Archäologische Informationen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf <p>&nbsp;</p> <div id="journalDescription"><a title="Link zur aktuellen Ausgabe" href="/index.php/arch-inf/issue/current"><img id="titleImg" src="/public/journals/66/cover_issue_4066_de_DE.jpg" alt=""></a> <p>Die Archäologischen Informationen (Arch. Inf.) ist die wissenschaftliche Zeitschrift der&nbsp;<a href="http://www.dguf.de/index.php">Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF)</a>.</p> <p>Im Fokus der Archäologischen Informationen stehen:</p> <ul> <li class="show">neue Forschungen auf dem Gebiet der Ur- und Frühgeschichte und Mittelalter-Archäologie Europas, vor allem Synthesen, übergreifende historische Auswertungen und Forschungsbilanzen,</li> <li class="show">die offene Debatte aktueller fachlicher Kontroversen im "Forum",</li> <li class="show">interdisziplinäre Themen, insbesondere an der Schnittstelle zu den fachrelevanten Naturwissenschaften,</li> <li class="show">die Weiterentwicklung fachrelevanter Methoden und Theorien,</li> <li class="show">die Weiterentwicklung der fachlichen Ethik und fachpolitische Themen, inklusive Fragen des Studiums und der Ausbildung,</li> <li class="show">die Verbesserung des Kulturgüterschutzes und des Kulturlandschaftsschutzes, sowie die Einbindung des bürgerschaftlichen Interesses und des ehrenamtlichen Engagements in die Archäologie.</li> </ul> <p>Die Zeitschrift publiziert in deutscher und englischer Sprache. Die Druckauflage liegt bei 1.000 Exemplaren. Mit Hilfe der Universitätsbibliothek Heidelberg erscheinen die Archäologischen Informationen zusätzlich auch im Open Access. In die Online-Ausgabe können Ergänzende Materialien und Open Data eingebunden werden. Seit Jg. 40, 2017 erscheint die Zeitschrift (bis auf einzelne, explizit benannte Ausnahmen) in der <a href="http://www.dguf.de/416.html">Lizensierung CC BY 4.0</a>.</p> <p><strong><br><a href="http://www.dguf.de/416.html">Copyright und CC-Lizenz: Handreichung für die Lizenzierung wissenschaftlicher Publikationen</a><br></strong></p> <p><a href="http://www.dguf.de/index.php?id=37">Weitere Informationen</a> für Leser und Autoren über die Zeitschrift Archäologische Informationen.</p> <p><br>Alle älteren Jahrgänge sind retro-digitalisiert, Sie finden sie hier im Online-Archiv. Wenn gegenüber dem Inhaltsverzeichnis Aufsätze fehlen, fehlt den Herausgebern die Erlaubnis des Autors/der Autoren zur Online-Stellung. Das Lesen aller Beiträge ist ohne weitere Anmeldung möglich. Die Anmeldung (rechts unten) öffnet speziellen Nutzern, z. B. den Administratoren, den Zugriff auf Funktionen, die man zum Lesen der Aufsätze nicht benötigt.</p> <p>Zum kommenden Band der Zeitschrift "Archäologische Informationen" mit allen Beiträgen, die bereits online im Early View publiziert, aber noch nicht gedruckt sind: &gt;&gt; <a href="http://www.dguf.de/index.php?id=9">Early View</a></p> <p>&nbsp;</p> <p><a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/oastats.cgi?repo=ojs&amp;id=arch-inf">Statistiken</a> für die Archäologischen Infomationen insgesamt.</p> </div> de-DE editor@dguf.de (DGUF e. V.) effinger@ub.uni-heidelberg.de (Dr. Maria Effinger) Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 OJS 3.2.1.4 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Die DGUF-Tagung 2020 „Wollen und brauchen wir mehr Archäologie der Moderne?“ – Anlass und Zielsetzung der Tagung https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81388 <p>Der vorliegende Beitrag skizziert die Genese und die inhaltlichen Ziele der Jahrestagung 2020 der DGUF. Die Tagung sollte dazu dienen, die seit ca. 2015 eher im Kreis von Spezialisten selbstreferenziell debattierte Thematik <em>„Ausbau der Archäologie der Moderne“</em> (AdM) einem fachlich breiten Hintergrund zu öffnen: Protagonisten der AdM sollte die Möglichkeit geboten werden, dem Fach in seiner ganzen Breite die Notwendigkeit eines Ausbaus der AdM zu begründen, Kritikern die Gelegenheit, ihre Einwände oder Anregungen mit den Spezialisten zu debattieren. Ziel der veranstaltenden DGUF war es, die Tagung im Optimalfall mit einem breiten, tragfähigen Konsens und konkreten Plänen zur Umsetzung von gemeinsamen Anliegen und Plänen schließen zu können.</p> Diane Scherzler, Frank Siegmund Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81388 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Erkenntnisgewinn und Relevanz einer Archäologie des 19. bis 21. Jahrhunderts https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81390 <p>Ein relativ neuer Zweig der Archäologie nimmt unsere jüngste Vergangenheit in den Blick. Die stete Erweiterung der Themenfelder in der Archäologie auf weitere Epochen und Regionen führte insbesondere in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zur fruchtbaren Erforschung des Mittelalters und seit rund 30 Jahren auch der Neuzeit und der Zeitgeschichte. Durch den Einbezug aller zur Verfügung stehenden (z. B. objektbasierten, wortbasierten und bildbasierten) Quellen, zudem nicht zuletzt durch die ‚cultural turns‘ inspiriert und mit Methoden der Material Culture Studies können wertvolle Erkenntnisse und Einsichten zu diversen Themen und Fragestellungen unserer jüngeren Geschichte gewonnen und neue Perspektiven eröffnet werden. In diesem Beitrag werde ich neben Ausführungen zu den gesetzlichen Grundlagen und der Praxis im nationalen und internationalen Kontext auf die Ziele, den Erkenntnisgewinn und die Relevanz einer Archäologie der letzten 200 Jahre eingehen.</p> Claudia Theune Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81390 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Zehn Thesen zu einer Archäologie der Moderne https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81391 <p>Anhand von zehn Thesen werden Potenziale, aber auch Probleme einer Archäologie des 19. bis 21. Jahrhunderts aufgezeigt und zur Diskussion gestellt. Der Verfasser sieht dabei die Archäologie der Moderne als notwendigen Bestandteil einer globalen Archäologie an, die zudem in der denkmalpflegerischen Praxis und ihrem administrativ-rechtlichen Rahmen in Deutschland verankert ist und zunehmend auch in der musealen Landschaft an Bedeutung gewinnt.</p> Ulrich Müller Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81391 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Entdisziplinierung und Negation des Wissens: die Archäologie der Moderne https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81393 <p>Unser Beitrag nimmt zuerst die historische Entwicklung der Archäologie allgemein in den Blick und zeichnet kurz nach, dass Archäologie seit ihren Anfängen ein chronologisch und chorologisch expansives Feld ist. Eine Betrachtung dieser Geschichte macht deutlich, dass Archäologie kein ökonomisches Nullsummenspiel ist, in dem die Hinzufügung eines Aspektes auf Kosten eines anderen geht. In einem zweiten Teil zeigen wir auf, warum eine Archäologie der Moderne, obwohl sie nur einen chronologisch&nbsp; minimalen Teil menschlicher Geschichte dem Feld ‚Archäologie‘ hinzufügt, tiefgreifende, bisher unzureichend gestellte Fragen aufwirft, die das gesamte von der Archäologie beackerte Feld betreffen. Es geht dabei nicht um kataloghaft aufgelistete Objektkategorien oder Befunde, sondern um Grundsatzfragen wie das Verhältnis zwischen Form und Inhalt archäologischer Diskurse sowie um die Bedeutung von ‚Wissenschaftlichkeit‘.