Milchnutzung in der Alten Welt – Eine Archäozoologische und kulturhistorische Untersuchung

Janina Duerr

Abstract


Anhand von archäozoologischen Daten aus der Literatur, von Keramikfunden, Schrift- und Sprachhinweisen, genetischen Untersuchungen sowie wirtschaftlichen und klimatischen Überlegungen wurde in dieser Magisterarbeit die Theorie der „Secondary Products Revolution“ überprüft. Der thematische Schwerpunkt lag dabei auf dem historischen Beginn der Milchnutzung und der Laktosetoleranz. Es konnte gezeigt werden, dass die Nutzung der Milch zwar wahrscheinlich schon kurz  nach der Domestikation der Schafe und Ziegen im Vorderen Orient begonnen, doch bis zur heutigen Zeit nur eine untergeordnete Rolle in der  Ernährung der Menschen gespielt hat. Eine intensive Milchnutzung setzte jedoch mit der Haltung großer Rinderherden wie in den mitteleuropäischen Breiten zur Zeit der Bandkeramik ein. Die Verwendung der Rinder als Arbeitstiere stellte nach den archäozoologischen Daten schon sehr früh eine wichtige Nutzungsform dar. Die Wollschafe erfuhren jedoch erst mit Beginn der Bronzezeit in Zentraleuropa eine gesteigerte Bedeutung. Der abschließende Vergleich bestätigte, dass die Nutzungsform stark von den jeweiligen klimatischen, landschaftlichen und historischen Gegebenheiten abhängt.

Schlagworte


Secondary Products Revolution; Milchnutzung; Laktosetoleranz; Haustiernutzung; Wollnutzung

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2006.1&2.12125

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-121257

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ISSN-Print: 0341-2873
ISSN-Internet: 2197-7429