Archäologische Informationen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf <p>&nbsp;</p> <div id="journalDescription"><a title="Link zur aktuellen Ausgabe" href="/index.php/arch-inf/issue/current"><img id="titleImg" src="/public/journals/66/cover_issue_4066_de_DE.jpg" alt=""></a> <p>Die Archäologischen Informationen (Arch. Inf.) ist die wissenschaftliche Zeitschrift der&nbsp;<a href="http://www.dguf.de/index.php">Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF)</a>.</p> <p>Im Fokus der Archäologischen Informationen stehen:</p> <ul> <li class="show">neue Forschungen auf dem Gebiet der Ur- und Frühgeschichte und Mittelalter-Archäologie Europas, vor allem Synthesen, übergreifende historische Auswertungen und Forschungsbilanzen,</li> <li class="show">die offene Debatte aktueller fachlicher Kontroversen im "Forum",</li> <li class="show">interdisziplinäre Themen, insbesondere an der Schnittstelle zu den fachrelevanten Naturwissenschaften,</li> <li class="show">die Weiterentwicklung fachrelevanter Methoden und Theorien,</li> <li class="show">die Weiterentwicklung der fachlichen Ethik und fachpolitische Themen, inklusive Fragen des Studiums und der Ausbildung,</li> <li class="show">die Verbesserung des Kulturgüterschutzes und des Kulturlandschaftsschutzes, sowie die Einbindung des bürgerschaftlichen Interesses und des ehrenamtlichen Engagements in die Archäologie.</li> </ul> <p>Die Zeitschrift publiziert in deutscher und englischer Sprache. Die Druckauflage liegt bei 1.000 Exemplaren. Mit Hilfe der Universitätsbibliothek Heidelberg erscheinen die Archäologischen Informationen zusätzlich auch im Open Access. In die Online-Ausgabe können Ergänzende Materialien und Open Data eingebunden werden. Seit Jg. 40, 2017 erscheint die Zeitschrift (bis auf einzelne, explizit benannte Ausnahmen) in der <a href="http://www.dguf.de/416.html">Lizensierung CC BY 4.0</a>.</p> <p><strong><br><a href="http://www.dguf.de/416.html">Copyright und CC-Lizenz: Handreichung für die Lizenzierung wissenschaftlicher Publikationen</a><br></strong></p> <p><a href="http://www.dguf.de/index.php?id=37">Weitere Informationen</a> für Leser und Autoren über die Zeitschrift Archäologische Informationen.</p> <p><br>Alle älteren Jahrgänge sind retro-digitalisiert, Sie finden sie hier im Online-Archiv. Wenn gegenüber dem Inhaltsverzeichnis Aufsätze fehlen, fehlt den Herausgebern die Erlaubnis des Autors/der Autoren zur Online-Stellung. Das Lesen aller Beiträge ist ohne weitere Anmeldung möglich. Die Anmeldung (rechts unten) öffnet speziellen Nutzern, z. B. den Administratoren, den Zugriff auf Funktionen, die man zum Lesen der Aufsätze nicht benötigt.</p> <p>Zum kommenden Band der Zeitschrift "Archäologische Informationen" mit allen Beiträgen, die bereits online im Early View publiziert, aber noch nicht gedruckt sind: &gt;&gt; <a href="http://www.dguf.de/index.php?id=9">Early View</a></p> <p>&nbsp;</p> <p><a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/oastats.cgi?repo=ojs&amp;id=arch-inf">Statistiken</a> für die Archäologischen Infomationen insgesamt.</p> </div> de-DE editor@dguf.de (DGUF e. V.) effinger@ub.uni-heidelberg.de (Dr. Maria Effinger) Tue, 09 Jun 2026 19:13:25 +0200 OJS 3.2.1.4 http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss 60 Titelei https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116101 Die Redaktion Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116101 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Arbeitsmarkt ur- und frühgeschichtliche Archäologie in Deutschland: aktueller Stand und Entwicklungen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116104 <p>Die amtliche Statistik in Deutschland erfasst und meldet keine Zahlen zur Größe des Arbeitsmarktes Archäologie, <br>genauer der Fächer Ur- und Frühgeschichte (UFG), Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (AMANZ) und Archäologie der Römischen Provinzen (ARP). Aus einer Kombination der 2008 veröffentlichen und hier z.T. fortgeschriebenen DISCO-Studie 2006-08 und der jährlichen Erhebungen der DGUF (seit 2019) ergibt sich, dass es im Jahr 2024 ca. 5.880 in der Archäologie Berufstätige gibt, davon ca. 3.175 in Positionen, die einen wiss. Hochschulabschluss erfordern. Daraus lässt sich in Kombination mit anstehenden Pensionierungen/ Berentungen ableiten, dass es derzeit einen Bedarf von ca. 115 Stellen pro Jahr für Personal mit wiss. Hochschulabschluss gibt plus ca. 25 Stellen für Grabungstechniker, welche ebenfalls oft mit studierten Archäologen besetzt werden. Diesem Bedarf von insgesamt etwa 140 Stellen stehen maximal ca. 130 Hochschulabsolventen gegenüber (eine Zahl, die 2025-2027 voraussichtlich um jährlich ca. 5 % schwinden wird), realistisch ca. 15 % weniger, d.h. ca. 110 Absolventen. Demnach gibt es aktuell für mind. 20 % der offenen Stellen keinen fachlich qualifizierten Nachwuchs.