</p> Reinhard Bernbeck, Susan Pollock Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81393 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Archäologie der Moderne zwischen Fachlichkeit, Zuständigkeiten und fachbereichlicher Reproduktionsfähigkeit https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81395 <p>Die Forderung nach einer Archäologie der Moderne (AdM) ist ein spannendes Phänomen. Einerseits ist sie seit Jahrzehnten gute fachliche Praxis. Andererseits sucht sie noch ihr eigenes akademisches Profil. Dieses kann weniger inhaltlicher Natur sein, sondern muss sich an der Fundierung der eigenen fachlichen Grundlagen orientieren. Ihr Versuch der Neubegründung lässt sich sehr gut mit der Etablierung der Ur- und Frühgeschichte (UFG) Ende des 19./Beginn des 20. Jh. vergleichen. Als Ausgangspunkt wird hier ein Beitrag gewählt, in dem der Universitätsforscher Karl Josef Narr vor inzwischen 30 Jahren einen vergleichbaren Ansatz wählte. Er legte eine Analyse der deutschen UFG nach der nationalen Vorgeschichtsforschung für den Zeitraum 1945 bis 1990 vor. Im Rahmen dieses Beitrags wird seiner Untersuchung gefolgt und dafür genutzt, um die fachbereichliche Etablierung der AdM zu reflektieren. Im Fokus stehen Fragen nach den Rahmenbedingungen der jeweiligen Wissensproduktion und -reproduktion, die sowohl von der UFG wie der AdM gelöst werden müssen. Dabei hat die AdM den Vorteil, dass sie sich organisatorisch aus der UFG heraus entwickelt. Dieses beinhaltet allerdings strukturelle Abhängigkeiten und Determiniertheiten. Diese müssen von der AdM berücksichtigt werden und – um die eigenen Ziele besser erreichen zu können – auf die Möglichkeiten, organisatorischen Strukturen und strukturellen Rahmenbedingungen des bestehenden Fachs abgestimmt werden. Aufgabe einer sich etablieren wollenden AdM muss es folglich sein, in diesem Zuständigkeiten und Fachbereiche übergreifenden, transdisziplinären Forschungs- und Arbeitsfeld mögliche Arbeitsinhalte oder Themenfelder und die methodologischen Rahmenbedingungen für deren systematische Bearbeitung festzulegen und diese dann von anderen historischoder kulturanthropologischen Fächern abzugrenzen. Der im Anhang beigefügte Fragenkatalog kann helfen, die zu führende Diskussion strukturiert und systematisch anzugehen.</p> Ulf Ickerodt Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81395 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Durch die Archäologie der Moderne zur modernen Archäologie https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81397 <p>In den letzten Jahrzehnten werden mehr und mehr Relikte aus der Zeit zwischen 1500 bis 1950 dokumentiert. Es ist sehr wichtig, dass sich die Archäologie nun auch dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zuwendet, dem Holocaust. Zugleich wurde jedoch versäumt, diese Epochen im deutschsprachigen Raum intellektuell und institutionell zu integrieren. Es wird nicht ausreichen, die Ur- und Frühgeschichte und die Mittelalterarchäologie durch Neuzeit und Moderne rein additiv bis in die Gegenwart zu verlängern. Hergebrachte chronologische, geographische und weltanschauliche Kategorien tragen zur Zersplitterung und Einengung der in der Archäologie Tätigen bei. Ein solches Wissenschaftsverständnis sperrt zudem grosse Teile der Bevölkerung von Teilhabe und Mitwirkung an Forschung aus. Es sind die thematischen Klammern der Sonderforschungsbereiche und neue Forschungsfelder wie Landschaftsarchäologie, Kulturmanagement, „<em>Citizen Science</em>“ und „<em>Public Archaeology</em>“, auf denen die Archäologie ihr Potenzial als Transdisziplin zwischen Natur- und Humanwissenschaften und als Vermittlerin in heterogenen Gesellschaften beweisen kann. Zuletzt haben anglo-amerikanische Archäologen und Anthropologen westliche Raum-, Zeit- und Wertekonzepte hinterfragt und damit auch fundamentale Strukturen unserer Gesellschaften. Auf dem Weg zu einer modernen Archäologie müssen wir nicht nur patriarchal-hierarchische und kolonial-eurozentristische Haltungen sowie einseitig weltanschauliche Perspektiven überwinden, sondern auch verständlicher kommunizieren. Ziel ist die Vernetzung aller, um im Raum-Zeit-Kontinuum alle und alles besser zu verstehen.</p> Sophie Hüglin Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81397 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Warum wir mehr Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit an den Universitäten brauchen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81398 <p>Die Archäologie der Moderne ist Teil der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit und gehört damit zum kleinsten der archäologischen Fächer an den deutschen Universitäten. Studierenden steht dieses Fach nur an fünf Universitäten offen, während z. B. das Studium der Ur- und Frühgeschichte an 25 Universitäten möglich ist. Dies steht im krassen Gegensatz zur Praxis der Bodendenkmalpflege und zur Grabungsrealität: Mindestens 50 % aller Ausgrabungen, die jährlich im Bundesgebiet stattfinden, betreffen materielle Reste des Mittelalters und der Neuzeit. Auch im internationalen Vergleich schneiden deutsche Universitäten besonders bei der Lehre zur Neuzeitarchäologie schlecht ab. Der Aufsatz nimmt diese Schieflage genauer in den Blick und untermauert die einzelnen Aspekte mit Fakten. Das Fazit lautet: Wir brauchen nicht nur ein Mehr an Archäologie der Moderne, wie der DGUF Tagungstitel lautet, sondern wir brauchen vor allem mehr Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit an den deutschen Universitäten.</p> Natascha Mehler Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81398 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Archäologie der Gegenwart https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81400 <p>Der Beitrag plädiert aus einer theoretisch informierten Perspektive für eine Ausweitung archäologischer Forschungen über die Moderne hinaus auf die Gegenwart. Diese Erweiterung des archäologischen Panoramas ermöglicht nicht nur eine Reflexion des ‚archäologischen Blicks‘, sondern auch den Ausbau der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Relevanz archäologischer Forschung. Dabei ergeben sich neuartige theoretische, methodische, empirische, rechtliche und ethische Herausforderungen, die der Schärfung und Weiterentwicklung der Archäologien, ihres Selbstverständnisses und Methodenrepertoires dienen können. Obwohl eine Archäologie der Gegenwart bisher kaum im deutschsprachigen Raum vertreten wird, sollte die aktuell hohe wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf materielle Phänomene genutzt werden, dieses Projekt anzugehen und die Archäologien künftig im Feld der gegenwartsbezogenen Disziplinen zu positionieren, solange ein fächerübergreifendes Interesse an Kooperationen und archäologischen Perspektiven existiert.</p> Alexander Veling Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81400 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 25 Jahre Archäologie von Krieg und Terror: Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis in Brandenburg https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81402 <p>Seit 1991 gibt es in Brandenburg eines der modernsten Denkmalschutzgesetze in Deutschland, es kennt u. a. keinen Altersvorbehalt für archäologische Denkmale. Zudem findet sich hier, d. h. in der Region um die ehemalige Reichshauptstadt, eine erhebliche Dichte an Orten und materiellen Zeugen von Krieg und Terror aus zwei Weltkriegen und zwei Diktaturen. Daher ist „<em>Archäologie der Zeitgeschichte</em>“ für die archäologische Denkmalpflege in Brandenburg keine akademische Spielerei, sondern eine konkrete und drängende Pflichtaufgabe: Die Denkmale sind da, und ihre Zahl nimmt ab. So befasst sich das Denkmalamt mit einer zunehmend breiter werdenden Palette an Bodendenkmalen des 20. Jahrhunderts. Auffallend ist dabei, dass die Reaktion der Öffentlichkeit eine ganz andere ist als bei „<em>normaler</em>“ Archäologie – Aspekte von Verbrechen und Leiden, Opfern und Gedenken sind zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wächst der Archäologie eine neue Rolle zu: Sie kann als beweissichernde Instanz gegen Tendenzen der Relativierung und Leugnung von NS-Verbrechen eine Wirkung im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs entfalten. Praxisbeispiele zeigen die Entwicklung unserer Tätigkeit als einen Lernprozess in mehreren gut abgrenzbaren Phasen.</p> Thomas Kersting Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81402 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Archäologie der Moderne aus Sicht der Landesarchäologie Sachsen-Anhalts – Chance oder Problem? https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81403 <p>Die Archäologie der Moderne stellt eine Herausforderung für das Fach und die Bodendenkmalpflege dar. Es handelt es sich hier um eine zusätzliche Geschichtsquelle, die wegen ihrer nicht intentionalen Genese schriftliche, bildliche und audiovisuelle Quellen kalibrieren kann. Zudem bietet sie aufgrund des hohen öffentlichen Interesses sowie des direkten und teils emotionalen Bezugs auch große Chancen für die Archäologie. Aus diesem Grund geht die Archäologie der Moderne keineswegs zwangsläufig mit Kürzungen in anderen Bereichen der Bodendenkmalpflege einher, sondern kann sogar zu einer stärkeren Verankerung der Landesarchäologie im öffentlichen Bewusstsein und zu ihrem Ausbau führen. Ihre Möglichkeiten werden an mehreren Fallbeispielen von den Kriegsgefangenenlagern von Quedlinburg und Wittenberg aus dem Ersten Weltkrieg bis zum UNESCO-Welterbe Bauhaus in Dessau dargestellt.