fundstücke konnte durch eine Kombination dieser Methoden eine genaue Eifeler Herkunft nachgewiesen werden. 2016-02-18T13:21:03+01:00 ##submission.copyrightStatement##