</p> Frank Siegmund Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116104 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Quo abieris? https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116100 <p>Der Beitrag beschreibt aus Sicht der Privatwirtschaft die (drängenden) Änderungserfordernisse der nächsten zehn Jahre – nur dann ist ein wirksamer und gesellschaftlich akzeptierter Denkmalschutz weiterhin möglich. Dazu braucht es insbesondere geeignet ausgebildete Fachkräfte und praxistaugliche Regelungen seitens der staatlichen Behörden. Es liegt in der Hand der Archäologinnen und Archäologen und der jeweiligen Archäologie-Sparten, die überfälligen Anpassungen und Renovierungen selbst zu gestalten.</p> Sascha Piffko Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116100 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Perspektiven und Perspektivwechsel für das vorhabenbezogene archäologische Berufsfeld im Bereich von linearer Infrastrukturplanung: Chancen im Rahmen des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116122 <p>Der Beitrag analysiert die strukturelle Transformation der vorhabenbezogenen Archäologie in Deutschland im Kontext großräumiger linearer Infrastrukturvorhaben. Am Beispiel der HGÜ-Erdkabelprojekte des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 wird archäologische Leistungserbringung insbesondere auf Ebene der Planfeststellung sowie ihre Einbettung in fachplanerische und genehmigungsbezogene Prozesse untersucht. Im Ergebnis zeigt sich ein Übergang von einer überwiegend reaktiven, grabungsnahen Auflagenpraxis hin zu einem frühzeitig integrierten, daten- und prozessgestützten Planungsbeitrag. Zentrale Entwicklungstreiber sind frühzeitige, risikoorientierte Bewertungsansätze (z.B. Archäologische Frühdiagnostik), digital interoperable Datenstrukturen sowie integrierte <br>Prozessarchitekturen entlang des gesamten Projektzyklus. Dadurch verschiebt sich archäologische Entscheidungsrelevanz in frühe Planungsphasen und stabilisiert Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse. Die Analyse zeigt zudem nachhaltige Nachfrageimpulse, steigende Anforderungen an Skalierung, Koordination und digitale Integration sowie die Ausbildung neuer Rollenprofile an den Schnittstellen zwischen Fachplanung, Behörden und Leistungserbringung. Daraus wird ein konsistentes Zielbild einer integrierten archäologischen Leistungsarchitektur abgeleitet.</p> Sebastian Tegge, Gunhilt Merker, Jana Nolle Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116122 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Archäologische Frühdiagnostik in der Planfeststellung von NABEG-Erdkabelvorhaben – ein planungsintegrierter Ansatz https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116107 <p>Die Archäologische Frühdiagnostik (AF) wird als planungsintegriertes Konzept zur frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Verifikation archäologischer vorhabenbezogener Risiken in Erdkabelvorhaben nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG)1 auf Ebene der Planfeststellung vorgestellt. Sie adressiert das strukturelle Spannungsverhältnis zwischen Archäologie und Planungssicherheit. Durch ein modulares, iteratives System (AF-A bis AF-E) werden explorative Desktopstudien und archäologische Prospektionsmethoden mit den Anforderungen der fachplanerischen Trassenkonkretisierung verknüpft und schrittweise verdichtet. Ziel ist die systematische Integration archäologischer Erkenntnisse in die Projektsteuerung sowie die Reduktion von Unsicherheiten durch belastbare, planungsrelevante Entscheidungsgrundlagen im Planfeststellungsverfahren.</p> Gunhilt Merker, Sebastian Tegge Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116107 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit: Impulse für einen neuen Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Feldarchäologie https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116123 <p>Der Fachkräftemangel stellt die Feldarchäologie durch rückläufige Absolventenzahlen, alternde Belegschaft und wachsende Großprojekte vor Herausforderungen. Mechanisierung (z. B. Exoskelette) und Automatisierung (z. B. digitale Workflows, KI und AR) können Lösungen dafür sein. Durch solche Maßnahmen können Belastungen der Mitarbeiter reduziert, die Effizienz in Dokumentation und Auswertung gesteigert und Nicht-Muttersprachler besser in den Arbeitsablauf integriert werden. Um solche Innovationen wirtschaftlich umzusetzen, ist die Kalkulation über andere Einheitspreise als Stundenpreise nötig.