Der Mensch ist ein Lernender: Über die Weitergabe von technischem Wissen unter Steinschlägern

Die Entwicklung einer einfachen Produktionsweise in den post-linearbandkeramischen Kulturen im Rheinland

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Abstract

Dieser Aufsatz fokussiert auf die Rhein-Maas-Region und die lithischen Industrien von sechs archäologischen Fundstellen auf der Aldenhovener Platte und ihrer Umgebung. Diese Fundstellen bilden eine kontinuierliche chronologische Abfolge, die von der späten Grossgartach-Phase bis zur späten Rössener Kultur reicht. Durch eine detaillierte technologische Analyse konnten an den post-LBK-Fundstellen der Kölner Bucht zwei Hauptproduktionssysteme identifiziert werden: die Klingenproduktion und die sogenannten „einfachen Produktionen“. Letztere bilden eine weit gefasste Kategorie, die verschiedene Praktiken beinhaltet, wie z.B. die Nutzung von
Abschlagsmaterial, unbearbeiteten Blöcken oder Kernen, die Herstellung von Abschlägen sowie die Aktivitäten unerfahrener oder junger Feuersteinschläger. Das Auftreten einer gezielten Abschlagproduktion stellt einen bedeutenden Bruch mit der vorhergehenden, auf Klingen basierenden LBK-Tradition dar und markiert eine bemerkenswerte technologische Neuerung. Dieser Wandel in der Organisation der Steinartefaktherstellung steht in engem Zusammenhang mit der Rössener Kultur und könnte auch durch Interaktionen mit Gemeinschaften der Blicquy- / Villeneuve-Saint-Germain-Gruppe beeinflusst worden sein, die Entwicklungen im Rheinland mitgeprägt haben.

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Veröffentlicht
2026-06-09
Sprache
en
Schlagworte
Archäologie, Neolithikum, Lithik, Post-Linearbandkeramik, Rheinland, Aldenhovener Platte, lithische Technologie, einfache Produktion