Geo-Semantic Annotation for Ancient Textual Sources. Annotating Pliny the Elder’s Description of Greece (4,1–74)
Identifier (Artikel)
Abstract
Der Beitrag beschreibt den Arbeitsablauf, der für die semantische Annotation von Ortsnamen in einem antiken lateinischen Text, Plinius dem Älteren Naturalis historia (4,1–74), entwickelt wurde. Dieser Abschnitt, der der geografischen Beschreibung Griechenlands gewidmet ist, stellt aufgrund seltener oder anderweitig nicht belegter Toponyme, zweifelhafter Identifizierungen sowie vom Autor eingeführter Neuerungen oder Ungenauigkeiten mehrere Herausforderungen für die Entitätsdisambiguierung dar. Der Beitrag erörtert zunächst aktuelle Ansätze zur Georeferenzierung antiker Quellen, wobei der Schwerpunkt auf Interoperabilität, Best Practices und Datenmodellierung liegt. Anschließend wird gezeigt, wie ein relationales Datensystem die Annotation innerhalb eines vorverarbeiteten, tokenisierten Textes effektiv unterstützt. Die vorgeschlagene Pipeline nutzt Identifikatoren sowohl auf Token- als auch auf Annotationsebene, um (1) die Annotation innerhalb des Textes eindeutig zu identifizieren, (2) verschachtelte und nicht aufeinanderfolgende Entitäten zu verwalten, (3) konkurrierende Interpretationen in einem maschinenlesbaren Format darzustellen, (4) die Annotation benannter Entitäten in andere Ebenen der semantischen Analyse zu integrieren und (5) die Interoperabilität zwischen verschiedenen Annotationsprojekten sicherzustellen.
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