Narrativität als interdiziplinäre Schlüsselkategorie

Vera Nünning

Abstract


Erzählungen bilden einen großen Teil des Gegenstandsbereichs einer Fülle von Wissenschaften; neben den Sozialwissenschaften befassen sich etwa Philosophie, Geschichtswissenschaft, Anthropologie, Psychologie und Rechtswissenschaft mit Narrationen. Zudem hat sich in vielen Disziplinen die Einsicht durchgesetzt, dass die Form von Erzählungen maßgeblichen Einfluss auf die Bedeutung hat, die den erzählten Ereignissen zugewiesen wird. Der Artikel begründet die Relevanz einer interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem Schlüsselkonzept der Narrativität anhand von drei Schritten: Zunächst erfolgt eine Begriffsdefinition, danach werden kurze Überlegungen zum interdisziplinären Potenzial der Erzähltheorie angestellt, und zum Schluss werden einige kognitive Funktionen von Erzählungen skizziert, wobei exemplarisch auf Empathie, ‚Theory of Mind‘ und die persuasive Kraft von Erzählungen eingegangen wird.

Schlagworte


Narrativität; Interdisziplinarität; Theory of Mind; Empathie; Sinnstiftung; Perspektivenübernahme

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/fmk.2013.0.10768

URN (PDF-Datei): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-fmk-107682

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