</p> Harald Meller, Jan-Heinrich Bunnefeld Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81403 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Integrierung einer Archäologie der Moderne in die Lehre aus Sicht der Studierenden Vertretungen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81404 <p>Schon mit Beginn des Studiums, spätestens aber bei den ersten Grabungserfahrungen, kommen Studierende der Archäologie mit materiellen Hinterlassenschaften der Vergangenheit in Kontakt. Augenmerk liegt derzeit vorwiegend auf bereits Bekanntem oder Besonderen der jeweils untersuchten Zeitstellung, potenziell wichtige moderne Befunde werden von Studierenden nur sehr selten als solche erkannt oder behandelt. Mehr Lehrangebot für eine Archäologie der Moderne stellt für Studierende nicht nur eine Möglichkeit dar, sich auf dieses Feld zu spezialisieren, sondern wird auch ob des immer größer werdenden Arbeitsangebotes bei Grabungsfirmen, Rettungsgrabungen sowie neu entstehenden Projekten eine Notwendigkeit werden. Da es aber nicht überall möglich oder auch sinnvoll sein wird eine über die Grundlagen hinausgehende Ausbildung in der Archäologie der Moderne anzubieten, bleibt je nach Standort zu diskutieren, ob und wie eine Integration – beispielsweise auch über Gastdozenten oder institutsübergreifende Lehre – in der Praxis aussehen könnte. Wie sich die Integration gestalten soll, wird dabei auch von der Kommunikation und Kreativität aller Beteiligten sowie der Kooperationen mit Nachbarwissenschaften und Studierendenschaften abhängig sein.</p> Ilian Finkeldey, Valentina Laaha Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81404 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Die Historische und Archäologische Bauforschung als Stakeholder einer Archäologie der Moderne https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81405 <p>Mit Bezug auf ihre Methodik muss auch die Historische bzw. die Archäologische Bauforschung in den deutschsprachigen Ländern als spezifischer Stakeholder einer Archäologie der Moderne gesehen werden. Ausgehend von ihrem Interesse an Techniken, Prozessen und Ergebnissen baulichen Handelns ist sie dabei zunächst auf die Fragen der Architektur, der Stadtplanung aber auch des Bauwesens insgesamt fokussiert. Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei zugleich die Denkmalpflege, mit der eine enge Beziehung besteht. Anders als die archäologischen Fächer, wie sie in den deutsch-sprachigen Ländern entstanden sind, kennt die archäologische Bauforschung keine Aufspaltungen ihres Gegenstandes gemäß Epochen oder Kulturen, sondern hat eine Ausdifferenzierung eher durch unterschiedliche Zugänge erfahren, z. B. in den letzten Dekaden durch die Bautechnikgeschichte mit einer stärker technikgeschichtlich orientierten Perspektive auf die Baugeschichte. Weitere Ansätze sind zukünftig denkbar, etwa wenn es darum geht, auch den technischen Ausbau oder den Anlagenbau, die mit der Entwicklung der Haus- und Fertigungstechnik beispielsweise im Bereich Elektro-, Sanitär- und Klimaanlagen im 20. Jahrhundert sowohl an Relevanz als auch an Komplexität hinzugewonnen haben, in qualifizierter Weise mit zu berücksichtigen. Der Beitrag möchte zeigen, in welcher Weise sich die archäologische Bauforschung mit der Problematik im Umgang mit Objekten jüngerer Zeitstellung auseinandersetzt und in welcher Weise Anknüpfungspunkte auch für die Etablierung einer Archäologie der Moderne gegeben sein könnten.</p> Peter I. Schneider Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81405 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Kontaminierte Fundstellen in der Archäologie der Moderne https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81406 <p>Fundstätten der Archäologie der Moderne sind aufgrund ihrer Genese häufig durch industrielle Prozesse sowie Relikte aus Kriegshandlungen stark anthropogen belastet. Sie stellen daher vielfältige Herausforderungen an das praktische Arbeiten im Feld. Die Betonruine der Fertigungshalle 1/F1 im heutigen, unter Naturschutz stehenden Sperrgebiet auf dem Areal der ehemaligen Heeresversuchsanstalt (HVA) Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom bietet ein gutes Beispiel hierfür. Die HVA Peenemünde war ab 1936 als Forschungs-, Test- und Produktionsanstalt für die deutsche Rüstungsindustrie neu angelegt worden, dabei war die Halle F1 zur Einzelkomponentenherstellung und Endteilmontage des Aggregats 4, einer fernlenkbaren Massenvernichtungswaffe, vorgesehen. Ende der 1940er-Jahre wurde der Bau gesprengt, durchlief allerdings sowohl vorher als auch nachher mehrere Phasen der offiziellen und inoffiziellen Nachnutzung. Insbesondere aufgrund einer äußerst disparaten Quellenlage sind zur wissenschaftlichen Erschließung der F1 die Möglichkeiten der Bauforschung und Archäologie zu bedenken. Gesichert ist von Kontamination durch Kampfmittel des Zweiten Weltkriegs und durch Manöver während der Nachnutzung des Areals auszugehen. Aber auch unbekannte, eventuell toxische Baustoffe sowie aus dem Fertigungsprozess stammende Gefahr- und Schadstoffe und deren Abbauprodukte sind zu beachten; ebenso eventuelle toxische Stoffe, die durch Müllablagerungen verursacht wurden. Diese Umstände bedingen bereits vor Beginn archäologischer Feldarbeiten eine detaillierte Recherche und Dokumentation der eventuell vorhandenen Gefahr- und Schadstoffe, um sämtliche Belange der Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Des Weiteren können Kontaminationen auch ungeplante Folgekosten nach sich ziehen oder zu Sanierungsmaßnahmen führen, die unter Umständen negative Folgen für den archäologischen Bestand einer Fläche haben. Der Beitrag stellt anhand dieses praktischen Beispiels einen in Entwicklung befindlichen Leitfaden zum Umgang mit kontaminierten Kulturerbestätten vor.</p> Constanze Röhl, Peter I. Schneider Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81406 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Statements von Tagungsteilnehmern – DGUF-Jahrestagung 2020 „Wollen und brauchen wir mehr Archäologie der Moderne?“ https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81407 <p>Alle nicht-vortragenden Teilnehmer der DGUF-Jahrestagung 2020 „<em>Wollen und brauchen wir mehr Archäologie der Moderne?</em>“ waren eingeladen, sich nachträglich mit einem Statement in die Tagungspublikation einzubringen, sofern ein ihnen wichtiges Thema/Anliegen in den Vorträgen noch nicht abgedeckt sei. Drei Teilnehmer nahmen das Angebot an, wobei die Einreichung von Alexander Veling letztendlich als Aufsatz publiziert wurde. Der im Ruhr Museum (Essen) tätige Patrick Jung betont in seinem Statement die vielfältigen disziplinären Überlappungen einer Archäologie der Moderne mit anderen Wissenschaften, die sich ebenfalls mit der Moderne/Gegenwart beschäftigen. Daraus entstehe die Notwendigkeit, das Archäologische in AdM-Projekten herauszuarbeiten und sich noch stärker um interdisziplinäre Kooperationen zu bemühen. Hinsichtlich der Ausbildung betont Jung den möglichen Beitrag der Museen – insbesondere von Mehrspartenhäusern. Doch zielführende Praktikumsplätze und Lehraufträge fielen den Universitäten und Studierenden nicht in den Schoß, vielmehr müssten gute Angebote dieser Art klug und gezielt vereinbart werden. Sascha Piffko, Inhaber der Grabungsfirma SPAU, erinnert daran, dass bei Verursachergrabungen gegenüber dem Auftraggeber klar sein muss, ob und in welchem Umfang auch Relikte der Moderne zu dokumentieren und zu sichern sind. Denn ein akribisches Ausgraben, beispielsweise, einer Müllhalde könne mit erheblichen Akzeptanzproblemen seitens des Auftraggebers von Verursachergrabungen einhergehen. Also brauche es Kriterien und klare Beauflagungen. In der Praxis gebe es gerade bei AdM-lastigen Grabungen viele und diverse Sicherheitsaspekte, zu denen sich gute Fachfirmen ein großes Wissen erarbeitet hätten, das es aber zu systematisieren und in die praktische Ausbildung des Nachwuchses zu integrieren gelte.