</p> Anna Anzenberger Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116123 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Inhalt https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116105 Die Redaktion Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116105 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Otto, Chr. (2025). Die Ausgrabungen im Jahr 2022 an der St. Andreas Kirche in Cloppenburg-Krapendorf (Niedersachsen). https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116152 <p>Rezension zu: Otto, Chr. (2025). Die Ausgrabungen im Jahr 2022 an der St. Andreas Kirche <br>in Cloppenburg-Krapendorf (Niedersachsen). (Archäologische Quellen, 8). Kerpen-Loogh: DGUF-Verlag. ISBN 978-3-945663-25-7, online: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1542.</p> Iris Aufderhaar, Gösta Ditmar-Trauth, Caroline Insogna Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116152 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Yule, P. A. & Mauro, F. (2025). At the dawn of history. The late pre-Islamic age in south-eastern Arabia. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116153 <p>Book review of: Yule, P. A. &amp; Mauro, F. (2025). At the dawn of history. The late pre-Islamic age in <br>south-eastern Arabia. (The Archaeological Heritage of Oman, 14). Oxford: Archaeopress. – 368 pages, 175 figures, 34 tables. ISBN 978-1-80327-993-0</p> Michele Degli Esposti Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116153 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Graichen, G. & Wemhoff, M. (2024). Gründerzeit 1200. Wie das Mittelalter unsere Städte erfand. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116155 <p>Rezension zu: Graichen, G. &amp; Wemhoff, M. (2024). Gründerzeit 1200. Wie das Mittelalter <br>unsere Städte erfand. Berlin: Propyläen (Ullstein Buchverlage GmbH). – 457 S. ISBN 978-3-549-10065-3</p> Viviane Diederich Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116155 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Veit, U. (2025). Grundfragen der Prähistorischen Archäologie. Eine Einführung in archäologische Frage- und Begründungsweisen. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116156 <p>Rezension zu: Veit, U. (2025). Grundfragen der Prähistorischen Archäologie. Eine Einführung in archäologische Frage- und Begründungsweisen. Tübingen: Narr Francke Attempto. – 492 Seiten, 44 Abb., 37 Tab. ISBN: 9783825264086, eISBN: 9783838564081</p> Oliver Dietrich Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116156 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Van der Meulen-van der Veen, Berber Sanderijn (2025). Cultural Transformations in Germania Secunda. A Holistic Approach to ‘Barbarian’ Migrations. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116157 <p>Rezension zu: van der Meulen-van der Veen, Berber Sanderijn (2025). Cultural Transformations in Germania Secunda. A Holistic Approach to ‘Barbarian’ Migrations. (Archaeopress Roman Archaeology, 128). Bicester: Archaeopress. – 235 pages with 164 ill. and 4 plates. ISBN 978-1-80327-991-6. Open Access: DOI 10.32028/9781803279916</p> Anna Flückiger Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116157 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Kärnten und seine frühe Landesgeschichte in zwei aktuellen musealen Präsentationen: Geschichtsbilder zwischen Fakten, Verkürzungen und Nationalismen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116158 <p>Kärnten und seine frühe Landesgeschichte in zwei aktuellen musealen Präsentationen: Geschichtsbilder zwischen Fakten, Verkürzungen und Nationalismen – eine Ausstellungsrezension</p> Paul Gleirscher Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116158 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Lust, U. (2025). Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116159 <p>Rezension zu: Lust, U. (2025). Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte. Berlin: Reprodukt Verlag. – Hardcover, 19,3 x 26 cm, farbig, 256 S. ISBN 978-3-95640-445-0.</p> Daniela Heller, Sibylle Wolf Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116159 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Sammelrezension https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116167 <p>Die Kelten vor der Zeitenwende. Basel: Librum&nbsp; Publishers &amp; Editors. – Hardcover, 15 x 21,5 cm, 2 Karten s/w, 395 S. ISBN 978-3-906897-79-0. / Leskovar, J. (2023). Salzberg-Göttin: Historischer Roman aus der Hallstatt-Zeit. Meßkirch: Gmeiner-Verlag. – Paperback, 12,5 x 20,5 cm, s/w, 283 S. ISBN 978-3-8392-0726-0. / Leskovar, J. (2024). Salzberg-Erbin. Historischer Roman aus der Hallstatt-Zeit. Meßkirch: Gmeiner-Verlag. – Paperback, 12,5 x 20,5 cm, 2 Karten farbig, 295 S. ISBN 978-3-8392-0406-1. / Leskovar, J. (2025). Salzberg-Tod. Historischer Roman aus der Hallstatt-Zeit. Meßkirch: Gmeiner-Verlag. – Paperback, 12,5 x 20,5 cm, s/w, 298 S. ISBN 978-3-8392-0901-1.</p> Sophie Hüglin Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116167 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Ramstein, M. (2024). Die hallstattzeitliche Schutthalde von Orpund. Ein absolut datierter Fundkomplex des 8. Jahrhunderts v. Chr. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116162 <p>Rezension zu: Ramstein, M. (2024). Die hallstattzeitliche Schutthalde von Orpund. Ein absolut datierter Fundkomplex des 8. Jahrhunderts v. Chr. Mit Beiträgen von J. Affolter, Ö. Akeret, L. Bassin, M. Bolliger, S. Deschler-Erb, A. Heitz-Weniger, K. Ismail-Meyer, M. Kühn, N. Lengacher, B. Ligouis, F. Puthod &amp; D. Schiess (Hefte zur Archäologie im Kanton Bern, 14). Bern: Archäologischer Dienst des Kantons Bern 2024.– 324 Seiten, zahlreiche Illustrationen. ISBN 978-3-9525608-6-0. Open Access: https://boris.unibe.ch/id/eprint/199666.</p> Christoph Huth Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116162 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Madsen, T. (2024). Continuity and Change. The development of Neolithic societies in central East Jutland, Denmark. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116163 <p>Review of: Madsen, T. (2024). Continuity and Change. The development of Neolithic societies in central East Jutland, Denmark. (Jutland Archaeological Society Publications, 129). Højbjerg: Jutland Archaeological Society and Museum Horsens. – 539 pages, 430 figures (b/w and colour), two appendices. ISBN 978-87-93423-54-1</p> Rune Iversen Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116163 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Belford, P. & Wait, G. (2025). Ethics in Archaeological Practice. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116164 <p>Rezension zu: Belford, P. &amp; Wait, G. (2025). Ethics in Archaeological Practice. London: Routledge. – Paperback, 23,3 x 15,5 cm, 20 s/w Abb., 195 S. ISBN 978-0-367-48144-5.</p> Andrea Schaer Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116164 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Seifert, L. & Spencer-Wood, S. (eds) (2025). Mothering and Archaeology: Past and Present Perspectives. https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116165 <p>Review of: Seifert, L. &amp; Spencer-Wood, S. (eds) (2025). Mothering and Archaeology: Past and Present Perspectives. London: Routledge. 394 pages, 33 b/w illustrations. ISBN 978-0-367-76264-3.</p> Maren von Mallinckrodt Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116165 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Des Kaisers neue Kleider: Der durchsichtige Deckmantel der überarbeiteten „Richtlinien Archäologie“ des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116124 <p>Bei den „Richtlinien Archäologie“ der hessischen Landesarchäologie handelt es sich um eine Verwaltungsvorschrift mit Außenwirkung. Solche bedürfen einer Rechtsgrundlage und dürfen nicht gegen höherrangigeres Recht verstoßen. Um dies sicherzustellen, gilt eine Publikationspflicht. In Hessen ist der Staatsanzeiger das amtliche Veröffentlichungsorgan, um ggf. eine (gerichtliche) Normenkontrolle über die dortige Registratur (sogenannte „Fundstellen“) zu ermöglichen. Entsprechende Vorschriften werden im sogenannten „Gültigkeitsverzeichnis“ („Amtliches Verzeichnis hessischer Verwaltungsvorschriften“) aufgenommen. Dort nicht veröffentlichte Vorschriften mit Außenwirkung (d.h. ohne „Fundstelle“) werden ohne diese rechtsstaatlich gebotene Publikation nicht wirksam. Sämtliche bislang durch das Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) erstellten „Richtlinien Archäologie“ finden sich weder im Staatsanzeiger noch in den Gültigkeitsverzeichnissen. Sie sind deshalb rechtlich nicht bindend. Aber auch inhaltlich sind für die 2025 veröffentlichten überarbeiteten „Richtlinien Archäologie“ aus rechtsstaatlicher Perspektive – wie auch sämtliche Vorgängerversionen – in vielen Punkten rechtlich fragwürdig. Das LfDH versucht u.a. weiterhin zu vermeiden, selbst Vertragspartner bei verursacherfinanzierten archäologischen Projekten zu werden. Mittels der Verpflichtung der Fachfirmen bzw. sonstigen Bescheidempfängern zum Abschluss sogenannter „Verträge zugunsten Dritter“, wobei mit „Dritter“ hier das LfDH gemeint ist, möchte sich das LfDH u.a. umfangreiche Nutzungsrechte (nach Urheberrecht) und das Eigentum an den Grabungsdokumentationen einräumen lassen. Der Abschluss solcher Verträge soll die Voraussetzung für den Erhalt von Nachforschungsgenehmigungen sein. Außerdem soll mittels dieser Verträge (ohne Beteiligung des LfDH) zusätzlich sichergestellt werden, dass eine vollständige Freistellung des LfDH gegenüber allen anderen Vertragsbeteiligten und deren Mitarbeitern wegen der Verletzung von urheberrechtlichen Befugnissen erfolgt (Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter). In beiden Fällen sind entsprechende Vertragskonstrukte rechtlich zweifelhaft. Die von amtlicher Seite ebenfalls geforderten umfangreichen Geheimhaltungspflichten sollen gleichfalls über Vertragskonstruktionen erreicht werden, bei denen das LfDH erneut kein Vertragspartner ist. Neben verfassungsrechtlichen und urheberrechtlichen Bedenken scheitern diese Forderungen des LfDH nach meiner Meinung deshalb darüber hinaus <br>auch an diversen vertrags- und arbeitsrechtlichen Hürden.