Information und logisches Bild

Anton Friedrich Koch

Abstract


In der Philosophie des Geistes ist umstritten, ob es nichtbegriffliche, z.B. sensorische Episoden gibt, die im vollen, nichtmetaphorischen Wortsinn als Repräsentationen, d.h. als kognitiv und irrtumsanfällig, gelten dürfen. Dabei wird der Begriff der Information mitunter für die Möglichkeit nichtbegrifflicher Repräsentation in Anspruch genommen.

Hier soll ein Vorschlag zur Güte gemacht werden. Der amerikanische Philosoph Wilfrid Sellars (1912-1989) hält sensorische Episoden für nichtkognitiv, hat aber in einer Bildtheorie des Elementarsatzes unbemerkt und malgré lui den Grund für eine Sichtweise gelegt, die sensorische Episoden als begriffliche Information zu erkennen gibt. Diese Sichtweise lässt sich auf die lebensweltlichen Dinge ausdehnen, deren sensorische Qualitäten wir wahrnehmen. Dinge sind in einem erweiterten, aber nichtmetaphorischen Sinn als Sätze über sie selber lesbar. Mit dieser Lesbarkeitsthese wird die Natur in den Bereich der Gründe und Begriffe hereingeholt oder umgekehrt der Bereich der Gründe auf die Natur ausgedehnt.


Schlagworte


Information; Logisches Bild; Wahrnehmung; Lesbarkeit der Dinge; John McDowell; Gareth Evans; Wilfrid Sellars

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/fmk.2014.0.17282

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-fmk-172821

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