</p> Patrick Jung, Sascha Piffko Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81407 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 editorial https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81381 Frank Siegmund, Diane Scherzler Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81381 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Kritische Anmerkungen zum Fundkomplex der sog. Himmelsscheibe von Nebra https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81418 <p>Die „<em>Himmelsscheibe von Nebra</em>“ wurde 1999 angeblich als Bestandteil eines Hortfundes bei Raubgrabungen entdeckt. In aufwändigen und langjährigen Untersuchungen wurde versucht, sowohl die Zuweisung des angeblichen Fundortes als auch die Zusammengehörigkeit der Objekte unabhängig von den Angaben der Finder zu verifizieren. Eine kritische Betrachtung der publizierten Ergebnisse durch die Autoren lässt derzeit weder den Schluss zu, dass die in einer Nachgrabung untersuchte Fundstelle zutreffend wäre, noch dass das Ensemble selbst die Kriterien eines geschlossenen Fundes erfüllt. Vielmehr kann sich das Ensemble nach dem Grabungsbefund an der Fundstelle dort nicht in situ befunden haben. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen an den Objekten widersprechen eher einer Zusammengehörigkeit als dass sie eine solche bestätigen. Betrachtet man die Scheibe – wie dann geboten – als Einzelobjekt, lässt sie sich nicht in die frühbronzezeitliche Motivwelt einfügen, eine zeitliche Einordnung in das erste Jahrtausend v. Chr. erscheint am ehesten wahrscheinlich. Auf Grundlage dieser Gesamteinschätzung müssen sich alle bisherigen weiterführenden kulturgeschichtlichen Schlussfolgerungen und Interpretationen einer künftigen kritischen Diskussion stellen.</p> Rupert Gebhard, Rüdiger Krause Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81418 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Critical comments on the find complex of the so-called Nebra Sky Disk https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81419 <p>Die „<em>Himmelsscheibe von Nebra</em>“ wurde 1999 angeblich als Bestandteil eines Hortfundes bei Raubgrabungen entdeckt. In aufwändigen und langjährigen Untersuchungen wurde versucht, sowohl die Zuweisung des angeblichen Fundortes als auch die Zusammengehörigkeit der Objekte unabhängig von den Angaben der Finder zu verifizieren. Eine kritische Betrachtung der publizierten Ergebnisse durch die Autoren lässt derzeit weder den Schluss zu, dass die in einer Nachgrabung untersuchte Fundstelle zutreffend wäre, noch dass das Ensemble selbst die Kriterien eines geschlossenen Fundes erfüllt. Vielmehr kann sich das Ensemble nach dem Grabungsbefund an der Fundstelle dort nicht in situ befunden haben. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen an den Objekten widersprechen eher einer Zusammengehörigkeit als dass sie eine solche bestätigen. Betrachtet man die Scheibe – wie dann geboten – als Einzelobjekt, lässt sie sich nicht in die frühbronzezeitliche Motivwelt einfügen, eine zeitliche Einordnung in das erste Jahrtausend v. Chr. erscheint am ehesten wahrscheinlich. Auf Grundlage dieser Gesamteinschätzung müssen sich alle bisherigen weiterführenden kulturgeschichtlichen Schlussfolgerungen und Interpretationen einer künftigen kritischen Diskussion stellen.</p> Rupert Gebhard, Rüdiger Krause Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81419 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Geschmiedeter Himmel oder gegossene Scheibe? Eine Ergänzung zu „Kritische Anmerkungen zum Fundkomplex der sog. Himmelsscheibe von Nebra“ (3.9.2020) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81420 Rupert Gebhard, Rüdiger Krause Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81420 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Forged heavens or cast disk? An Augmentation to “Critical comments on the find complex of the so-called Nebra Sky Disk” (3 Sept. 2020) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81421 Rupert Gebhard, Rüdiger Krause Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81421 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Diskussionsbeitrag: Handreichung zur Rezension von Forschungssoftware in der Archäologie und den Altertumswissenschaften https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81422 <p>Motiviert durch zahlreiche Diskussionen rund um den zunehmenden Einsatz von Forschungssoftware im Bereich der Archäologie werden in diesem Beitrag Aspekte zu deren Rezension skizziert. Die Bewertung von Software ist ein komplexes Thema, da deren Einsatzgebiet und ihr Entwicklungskontext einen erheblichen Einfluss auf Forschungsergebnisse haben. Hinzu kommen unterschiedlichste Anwendungsfälle von z. B. Studierenden, die rasch eine Übungsaufgabe lösen, bis hin zu Projektentwicklern, die ein Softwarepaket für den Dauerbetrieb in eine bestehende Infrastruktur integrieren müssen. Obwohl an der Erstellung dieser ersten Version eines Leitfadens paritätisch Beiträge aus der Archäologie und der angewandten Informatik eingeflossen sind, liegt der Fokus auf Beurteilungskriterien von Software im Anwendungsbereich der Archäologien. Ein Ziel dieses Impulses für Softwarerezensionen ist es, künftige Rezensentinnen und Rezensenten für die Komplexität der Beurteilung von Software zu sensibilisieren. Eine Softwarerezension soll dem archäologischen Fachpublikum eine rasche, kritische und – auch den Entwicklerinnen und Entwicklern gegenüber – faire Beurteilung von Software ermöglichen. Zu den vorrangigen Empfehlungen gehört die Beschreibung des Kontextes, in dem die Rezension verfasst wurde bzw. die gestellten Anforderungen für bestimmte Anwendungsfälle. Zusätzlich soll eine kurze tabellarische Übersicht eine rasche Einschätzung der technischen, finanziellen und rechtlichen Aspekte ermöglichen. Der Bedarf nach künftigen Überarbeitungen dieses Impulses für Softwarerezensionen wurde bereits bei dessen Erarbeitung festgestellt, da sowohl bei der Softwareentwicklung wie auch deren Bewertung im digitalen Zeitalter weiterhin eine große Dynamik zu erwarten ist.</p> Timo Homburg, Anne Klammt, Hubert Mara, Clemens Schmid, Sophie Charlotte Schmidt, Florian Thiery, Martina Trognitz Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81422 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Recommendations for the review of archaeological research software https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81423 <p>Motiviert durch zahlreiche Diskussionen rund um den zunehmenden Einsatz von Forschungssoftware im Bereich der Archäologie werden in diesem Beitrag Aspekte zu deren Rezension skizziert. Die Bewertung von Software ist ein komplexes Thema, da deren Einsatzgebiet und ihr Entwicklungskontext einen erheblichen Einfluss auf Forschungsergebnisse haben. Hinzu kommen unterschiedlichste Anwendungsfälle von z. B. Studierenden, die rasch eine Übungsaufgabe lösen, bis hin zu Projektentwicklern, die ein Softwarepaket für den Dauerbetrieb in eine bestehende Infrastruktur integrieren müssen. Obwohl an der Erstellung dieser ersten Version eines Leitfadens paritätisch Beiträge aus der Archäologie und der angewandten Informatik eingeflossen sind, liegt der Fokus auf Beurteilungskriterien von Software im Anwendungsbereich der Archäologien. Ein Ziel dieses Impulses für Softwarerezensionen ist es, künftige Rezensentinnen und Rezensenten für die Komplexität der Beurteilung von Software zu sensibilisieren. Eine Softwarerezension soll dem archäologischen Fachpublikum eine rasche, kritische und – auch den Entwicklerinnen und Entwicklern gegenüber – faire Beurteilung von Software ermöglichen. Zu den vorrangigen Empfehlungen gehört die Beschreibung des Kontextes, in dem die Rezension verfasst wurde bzw. die gestellten Anforderungen für bestimmte Anwendungsfälle. Zusätzlich soll eine kurze tabellarische Übersicht eine rasche Einschätzung der technischen, finanziellen und rechtlichen Aspekte ermöglichen. Der Bedarf nach künftigen Überarbeitungen dieses Impulses für Softwarerezensionen wurde bereits bei dessen Erarbeitung festgestellt, da sowohl bei der Softwareentwicklung wie auch deren Bewertung im digitalen Zeitalter weiterhin eine große Dynamik zu erwarten ist.