</p> Eric Biermann Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116124 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Die Studierenden- und Absolventenzahlen in den Fächern Ur- und Frühgeschichte sowie Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit und Provinzialrömische Archäologie im Jahr 2024 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116125 <p>Die seit 2019 jährlich von der DGUF durchgeführte Umfrage an den einschlägigen Universitätsinstituten zu den Studierenden- und Absolventenzahlen im Fach UFG &amp; AMANZ zeigt für 2024 eine Stabilisierung der Zahlen auf dem relativ niedrigen Niveau des Jahres 2023, mit ca. 123 BA-Abschlüssen, 93 MA-Absolventen und 30 Promotionen. Hinzu kommt das Fach Provinzialrömische Archäologie, für das sich ca. 22 BA-, 7 MA-Abschlüsse und 6 Promotionen ergeben. Eine Prognose für die Jahre 2025-2027 zeigt, dass die Anzahl der MA-Abschlüsse – bei leicht sinkender Tendenz – in der nahen Zukunft in etwa auf dem (niedrigen) Niveau der Jahre 2023-24 liegen wird.</p> Frank Siegmund Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116125 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Rundum Wachstum: Umsatz, Personalstärke, Gehälter – DGUF-Monitoring-Report privatwirtschaftliche Archäologie 2024 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116126 <p>Die jährliche Umfrage der DGUF über das zurückliegende Wirtschaftsjahr bei archäologischen Fachfirmen erweist das Jahr 2024 als von Wachstum geprägt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter um 6,3 % gestiegen. Der Branchenumsatz liegt deutschlandweit bei knapp 240 Millionen Euro (Lohnanteil ca. 60 %). Gegenüber dem Vorjahr ist das Gehaltsniveau für die Angestellten um ca. 5,3 % gestiegen. Die Stimmung bei den Firmeninhabern ist gut, für 2025 ist ein erheblicher Personalausbau geplant.</p> Frank Siegmund Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116126 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 DFG Abschlussbericht https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116150 <p>Dieses Projekt befasst sich mit den Faktoren, die im Frühmittelalter zur Entstehung von Städten in einer zuvor nicht urbanisierten Region Zentralasiens führten. Während arabische Schriftquellen des 10. Jahrhunderts Dzhankent (türkisch für „Neue Stadt“) als Hauptstadt der Oguz (einer Föderation türkischer Nomadenstämme) erwähnen, belegen unsere neuen archäologischen Funde und 14C-Daten aus der verlassenen Stadt am unteren Syr-darja einen viel früheren Ursprung der Siedlung, nämlich im 6. Jahrhundert – und damit genau zu der Zeit, als der Handel auf der nördlichen Seidenstraße durch diese Region einsetzte. Funden zufolge gab es dann <br>sehr bald Kontakte zum südli cher gelegenen Handelszentrum Choresmien am Amu-darja. Ein faszinierender Fund aus die ser Phase ist das Skelett einer Katze aus dem späten 8. Jahrhundert, die erste in dieser Region ausgegrabene Hauskatze. Im späten 9. Jahrhundert, nach der Einwanderung der Oguz und wahrscheinlich unter ihrer Kontrolle, wurde die Siedlung als ummauerte Planstadt nach choresmischem Muster neu angelegt, aller-<br>dings ohne die monumentalen Gebäude, wie sie für Zentren von „Nomadenstaaten“ dieser Zeit typisch waren. In dieser neuen Form existierte Dzhankent nicht viel länger als ein Jahrhundert, eine kurzlebige „boom town“ an <br>der Kreuzung der nördlichen Seidenstraße und dem dokumentierten Nord-Süd-Handel zwischen Zentralasien und Nordeuropa. Naturwissenschaftliche Analysen von Proben aus einem eigenartigen Anbau an der nördlichen Stadtmauer legen nahe, dass dies einst ein Sklavenpferch war, was wiederum darauf schließen lässt, dass Dzhankent eine Rolle im florierenden Sklavenhandel dieser Zeit gespielt haben könnte – und dann aufgegeben wurde, als dieser Handel im späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert versiegte. Es dürfte kein Zufall sein, dass der historisch dokumentierte Zerfall des „Nomadenstaats“ der Oguz genau in diese Zeit fiel. Umweltveränderungen könnten ein zusätzlicher Faktor gewesen sein, verlässliche Belege dafür gibt es jedoch nicht. Die Stadtgeschichte, wie sie sich aus den Ergebnissen unseres Projekts und aus dem historischen Kontext ergibt, verdeutlicht hier ein Zusammenspiel von Faktoren bei der Entstehung der Stadtwerdung: Geografie, Handel und Be­völkerungsstruktur.