»In hys Ryght hande the Septer and in hys left hande the rownde ball of god«.
Dauer durch Wandel? Die transnationalen Symboliken der Funeraleffigies König Heinrichs V. († 1422)
Identifier (Artikel)
Abstract
Der Tod Heinrichs V. im Jahr 1422 hinterließ ein Machtvakuum im Hundertjährigen Krieg, da durch den Vertrag von Troyes die Installation einer Doppelmonarchie nach dem Tod Karls VI. ausgehandelt worden war, der jedoch den Erben nur um wenige Wochen überlebte. Für die Engländer galt es nun, diesen Vertrag zu sichern, anzumahnen und auch öffentlich anzuzeigen. Eine Möglichkeit dafür bot sich innerhalb der Trauerfeierlichkeiten für Heinrich V. während dessen Überführung von Vincennes nach London, und zwar anhand seines Leichnams und seiner Funeraleffigies. Die politische Inszenierung sowohl seines Körpers als auch die Ikonographie seiner Stellvertreterfigur, wie sie von Zeitzeugen beschrieben wurde, deuten auf eine bewusste Veränderung in der Zurschaustellung des jungen Königs von England und Regenten von Frankreich hin. Dieser wurde in Frankreich als König Frankreichs, in England hingegen als gekrönter König und nicht als verstorbener König präsentiert, wie die Seitenanordnungen der Insignien sowohl an Heinrichs Leichnam als auch an seiner Effigies zeigen.
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