</p> Timo Homburg, Anne Klammt, Hubert Mara, Clemens Schmid, Sophie Charlotte Schmidt, Florian Thiery, Martina Trognitz Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81423 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Archäologie, Öffentlichkeit, Teilhabe und deren föderale Umsetzung: Ein archäologisch-denkmalpflegerischer Kommentar aus Schleswig-Holstein zu einer akademischen Scheindebatte https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81424 <p>Das Thema Archäologie und Öffentlichkeit ist seit geraumer Zeit Gegenstand akademischer Diskussion und damit Teil archäologischer Selbstreflexion. Diese Entwicklung resultiert zu einem gewissen Teil aus der Hinwendung archäologisch-universitärer Forschung auf die mit der eigenen Vermittlungsarbeit verbundenen Fragestellungen. Dessen ungeachtet ist die im Titel genannte Beziehung ein wichtiger Bestandteil der archäologisch-denkmalpflegerischen Arbeit. Die Vermittlung archäologischer Forschung in die Öffentlichkeit ist ein Aspekt ihres denkmalrechtlich abgesicherten Arbeitsauftrages. Ein anderer ist die „<em>Trägerschaft öffentlicher Belange</em>“. Sie lässt sich aus dem öffentlichen Interesse ableiten, das zur Einrichtung denkmalrechtlich abgesicherter, staatlicher Denkmalpflegestrukturen geführt hat. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ergeben sich in Deutschland aus der Kulturhoheit der Länder sehr unterschiedliche rechtlich-organisatorische Rahmenbedingungen (DNK, 2016). Diese rechtsverbindlichen Rahmenbedingungen sind als übergeordnete, abstrakte oder konkrete landespolitische Ziele immer Ausdruck eines öffentlichen Willensbildungsprozesses. Dieser beinhaltet neben rein fachlichen Zielen auch den Bereich der Daseinsvorsorge. Diese hebt konkret auf den nachhaltigen Umgang mit der Ressource <em>archäologisches Erbe</em> ab. Das Spektrum reicht hier von der Entwicklung der Ortskerne und Innenstädte bis hin zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamtes. Daneben steht das Aufgabengebiet der Bildung. Im Bereich der Planung kommen die Ziele <em>Wachstum/Innovation</em> zum Tragen. Diese umfassen z. B. die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen und betrifft hier vor allem die Bereiche Bauleitplanung und Digitalisierung. Stichworte sind hier <em>Open data</em> und <em>Open source</em>. Andere Aspekte sind das vom archäologischen Erbe getragene Tourismus- und Naherholungspotenzial sowie eine damit zusammenhängende Wirtschaftsförderung. Letzteres wird durch schnelle, sachgerechte und transparente sowie rechtlich abgesicherte Beteiligungsverfahren im Bereich der <em>Trägerschaft öffentlicher Belange</em> (TöB) getragen. Konkretes landespolitisches Ziel ist die <em>Infrastrukturentwicklung</em>. Sie enthält beispielsweise Hochwasserschutz, Instandhaltung der Infrastruktur, Straßenbau sowie den Breitband-, Stromnetz- oder Bahnausbau. Hierzu kommt die durch den globalen Klimawandel ausgelöste Energiewende. Dies alles hat konkrete Auswirkungen auf die fachliche Praxis der archäologischen Denkmalpflege und auf ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit: In das Handeln und die Entscheidungen der staatlichen Denkmalpflege fließen sowohl die (vielfältigen und diversen) Belange der Öffentlichkeit als auch die Interessen der Denkmale ein. Beides wird über rechtlich geordnete und überprüfbare Verfahren wahrgenommen und entspringt einem demokratisch legitimierten Willensbildungsprozess.</p> Ulf Ickerodt Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81424 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Gedanken zum Schlussband „Twann 21“ – 40 Jahre nach der Grabung und Auswertung (1974-81) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81425 <p>Rund 40 Jahre nach Abschluss der Grabung und Auswertung (1974-81) liegt seit Herbst 2018 der abschliessende Band 21 der Monografienreihe zu den neolithischen Ufersiedlungen von Twann aus der Hand des Projektleiters Werner E. Stöckli vor. Im ersten Teil, dem „<em>Schlussbericht von 1981/82</em>“ nehmen die Dendrochronologie und ihre Konsequenzen für die Erforschung des Neolithikums im Voralpenraum einen gebührenden Raum ein. So führten die absolute Datierung der Fundkomplexe und der um mehr als 1000 Jahre vorverlegte Beginn der Ufersiedlungen etwa zu der Erkenntnis, dass regionale Entwicklungen an Stelle von Einwanderungen neuer Bevölkerungen für den allmählichen Wandel im Keramikset verantwortlich waren. Leider bleibt aber Stöckli in zahlreichen Belangen beim Forschungsstand der 1980er Jahre stehen. Eine löbliche Ausnahme bildet die Neubestimmung der Silexherkunft durch Jehanne Affolter, die zusammen mit Aphanitklingen und einem Kupferdolch die Vernetzung Twanns vom Pariser Becken über die Alpen hinweg bis Mittelitalien aufzeigen. Leider zieht Stöckli aus den seitherigen Forschungserkenntnissen auch nicht die Konsequenz, althergebrachte Meinungen – wie etwa das „<em>Kultur-Kästchen-Denken</em>“ – in Frage zu stellen. Weil sich auch der zweite Teil des Bandes unter dem Titel „<em>Kommentar 2017</em>“ weitgehend rückwärts orientiert, stellt sich die Frage, welchen Sinn diese Publikation für Studenten oder Kolleginnen bringt, die sich auf den aktuellen Stand der Feuchtbodenforschung im 4. Jahrtausend v. Chr. bringen wollen. Dazu wäre es wertvoll gewesen, die seitherigen Fort- und Rückschritte der Neolithikums-Forschung, die oft mit naturwissenschaftlichen Untersuchungen kombiniert waren, aufzuzeigen. Zudem vermisst man ein nachhaltiges Überdenken dynamischer Prozesse – sowohl in der Zeit als auch im Raum. Eingebettet in derartige Überlegungen hätte „<em>Twann 21</em>“ ein wertvoller Abschlussband der Twanner Reihe werden können.</p> Peter J. Suter Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81425 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Henley, T. B., Rossano, M. J. & Kardas, E. P. (eds) (2020). Handbook of Cognitive Archaeology: Psychology in Prehistory https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81559 <p>Rezension zu: Henley, T. B., Rossano, M. J. &amp; Kardas, E. P. (eds) (2020). Handbook of Cognitive Archaeology: Psychology in Prehistory. New York: Routledge. 580 pages, 38 b/w figs. ISBN 978-1-138-59451-7</p> Lilith Apostel Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81559 Di, 15 Jun 2021 00:00:00 +0200 Wendling, H., Augstein, M., Fries-Knoblach, J., Ludwig, K., Schumann, R., Tappert, C., Trebsche, P. & Wiethold, J. (Hrsg.) (2019). Übergangswelten – Todesriten: Forschungen zur Bestattungskultur der europäischen Eisenzeit https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81674 <p>Review of: Wendling, H., Augstein, M., Fries-Knoblach, J., Ludwig, K., Schumann, R., Tappert, C., Trebsche, P. &amp; Wiethold, J. (Hrsg.) (2019). Übergangswelten – Todesriten: Forschungen zur Bestattungskultur der europäischen Eisenzeit. (Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas, 86). Langenweissbach: Beier &amp; Beran. 331 Seiten, 201 Illustrationen, Karten, Diagramme. ISBN 978-3-95741-089-4</p> Bettina Arnold Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81674 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Fontijn, D. (2020). Economies of destruction: How the systematic destruction of valuables created value in Bronze Age Europe, c. 2300-500 BC https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81675 <p>Rezension zu: Fontijn, D. (2020). Economies of destruction: How the systematic destruction of valuables created value in Bronze Age Europe, c. 2300-500 BC. Abingdon: Routledge. 202 Seiten, 44 s/w-Abb. ISBN 978-1-138-08839-9 (Softcover)</p> Melanie Augstein Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81675 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Crellin, R. J. (2020). Change and Archaeology. Themes in Archaeology https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81676 <p>Review of: Crellin, R. J. (2020). Change and Archaeology. Themes in Archaeology. London: Routledge. Paperback and eBook, 250 pages, 30 figures. ISBN 978-1-138-29253-6</p> Ana Catarina Basílio Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81676 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Querré, G., Cassen, S. & Vigier, E. (eds) (2019). La parure en callaïs du Néolithique européen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81677 <p>Review of: Querré, G., Cassen, S. &amp; Vigier, E. (eds) (2019). La parure en callaïs du Néolithique européen. Oxford: Archaeopress. Hardback; viii + 634 pages; ill. in full colour; text in French and English. ISBN 9781789692808 (printed ed.), 9781789692815 (ebook)</p> Emma L. Baysal Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81677 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Gifford-Gonzalez, D. (2018). An Introduction to Zooarchaeology https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81678 <p>Rezension zu: Gifford-Gonzalez, D. (2018). An Introduction to Zooarchaeology. New York: Springer Nature. 