&nbsp;</p> Heinrich Härke Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116150 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Regionalstile der Bandkeramik: wirklich „regional“? https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116151 <p>Der bekannte bandkeramische Ritualort von Herxheim (Pfalz) hat mehr als 30.000 verzierte Keramikfragmente <br>erbracht, die sich acht verschiedenen regionalen Zierstilen der Bandkeramik zuweisen lassen. Allerdings besteht bei den Kennern der bandkeramischen Tonware große Uneinigkeit, ob es sich bei den Herxheimer Stücken um Importe aus den Regionen oder aber um pfälzische Nachahmungen derselben handelt. Chemische Analysen der Tonrezepturen ergaben keine klaren Aussagen. Um die Herkunft der Keramik möglichst zu klären, lud die Autorin gemeinsam mit den beiden Mitarbeitern ihres DFG-Projektes zur Keramik von Herxheim rund 25 Spezialisten für die frühneolithischen verzierten Keramikstile zu einem Workshop nach Heidelberg ein. 17 Kolleginnen und Kollegen brachten eine repräsentative Auswahl von verzierter Keramik verschiedener Regionalstile mit, die in Heidelberg mit den Vertretern der jeweiligen regionalen Zierstile von Herxheim im Original verglichen und diskutiert wurden. Der Workshop konnte zwar die Frage der Herkunft der Herxheimer Keramik nicht eindeutig klären, war jedoch angesichts der intensiven Diskussionen direkt am Material höchst erkenntnisreich und gewinnbringend für alle Teilnehmenden. Ziel dieses Workshop-Berichtes ist es, im Fach dazu anzuregen, häufiger ähnliche Veranstaltungen mit Originalmaterial durchzuführen, da diese sehr ertragreich sind und viele neue Ansätze erbringen können, wie der Heidelberger Keramik-Workshop eindrücklich gezeigt hat.</p> Andrea Zeeb-Lanz Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116151 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Die Beschaffung und der Austausch von Steinrohmaterialien auf Skye (Innere Hebriden) während des Mesolithikums https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116127 <p>Im Gegensatz zu Regionen wie dem südlichen Großbritannien oder Dänemark, wo urgeschichtliche Steinartefaktinventare weitgehend oder vollständig von Feuerstein dominiert werden, sind Inventare aus Schottland tendenziell diverser, wobei In-<br>ventare von der Isle of Skye in den Inneren Hebriden die bei weitem vielfältigsten sind. Die Vielfalt an Rohmaterialien stellt Spezialisten für Steinartefakte und Archäologen im Allgemeinen vor Herausforderungen. Sie ermöglicht es jedoch auch, Fragestellungen zu erörtern, die auf der Grundlage von reinen Feuersteininventaren kaum diskutiert werden können, wie z.B. die Versorgung mit und der Austausch von lithischen Rohmaterialien sowie soziale Territorien. Die urgeschichtlichen Inventare von Skye werden tendenziell durch Feuerstein von den Stränden Skyes, Heliotrop (Blutjaspis) von der Insel Rum unmittelbar südlich von Skye, Durness-Hornstein aus Ord im Südwesten Skyes, <br>Staffin-Tonstein (baked mudstone) aus dem Norden Skyes und Quarz dominiert, ergänzt durch seltenere Materialien wie Dolerit und Tuff. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Bestimmung verwitterter Varietäten dieser Rohmaterialien wurden neue Kategorien erfunden, wie zum Beispiel ‘chalcedonic silica’ und ‘feuersteinartige Hornsteine‘, die es fast unmöglich machten, die oben aufgeführten Themen zu diskutieren. Allerdings schlug einer der Autoren (TBB) einen Weg vor, um sicher zwischen den wichtigsten dieser Rohmaterialien zu unterscheiden. Im vorliegenden Aufsatz werden Versorgung, Austausch und Territorialstrukturen auf der Grundlage von Rohmaterialien mit <br>begrenzten, aber geographisch bekannten Aufschlüssen diskutiert, wie Heliotrop von Rum, Durness-Hornstein, Staffin-Tonstein und massive Lapillituffe aus der erloschenen Kilchrist-Caldera im südlichen Skye. Vier mesolithische Inventare von Skye werden entsprechend des neuen Verständnisses ihrer Rohmaterialien unterteilt, und zwar Staffin, South Cuidrach, Camas Daraich 2 und Rubh an Dunain. Aufgrund der unterschiedlichen Rohmaterialpräferenzen auf den ausgegrabenen Fundplätzen war es möglich, Skye in eine nördliche und eine südliche Hälfte zu unterteilen und den Schluss zu ziehen, dass die wichtigsten lithischen Rohmaterialien innerhalb eines Gebietes mit einem Radius von bis zu ca. 25 km Entfernung von den Lagerplätzen beschafft wurden. Es war ebenfalls möglich zu folgern, dass die Verbreitung des Heliotrops von Rum (der eindeutig als ‘kostbares‘ Rohmaterial angesehen und großräumiger getauscht wurde) abgestuft ist und einen inneren Ring (Fundstellen mit Entfernungen von Rum von bis zu 80 km) sowie einen äußeren Ring (Fundstellen mit Entfernungen von Rum von bis zu 150 km) umfasst. Das Kerngebiet (bis zu 25 km vom Aufschluss) wird durch große Anzahlen von Heliotrop-Artefakten pro Fundstelle definiert, wohingegen die Plätze im inneren und äußeren Ring alle durch wenige Stücke pro Platz gekennzeichnet sind. Stattdessen besteht der Hauptunterschied zwischen dem inneren und dem äußeren Ring in der Zahl an Fundplätzen mit Heliotrop – im inneren Ring enthalten die meisten Fundstellen mindestens ein oder zwei Stücke aus Heliotrop, während im äußeren Ring die meisten <br>Plätze keine aufweisen, aber einige seltene Stücke doch vorkommen. Eine Interpretation der beobachteten Muster wird vorgeschlagen, aber diese Interpretation bedarf eindeutig einer Untermauerung durch mehr mesolithische Inventare, die anhand der in diesem Aufsatz definierten Prinzipien klassifiziert, beschrieben und analysiert werden.