Les conseillers politiques et la croisade
Les projets des Hospitaliers pour conquérir Rhodes (1306–1310)
Identifier (Artikel)
Abstract
Der Beitrag beleuchtet am Beispiel der Eroberung von Rhodos durch den Johanniterorden zwischen 1306 und 1310 die Anfänge, Regeln und Abläufe informationsorientierter Beratung an spätmittelalterlichen Herrscherhöfen. Der Rhodos-Feldzug des Ordens war Teil der Bemühungen westlicher Herrscher, durch einen Kreuzzug das Heilige Land zurückzuerobern, das 1291 an den ägyptischen Sultan verloren gegangen war. Mit den Niederlagen der Kreuzfahrer im 13. Jahrhundert hatten die Herrschenden begonnen, bestehendes Wissen infrage zu stellen und gezielt nach neuen Wegen zu suchen, um die verlorenen Gebiete zurückzugewinnen. Dazu versammelten sie an ihren Höfen eine Vielzahl an Beratern, die mit ihrer Expertise einen neuen Kreuzzug planen sollten. Diese Experten konkurrierten nicht nur untereinander um die Gunst ihrer Patrone, sondern wurden von den Herrschenden auch eingesetzt, um deren Kreuzzugsvorhaben gegenüber denen anderer Machthaber zu profilieren. Im Beitrag werden die Wissensbestände und die funktionale Binnendifferenzierung dieser neuen Expertenkultur mit den Mitteln der quantitativen Inhaltsanalyse herausgearbeitet. Dabei werden auch die Eigendynamiken erläutert, welche diese Expertenkultur beförderten und aufrechterhielten.
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