604 S., zahlreiche Abb. (s/w u. farbig). ISBN 978-3-319-65680-9</p> Valeska Becker Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81678 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Lähdesmäki, T., Thomas, S. & Zhu, Y. (eds) (2019). Politics of Scale: New Directions in Critical Heritage Studies https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81679 <p>Review of: Lähdesmäki, T., Thomas, S. &amp; Zhu, Y. (eds) (2019). Politics of Scale: New Directions in Critical Heritage Studies. New York: Berghahn. 190 pages, 15 illus., bibliog., index. ISBN 978-1-78920-016-4 (hardback), eISBN 978-1-78920-017-1</p> Richard Bigambo Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81679 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Steckel, R. H., Larsen, C. S., Roberts, C. A. & Baten, J. (eds) (2019). 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The Cambridge World History of Violence Volume I: The Prehistoric and Ancient Worlds. Cambridge: Cambridge University Press. 756 S., 42 sw-Abb., 1 Karte, 3 Tafeln. ISBN 9781107120129</p> Jan-Heinrich Bunnefeld Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81681 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Valdez-Tullett, J. (2019). Design and Connectivity: The Case of Atlantic Rock Art https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81682 <p>Review of: Valdez-Tullett, J. (2019). Design and Connectivity: The Case of Atlantic Rock Art. (BAR Internat. Series, 2932). Oxford: BAR. 286 pages, 172 figures (31 in colour), 61 graphs (39 in colour). Supplemental material online (figures and graphs). ISBN 9781407316628</p> Alicia J. M. 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The Archaeology of Food: Identity, Politics, and Ideology in the Prehistoric and Historic Past https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81684 <p>Review of: Twiss, K. C. (2019). The Archaeology of Food: Identity, Politics, and Ideology in the Prehistoric and Historic Past. Cambridge: Cambridge University Press. Hardcover, 256 pp., 15 b/w illus. ISBN 9781108474290</p> Flint Dibble Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81684 Do, 17 Jun 2021 00:00:00 +0200 Iacono, Fr. (2019). The Archaeology of Late Bronze Age Interaction and Mobility at the Gates of Europe People. Things and Networks around the Southern Adriatic Sea https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81685 <p>Rezension zu: Iacono, Fr. (2019). The Archaeology of Late Bronze Age Interaction and Mobility at the Gates of Europe People. 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Isotopes, mobility and diet in prehistoric Britain https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/82258 <p>Review of: Parker Pearson, M., Sheridan, A., Jay, M., Chamberlain, A., Richards, M. P. &amp; Evans, J. (2019). The Beaker People. Isotopes, mobility and diet in prehistoric Britain. (Prehistoric Society Research Paper, 7). Oxford: Oxbow Books. Hardcover, 590 p. ix-xxv., 230 figures and 82 Tables, Appendix 1-6 with 4 figures and 2 tables. Appendix 7-10 online available at <a href="https://books.casematepublishing.com/The_Beaker_People_isotopes_mobility_and_diet_in_prehistoric_Britain.pdf">https://books.casematepublishing.com/The_Beaker_People_isotopes_mobility_and_diet_in_prehistoric_Britain.pdf</a>. Hardcover ISBN 978-1-78925-064-0; epub ISBN 978-1-78925-065-7</p> Heide Wrobel Nørgaard Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/82258 Mo, 12 Jul 2021 00:00:00 +0200 Czysz, W. (2019). Handbuch der Provinzialrömischen Archäologie I: Quellen, Methoden, Ziele https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/82259 <p>Rezension zu: Czysz, W. (2019). Handbuch der Provinzialrömischen Archäologie I: Quellen, Methoden, Ziele. (Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie, Ergänzungsband 1). Wiesbaden: Reichert 2019. Hardcover, 344 Seiten, 30 s/w-Abbildungen. ISBN 978-3-95490-355-9</p> Jutta Zerres Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/82259 Mo, 12 Jul 2021 00:00:00 +0200 Introduction: So Close, No Matter How Far? Sketching the Relationship between Water- and Landscapes across Europe https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81414 Eda Gross, Renata Huber Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81414 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Late Mesolithic marine territoriality in coastal southern Scandinavia https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81415 <p>Ziel dieses Beitrags ist, Spuren spätmesolithischer maritimer Territorialität in den Küstengebieten Südskandinaviens zu identifizieren. Die Resultate einer Untersuchung zu den Verteilungen von Siedlungen und Gräbern lassen deutlich voneinander abweichende Lokalisierungen dieser beiden Quellengattungen in der Landschaft erkennen. Die Verteilungsmuster der Gräber spiegeln folglich nicht die demographische Situation dieser Zeit wider, sondern etwas anderes. Daraus lässt sich schliessen, dass ein bedeutender Teil der bekannten spätmesolithischen Gräber sekundär ist. Sie stehen nicht in einem direkten Bezug zu den Siedlungen, mit welchen sie auf den ersten Blick räumlich verbunden zu sein scheinen. Vielmehr befinden sie sich an sich an strategischen Grenzpunkten zwischen «<em>landscapes</em>» und «<em>waterscapes</em>». Die Gräber dienen als territoriale Markierungen und liegen in einiger Entfernung von den Plätzen, an denen die darin begrabenen Menschen lebten und starben.</p> Ole Grøn Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81415 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Connected by water, no matter how far. Viking Age central farms at the Trondheimsfjorden, Norway, as gateways between waterscapes and landscapes https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81416 <p>Der Trondheimsfjord in Mittelnorwegen präsentiert sich während der Wikingerzeit als eine Drehscheibe für maritime Kommunikation und Warenaustausch, unterstützt durch eine hochentwickelte Schiffsbautechnologie, welche exzellente Voraussetzungen sowohl für den lokalen als auch den überregionalen Verkehr auf dem Wasser bot. Schriftliche und archäologische Quellen bezeugen eine große Anzahl am Wasser gelegener Großhöfe um den Fjord herum, welche auf dem Wasserweg eng miteinander verbunden waren. Der vorliegende Artikel untersucht die Rolle dieser Großhöfe als Tore und Verknüpfungspunkte zwischen Wasser- und Landwelten innerhalb eines amphibischen Netzwerkes am Beispiel von Handel und Warenaustausch. Die Untersuchung einer Reihe von Fallbeispielen, ihrer Lage und Ressourcengrundlage macht deutlich, dass die Großhöfe teilweise unterschiedliche Funktionen im Rahmen ihrer lokalen und überregionalen Handelsnetzwerke erfüllten. Darüber hinaus deutet ein neues Quellenmaterial, bestehend aus Metalldetektorfunden der letzten Jahre, darauf hin, dass alltägliche Transaktionen mit abgewogenem Silber als Zahlungsmittel in den Strandbereichen einer großen Anzahl ufernaher Höfe entlang des Trondheimsfjords stattfanden, und nicht, wie hätte erwartet werden können, nur im Umfeld größerer Höfe oder an wenigen großen Handelsplätzen.