</p> Torben Bjarke Ballin, Steven Birch, Karen Hardy, Mary Peteranna Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116127 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Der Mensch ist ein Lernender: Über die Weitergabe von technischem Wissen unter Steinschlägern https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116128 <p>Dieser Aufsatz fokussiert auf die Rhein-Maas-Region und die lithischen Industrien von sechs archäologischen Fundstellen auf der Aldenhovener Platte und ihrer Umgebung. Diese Fundstellen bilden eine kontinuierliche chronologische Abfolge, die von der späten Grossgartach-Phase bis zur späten Rössener Kultur reicht. Durch eine detaillierte technologische Analyse konnten an den post-LBK-Fundstellen der Kölner Bucht zwei Hauptproduktionssysteme identifiziert werden: die Klingenproduktion und die sogenannten „einfachen Produktionen“. Letztere bilden eine weit gefasste Kategorie, die verschiedene Praktiken beinhaltet, wie z.B. die Nutzung von <br>Abschlagsmaterial, unbearbeiteten Blöcken oder Kernen, die Herstellung von Abschlägen sowie die Aktivitäten unerfahrener oder junger Feuersteinschläger. Das Auftreten einer gezielten Abschlagproduktion stellt einen bedeutenden Bruch mit der vorhergehenden, auf Klingen basierenden LBK-Tradition dar und markiert eine bemerkenswerte technologische Neuerung. Dieser Wandel in der Organisation der Steinartefaktherstellung steht in engem Zusammenhang mit der Rössener Kultur und könnte auch durch Interaktionen mit Gemeinschaften der Blicquy- / Villeneuve-Saint-Germain-Gruppe beeinflusst worden sein, die Entwicklungen im Rheinland mitgeprägt haben.</p> Solène Denis Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116128 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Zur Leopoldina-Stellungnahme „Klima - Wasserhaushalt - Biodiversität: Für eine integrierende Nutzung von Mooren und Auen“ https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116129 <p>Die Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina „Klima - Wasserhaushalt - Biodiversität: Für eine integrierende Nutzung von Mooren und Auen“ wurde Mitte 2024 als politische Handlungsempfehlung herausgegeben. Sie betont die zentrale Bedeutung von Mooren und Auen für den Klima- und Biodiversitätsschutz und fordert ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit diesen Ökosystemen. Ungeachtet des Anspruchs der Leopoldina, Themen- und Fachgrenzen zu überschreiten und zukunftsweisende Empfehlungen zu gesellschaftlich relevanten Themen zu formulieren, ist in der Stellungnahme ein erhebliches Defizit festzustellen: Der Schutz des archäologischen Erbes wird in keiner Weise berücksichtigt. Dieser Schutz der Moore und Auenlandschaften <br>hat in Norddeutschland eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1837 zurückreicht, und ist heute rechtlich und organisatorisch abgesichert. <br>Das umfangreiche Archiv der Klima-, Umwelt- und Kulturgeschichte der Moore und Feuchtböden wird von der staatlichen Denkmalpflege betreut, die in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen ein integratives Denkmalpflegemanagement auf Basis des Ansatzes des Integrierten Küstenzonenmanagements entwickelt hat. Die Akademie übersieht in ihrer Analyse die bereits seit langem etablierte Verwaltungspraxis sowie die wichtige Komponente der Archivfunktion der Moore und Auenflächen. Der vorliegende Beitrag untersucht die Leopoldina-Stellungnahme kritisch aus der Perspektive des Denkmalschutzes in Norddeutschland und plädiert für einen ganzheitlichen Ansatz, der das gleichrangige Schutzgut Denkmalschutz von vornherein einbezieht.</p> Ulf Ickerodt, Tobias Reuter, Detlef Jantzen Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116129 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Was hat Schlamm mit Archäologie und Denkmalschutz zu tun? https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116130 <p>Während der Archäologe durch Auswertung archäologischer Fundstellen Wissen über die Vergangenheit gewinnt, dienen dem Archäobiologen und anderen Naturwissenschaftlern Seeablagerungen oder Torfe als Naturarchive. Seeablagerungen stellen wie Torfe Naturarchive besonderer Güte dar, die mit unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Methoden gelesen werden können. Die enthaltene Information stellt nicht, wie ein archäologischer Befund, eine Momentaufnahme dar, sondern sozusagen einen Film, der mit der Entstehung des Sees beginnt und bis in die Gegenwart spielt, also Jahrhunderte und Jahrtausende umfasst. Dem Schutz dieser Archive wurde bislang in der Denkmalpflege nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Archäologische Fundstellen sind vom Denkmalrecht geschützt, die Naturarchive nicht oder nicht ausreichend, wie ein aktuelles Beispiel zeigt. Hier besteht Nachholbedarf, der ausgehend von der fachlichen Diskussion in eine Gesetzgebung münden muss, damit künftige Generationen von Forschern nicht nur die Fragestellungen und Methoden haben, sondern auch das notwendige Material.