Kontingenzbewältigung, Sinnstiftung und Lebenssinn durch die JHWH-Relation am Beispiel von Hiob 38,1–42,6

Nina Gschwind

Abstract


Das biblische Hiobbuch (5.–2. Jh. v. Chr.) gibt in den Gottesreden (Hi 38,1–42,6) durch die Rezeption und Umarbeitung des Topos vom Schauen Gottes aus den Psalmen (Ps 11,7; 17,15; 42,2 und 63,2–4), indem es auf die traditionell mit einer Gottesschau einhergehenden Segenswirkungen (z.B. Ps 11 mit einem Erweis von Gerechtigkeitsverwirklichung und Ps 42 mit einer Wende der Not) verzichtet, eine Antwort auf die Frage nach Kontingenzbewältigung angesichts von Leid sowie nach einem sinnstiftenden Umgang mit leidvollen Situationen und darüber hinaus nach dem Sinn des Lebens im Horizont des JHWH-Glaubens. Nach Hi 42,5f. liegt die Antwort auf diese Fragen in der Gottesbeziehung des Einzelnen. 


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DOI: https://doi.org/10.11588/dwj.2016.1.30138

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