</p> Birgit Maixner Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81416 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Elements of an Aquatic Cultural Landscape – a regional study from a frog’s eye perspective https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81417 <p>Kulturlandschaften werden im Allgemeinen als das Ergebnis menschlicher Aktivitäten auf festem Land wahrgenommen. In glazial geprägten Landschaften wie dem südwestdeutschen Voralpenland greift diese konventionelle Konzeption zu kurz. Weite Flächen in der hydrologisch bis heute sehr dynamischen Landschaft waren über lange Abschnitte des Holozäns wasserbedeckt. Menschliche Gemeinschaften haben diese Wasserflächen für eine Vielzahl von Zwecken genutzt. Diese Aktivitäten haben – ähnlich wie solche auf trockenem Land – Spuren in der überfluteten Landschaft und der belebten Umwelt hinterlassen, aber auch eine Vielzahl von Wasserbauten und Konstruktionen. Die Annahme, das hydrologische Netz aus Seen, Flüssen und Bächen habe bereits in prähistorischer Zeit eine Rolle im Verkehrswesen gespielt, wird durch Modelle gestützt, die im Rahmen des Forschungsprojektes „<em>Beyond Lake Villages</em>” (BELAVI) im Westallgäu erstellt wurden. Einem Ansatz aus der Maritimen Archäologie folgend, diskutiert der Beitrag Elemente einer aquatischen Kulturlandschaft aus der Froschperspektive.</p> Martin Mainberger Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81417 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Ingram Braun (2019). biblatex-archaeology: LaTeX-Package biblatecharchaeology v2.2 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81429 <p>Software-Rezension zu: Ingram Braun (2019). biblatex-archaeology: LaTeX-Package biblatecharchaeology v2.2. GitHub. <a href="https://github.com/CarlOrff/biblatex-archaeology">https://github.com/CarlOrff/biblatex-archaeology</a></p> Anne Klammt Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81429 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Bruhn, K.-Chr. et al. (2018). iDAI.chronontology V 1.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81430 <p>Software-Rezension zu: Bruhn, K.-Chr. et al. (2018). iDAI.chronontology V 1.0. Berlin: Deutsches Archäologisches Institut &amp; i3mainz. <a href="https://chronontology.dainst.org/">https://chronontology.dainst.org/</a></p> Anne Klammt Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81430 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Explore the history of humanity with the new ROAD Summary Data Sheet https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81427 Michael Bolus, Angela Bruch, Miriam Haidle, Christine Hertler, Julia Heß, Zara Kanaeva, Andrew Kandel, Maria Malina, Christian Sommer Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81427 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Durch die Menschheitsgeschichte mit dem neuen ROAD Summary Data Sheet https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81426 Michael Bolus, Angela Bruch, Miriam Haidle, Christine Hertler, Julia Heß, Zara Kanaeva, Andrew Kandel, Maria Malina, Christian Sommer Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81426 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Towards a collaborative meta-analysis of the Final Palaeolithic/earliest Mesolithic in Europe. Report on the 2nd CLIOARCH Workshop, 26th-27th November 2020 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81428 <p>Wir berichten über den 2. Workshop im Rahmen des CLIOARCH-Projekts, der darauf abzielte, auf eine neue Synthese technokultureller Langzeitentwicklungen an der Pleistozän/Holozän-Grenze in Europa hinzuarbeiten. Wir reagieren damit auf den wachsenden Bedarf nach einem metaanalytischen Fundament für den Vergleich und die eventuelle Integration von heterogenen regionalen Datensätzen in der Archäologie des Spätpaläolithikums und frühesten Mesolithikums und betonen insbesondere die reichhaltigen Möglichkeiten, die kooperative Ansätze hierbei bieten. Wir schlagen vor, dass das Expert-Sourcing von vorgefilterten lithischen Informationen eine vielversprechende Grundlage zur Durchführung systematischer archäologischer MetaAnalysen ist und dass die Zusammenstellung, Untersuchung und Konservierung ähnlicher großräumiger Datensammlungen ein wichtiges Forschungsziel für die Zukunft sein könnte.</p> Shumon T. Hussain, David N. Matzig, Federica Fontana, Daniel Groß, Thomas Hess, Mathieu Langlais, Javier Fernández-Lopéz de Pablo, William Mills, Nicolas Naudinot, Caroline Posch, Tomas Rimkus, Svetlana Shnayder, Damian Stefański, Felix Riede Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81428 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Inhalt https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81382 Die Redaktion Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81382 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 CIfA-Umfrage 2020 zu Lohnuntergrenzen in der privatwirtschaftlichen Archäologie (Arbeitspapiere CIfA Deutschland 2) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81408 <p>Die im März/April 2020 durchgeführte öffentliche Umfrage unter Archäologen sollte ermitteln, welche Lohnuntergrenze für die vier typischen Funktionsgruppen (Grabungshelfer, Facharbeiter, Grabungstechniker und Grabungsleiter) auf privatwirtschaftlich ausgeführten archäologischen Ausgrabungen seitens verschiedener Interessengruppen der Archäologie (Angestellte, Arbeitgeber etc.) für angemessen gehalten wird. Es ergibt sich ein überraschend klares Bild, bei dem die Vorstellungen der verschiedenen Interessensgruppen nah bei einander liegen. Insbesondere die Vorstellung der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber in der privatwirtschaftlichen Archäologie unterscheiden sich kaum. Ihre gemeinsam vertretene Lohnuntergrenze liegt bei 3.600 € brutto/Monat für wissenschaftliche Grabungsleiter, 3.000 € brutto/Monat für Grabungstechniker, 2.500 € brutto/Monat für Facharbeiter und 2.100 € brutto/Monat für Grabungshelfer. Diese Vorstellungen liegen einerseits deutlich über den derzeit real gezahlten Löhnen, anderseits aber deutlich unter den Löhnen, die bei vergleichbarer Qualifikation und Verantwortung im öffentlichen Dienst oder im Baugewerbe gezahlt würden.</p> Michaela Schauer, Manuel Mietz, Jan Schneider Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81408 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Der Unterschied zwischen Einkommen und Auskommen: Eine Betrachtung von Lohngestaltungen in der Archäologie (Arbeitspapiere CIfA Deutschland 3) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81409 <p>Das Arbeitspapier beschäftigt sich mit der Frage: Was kann auf dem privatwirtschaftlichen archäologischen Arbeitsmarkt als angemessene Entlohnung gelten? Hierbei werden zunächst die Grundbegriffe zum Thema Entgelt (Lohn, Gehalt etc.) erklärt und verschiedene Vergütungsmodelle (Festanstellung, Werkvertrag etc.) näher beleuchtet sowie mit ihren Vor- und Nachteilen gegenübergestellt. Ein besonderer Fokus dieses Artikels liegt dann auf den Unterschieden zwischen Bruttolöhnen bei Festanstellung oder bei Werkvertrag. Dabei werden die Themenfelder produktive Zeitanteile und Lohnnebenleistungen bzw. geldwerte Vorteile (Betriebliche Rente, Diensthandy etc.) sowie ihre Auswirkung auf Bruttolohn bzw. Gesamteinkommen besprochen. Die produktiven Zeitanteile eines Arbeitnehmers sind dabei vor allem für die Kalkulation des Arbeitgebers (und damit die Fähigkeit eines Unternehmens, langfristig Löhne zu zahlen) ausschlaggebend – denn diese muss er mit einbeziehen, um seinen Auftraggebern eine angemessene Rechnung über die Arbeitskraft des Mitarbeiters zu stellen. Das Bruttoentgelt des Arbeitnehmers kann sich dabei abhängig von den Lohnnebenleistungen deutlich von dem Gesamteinkommen, das man „<em>am Ende in der Hand hat</em>“ unterscheiden. Ein direkter Vergleich von Bruttoentgelten – vor allem dem stundenbasierten Entgelt – „<em>hinkt</em>“ deshalb gewaltig. Desweiteren werden die relevanten Kriterien erläutert, die ein Werkverträgler für die Berechnung seiner Arbeitszeit berücksichtigen muss. Ferner wird in diesem Aufsatz im Zusammenhang mit der Lohnvergleichbarkeit die Frage nach der wirtschaftlichen Verortung des Wirtschaftszweiges „<em>privatwirtschaftliche Archäologie</em>“ im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen gestellt. Neben einer Aufschlüsselung all der Kriterien, die in das Entgelt einfließen können, umfasst der Beitrag eine Zusammenstellung wichtiger Links sowie eine Tabelle, anhand derer das eigene Entgelt basierend auf den besprochenen Kriterien berechnet bzw. geprüft werden kann.