Arbeitsmarkt ur- und frühgeschichtliche Archäologie in Deutschland: aktueller Stand und Entwicklungen

  • Frank Siegmund (Autor/in)

Identifier (Artikel)

Abstract

Die amtliche Statistik in Deutschland erfasst und meldet keine Zahlen zur Größe des Arbeitsmarktes Archäologie,
genauer der Fächer Ur- und Frühgeschichte (UFG), Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (AMANZ) und Archäologie der Römischen Provinzen (ARP). Aus einer Kombination der 2008 veröffentlichen und hier z.T. fortgeschriebenen DISCO-Studie 2006-08 und der jährlichen Erhebungen der DGUF (seit 2019) ergibt sich, dass es im Jahr 2024 ca. 5.880 in der Archäologie Berufstätige gibt, davon ca. 3.175 in Positionen, die einen wiss. Hochschulabschluss erfordern. Daraus lässt sich in Kombination mit anstehenden Pensionierungen/ Berentungen ableiten, dass es derzeit einen Bedarf von ca. 115 Stellen pro Jahr für Personal mit wiss. Hochschulabschluss gibt plus ca. 25 Stellen für Grabungstechniker, welche ebenfalls oft mit studierten Archäologen besetzt werden. Diesem Bedarf von insgesamt etwa 140 Stellen stehen maximal ca. 130 Hochschulabsolventen gegenüber (eine Zahl, die 2025-2027 voraussichtlich um jährlich ca. 5 % schwinden wird), realistisch ca. 15 % weniger, d.h. ca. 110 Absolventen. Demnach gibt es aktuell für mind. 20 % der offenen Stellen keinen fachlich qualifizierten Nachwuchs.

Statistiken

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Veröffentlicht
2026-06-09
Sprache
de
Schlagworte
Archäologie, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel, Prognose