</p> Manfred Rösch Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116130 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Was geht? https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116131 <p>Auf Basis einer hier zusammengetragenen Sammlung von 66 publizierten merowingerzeitlichen Gräberfeldpopulationen aus Mitteleuropa, die archäoanthropologisch bearbeitet sind, kann die epochenübliche mittlere biologische Lebenserwartung derjenigen, die das Erwachsenenalter erreicht haben („e20“), auf 22,4 Jahre bestimmt werden, oder – ab Geburt gerechnet („a20“) – auf 42,4 Jahre. Die mittlere Lebenserwartung im frühen Mittelalter ist damit circa 4 Jahre höher als im Frühneolithikum und in der Frühbronzezeit dieses Raumes, weitgehend identisch zu jener in der (Spät-) Antike und 2 Jahre geringer als im anschließenden Hochmittelalter. Vor dem Hintergrund der selbstkritischen anthropologischen Fachdiskussion seit den 1970er-Jahren über die Verlässlichkeit der biologischen Altersbestimmungen nach der Komplexen Methode und einem hier dargelegten Vergleich mit Modellsterbetafeln müssen die genannten Zahlen als Mindestwerte verstanden werden. Das tatsächlich erreichte mittlere kalendarische Lebensalter lag, wie hier begründet wird, um ca. 5 Jahre höher – was auch für die genannten Vergleichsserien gilt. Danach lag der Lebensstandard im frühen Mittelalter, hier gemessen an der mittleren Lebenserwartung, in etwa auf dem Niveau der Kaiserzeit im römischen Reich. Die hier vorgeschlagene Vorgehensweise berücksichtigt die Probleme und Unsicherheiten der archäoanthropologischen Altersbestimmungen, verzichtet wegen des unlösbaren Problems fehlender Kinder auf die Kennzahl e0 (Lebenserwartung bei Geburt) und zeigt auf, wie mit einer angemessenen Vorgehensweise („Protokoll“) Unterschiede zwischen Populationen oder solche zu einer Referenzserie auf statistische Signifikanz geprüft werden können. Daten und wesentliche Teile des R-Codes sind dem Aufsatz als Erg. Mat. beigegeben, damit sie von Interessierten für eigenes Weiterarbeiten genutzt werden können.</p> Frank Siegmund Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116131 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200 Urgeschichtliche Brunnen in Mitteleuropa: Untersuchung zu Funden und Deponierungspraktiken https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116149 <p>Ob Brunnen nun eine Ausnahmeerscheinung an einzelnen Siedlungsplätzen oder gar „Opferschächte“ sakraler <br>Handlungen oder eine „Standardinstallation“ zur Wasserversorgung prähistorischer Siedlungen darstellen, wird seit Jahrzehnten in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Durch eine räumlich (deutschsprachiges Mitteleuropa) und zeitlich (von der Bandkeramik 5500 v.Chr. bis zum Ende der Latènezeit um 15 v.Chr.) sehr breit angelegte Erhebung (Literaturrecherche) wird einerseits eine neue Datenbasis geschaffen und andererseits durch die darauf aufbauenden Untersuchungen von Brunnenbefunden neue Erkenntnisse und Sichtweisen erarbeitet. <br>Die Erhebung listet insgesamt 511 Brunnen (Stand Mitte 2023), deren Befundbeschreibungen eine weiterführende Behandlung erlaubte. In einem ersten Teil wurden diese 511 Brunnen hinsichtlich ihrer geographischen Verbreitung, ihrer Datierung bzw. Zeitstufe und hinsichtlich der verschiedenen Brunnenarten untersucht, analysiert und ausgewertet. In einem zweiten Teil der Studie werden Brunnen, in denen spezielle Funde und Fundbedingungen vorliegen, erfasst und untersucht. Als Ergebnis der Auswertung kann die Dominanz von Schöpf- und Transportgefäßen im Fundgut aufgezeigt werden, wodurch die vorwiegend funktionale Bedeutung von Brunnen als Wasserversorgungseinrichtung bestätigt wird. Darüber hinaus wurde der Sachverhalt des aktiven Deponierens von Objekten in 45 Brunnen festgestellt, was einem rechnerischen Wert von 9 % der erfassten Brunnen entspricht. Auch dieser geringe Wert belegt eindrücklich, dass Brunnen nicht generell als „Opferschächte“ anzusprechen sind (einzelne Ausnahmen), sondern auch hier die Funde und Fundbedingungen auf die Funktion der Brunnen als Teil der Trinkwasserversorgung weisen.</p> Richard Wallmann Copyright (c) 2026 Archäologische Informationen http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/116149 Tue, 09 Jun 2026 00:00:00 +0200