</p> Falk Näth Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81409 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Die Studierenden- und Absolventenzahlen in den Fächern Ur- und Frühgeschichte sowie Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit im Jahr 2019 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81410 <p>Der Aufsatz berichtet über die Ergebnisse einer Umfrage der DGUF in Deutschland an allen Instituten/Lehrstühlen für Ur- und Frühgeschichte sowie Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit im Frühjahr 2020, welche die Studierenden- und Absolventenzahlen für das Jahr 2019 erfasst hat. Danach gab es in den Fächern UFG &amp; AMANZ im Jahr 2019 hochgerechnet ca. 175 BA-Abschlüsse, ca. 132 MA-Abschlüsse und ca. 52 Promotionen. Die weitere Analyse der Zahlen zeigt, dass heute – anders als noch in den 1990er Jahren – die Promotion erheblich an Bedeutung verloren hat und der MA-Abschluss der Regelabschluss geworden ist, der in den Beruf führt. Im Vergleich zum Zustand vor zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Absolventen um 10 % gesunken, während zugleich die generellen Studierendenzahlen in Deutschland um 32 % gestiegen sind - das Fach schwindet also. Der Bezug zu anderen aktuellen Untersuchungen zeigt: Die aktuelle Zahl der MA-Absolventen UFG &amp; AMANZ entspricht in etwa der Nachfrage am Arbeitsmarkt, Absolventen haben eine gute Chance, im Beruf Arbeit zu finden.</p> Frank Siegmund Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81410 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 Grabungsfirmen in Deutschland trotz Pandemie auf Wachstumskurs – DGUF-Monitoring-Report privatwirtschaftliche Archäologie 2020 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81411 <p>An der im Februar 2021 bei Archäologie-Unternehmern und -Selbständigen in Deutschland durchgeführten Umfrage über das Wirtschaftsjahr 2020 nahmen mehr Antwortende teil als im Vorjahr. Methodisch unterstreicht die Ähnlichkeit wichtiger Ergebnisse zu denen der Vorjahresuntersuchung und auch zur DGUF-Umfrage EvaBA die Validität der Ergebnisse. Die Unternehmer geben an, dass die Corona-Pandemie ihre Umsätze vorwiegend leicht negativ beeinflusst habe, wonach das von ihnen subjektiv wahrgenommene corona-bedingte „<em>Wachstum</em>“ im Mittel bei minus 9 Prozent läge. Tatsächlich sind die Mitarbeiterzahlen der Unternehmen jedoch von 2019 auf 2020 im Mittel um 6 % gestiegen, der Jahresumsatz um mindestens 4 %, der Jahresumsatz pro Mitarbeiter um ca. 6.645 Euro. Angesichts dieser Zahlen überrascht es nicht, dass die mittlere Stimmung der Unternehmer in Richtung auf 2021 als „<em>gut</em>“ bezeichnet werden kann. Die Personalplanungen für 2021 sehen ein Plus von 12 % Mitarbeitern vor. Die Freitextantworten zeigen auf, dass aus Sicht der Unternehmer vor allem fachintern erhebliches Potenzial besteht, die Grundlagen für eine gute Archäologie und eine höhere Wirtschaftsleistung der Unternehmen weiter zu verbessern.</p> Frank Siegmund, Diane Scherzler Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81411 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200 DGUF-Umfrage „Evaluation Beruf Archäologie“, 10.6.-31.10.2019: Durchführung und Teilnehmer der Umfrage (EvaBA 1) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81412 <p>Die DGUF-Umfrage „<em>Evaluation Beruf Archäologie</em>“ (EvaBA) wurde im Sommer 2019 mit einer 21-wöchigen Befragungsdauer unter allen in Deutschland beruflich in der Archäologie Tätigen durchgeführt.1 Insgesamt 624 verwertbare Antworten bilden eine umfangreiche Zufallsstichprobe, sie liefern aus Sicht der Statistik eine solide Grundlage für vertiefte Auswertungen. Die Kohorte der Antwortenden entspricht nach aktuellem Wissensstand etwa 15 % aller in Deutschland berufstätigen Archäologen. Aufgrund ihrer Ausrichtung und der Art und Weise des Vorgehens kann die Umfrage nicht im strengen Sinne sozialwissenschaftlicher Forschung „<em>repräsentativ</em>“ sein. Doch die hier in Abb. 1-15 vorlegte Beschreibung der Antwortenden zeigt, dass alle Geschlechter, Altersgruppen, Tätigkeitsfelder, Berufserfahrungsstufen, Beschäftigungsarten, Regionen Deutschlands sowie wissenschaftlichen Interessensgebiete in jeweils nennenswertem Anteil vertreten sind. So bunt die deutsche Archäologie, so bunt die Kohorte der Antwortenden – weshalb die auf diesen einleitenden Aufsatz folgenden, weiteren Auswertungen einen fundierten Einblick in die tatsächliche berufliche Lage der in Deutschland berufstätigen Archäologen geben können und werden.</p> Frank Siegmund, Diane Scherzler, Michaela Schauer Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81412 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Löhne und Gehälter in der deutschen Archäologie – Auswertung der DGUF-Umfrage „Evaluation Beruf Archäologie“ 10.6.-31.10. 2019 (EvaBA 2) https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81413 <p>Mit der 2019 von der DGUF durchgeführten Umfrage „<em>Evaluation Beruf Archäologie</em>“ (EvaBA) wurde, basierend auf 624 verwertbaren Antworten, ein umfassendes Bild von der Situation der in Deutschland in der Archäologie Berufstätigen gewonnen (Siegmund, Scherzler &amp; Schauer, 2020). Der vorliegende Auswertungsschritt zum Thema Löhne und Gehälter fußt auf 517 im Umfragezeitraum aktiv Berufstätigen (also ohne in Ausbildung Befindliche, Arbeitslose etc.) aus allen Branchen der Archäologie: Dienstleister und Laborarchäologie, Privatwirtschaft, staatl. Bodendenkmalpflege, Museumswesen, Universität &amp; Forschung. Die Auswertung ermöglicht erstmals einen detaillierten und statistisch belastbaren Einblick in dieses wichtige Thema.1 Mit insgesamt 43 % der Berufstätigen ist der Anteil der befristeten Beschäftigungsverhältnisse in der Archäologie gesamthaft ungewöhnlich hoch (Abb. 2; 37). Während in der privatwirtschaftlichen Archäologie vorwiegend mit unbefristeten Anstellungen gearbeitet wird, sind befristete Arbeitsverhältnisse im Bereich Universität und Forschung mit einem Anteil von 73 % dominierend. Der mit insgesamt 55 % hohe Anteil befristeter Arbeitsverträge in der staatlichen Bodendenkmalpflege überrascht; er geht vor allem auf jene Bundesländer zurück, in denen keine Grabungsfirmen aktiv sein dürfen (Abb. 6). Nicht zuletzt sind – im Gegensatz zur Privatwirtschaft – viele der befristeten Arbeitsverträge bei der staatlichen Bodendenkmalpflege nicht oder nur sehr bedingt verlängerbar (Abb. 4-5). Für Archäologen mit wissenschaftlichem Hochschulabschluss ist die Eingruppierung in die Entgeltgruppe 13 das Übliche. Es fällt allerdings auf, dass ein nennenswerter Anteil an Archäologen trotz wissenschaftlichem Hochschulabschluss nur im gehobenen Dienst (Entgeltgruppe 9-12) beschäftigt ist (Abb. 9), und dass ein nennenswerter Anteil an Archäologen trotz langjähriger Berufserfahrung in einer recht niedrigen Erfahrungsstufe eingruppiert ist (Abb. 11). In beiden Fällen liegt keine systematische Schlechterbehandlung von Frauen (bzw. Männern) vor. Die Zahlen von EvaBA bekräftigen, dass ein Fünftel der Volontäre (die hier jenseits der Kerngruppe der 517 vollends Berufstätigen ebenfalls kurz beleuchtet wurden) unterhalb der Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes entlohnt werden. Bei den Freiberuflern und Selbständigen lässt sich ein sehr weites Einkommensspektrum beobachten (Abb. 29), das z. T. erschreckend niedrig ist und z. T. ein auskömmliches Niveau erreicht. Das Gehaltsniveau in der privatwirtschaftlichen Archäologie liegt auf allen Ebenen (Abb. 23) deutlich unter dem Gehaltsniveau im öffentlichen Dienst, aber auch deutlich unter dem Gehaltsniveau in der Baubranche, mit der sie ja vielfältig interagiert. Auf der Ebene Grabungshelfer und Facharbeiter werden in nennenswertem Anteil Löhne gezahlt, die auf der Ebene des Mindestlohns in Deutschland oder nur knapp darüber liegen und Entgelten vergleichbar sind, die außerhalb der Archäologie nur in gesellschaftlich stark kritisierten Niedriglohnbranchen gezahlt werden (z. B. Amazon, Systemgastronomie). Wissenschaftliche Grabungsleiter erreichen im Mittel nur 60 % des Gehalts ihrer Kollegen im öffentlichen Dienst, die eine ähnliche Qualifikation besitzen und eine ähnliche Arbeit verrichten.</p> Frank Siegmund, Michaela Schauer, Diane Scherzler Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81413 Mo, 31 Mai 2021 00:00:00 +0200 Titelei https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81380 Die Redaktion Copyright (c) 2021 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/81380 Fr, 28 Mai 2021 00:00:00 +0200