Perspektiven und Perspektivwechsel für das vorhabenbezogene archäologische Berufsfeld im Bereich von linearer Infrastrukturplanung: Chancen im Rahmen des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045
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Abstract
Der Beitrag analysiert die strukturelle Transformation der vorhabenbezogenen Archäologie in Deutschland im Kontext großräumiger linearer Infrastrukturvorhaben. Am Beispiel der HGÜ-Erdkabelprojekte des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 wird archäologische Leistungserbringung insbesondere auf Ebene der Planfeststellung sowie ihre Einbettung in fachplanerische und genehmigungsbezogene Prozesse untersucht. Im Ergebnis zeigt sich ein Übergang von einer überwiegend reaktiven, grabungsnahen Auflagenpraxis hin zu einem frühzeitig integrierten, daten- und prozessgestützten Planungsbeitrag. Zentrale Entwicklungstreiber sind frühzeitige, risikoorientierte Bewertungsansätze (z.B. Archäologische Frühdiagnostik), digital interoperable Datenstrukturen sowie integrierte
Prozessarchitekturen entlang des gesamten Projektzyklus. Dadurch verschiebt sich archäologische Entscheidungsrelevanz in frühe Planungsphasen und stabilisiert Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse. Die Analyse zeigt zudem nachhaltige Nachfrageimpulse, steigende Anforderungen an Skalierung, Koordination und digitale Integration sowie die Ausbildung neuer Rollenprofile an den Schnittstellen zwischen Fachplanung, Behörden und Leistungserbringung. Daraus wird ein konsistentes Zielbild einer integrierten archäologischen Leistungsarchitektur abgeleitet.
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