Natur und Kultur. Über die spannungsreiche Beziehung zwischen den Natur- und Kulturwissenschaften

Wolfgang Schluchter

Abstract


Über das Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften wurde lange gestritten. Man sprach von zwei Kulturen, die gegeneinander relativ geschlossen seien. Sie hätten sich denn auch wechselseitig wenig zu sagen. Die einen strebten nach exakter Forschung, die anderen eher nach einer Form von Literatur.

In dem Essay wird auf den historischen Ursprung der Scheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften sowie dieser Stereotypen eingegangen. Zudem wird gezeigt, dass wir es heute nicht mit zwei, sondern mit vier Wissenschaftskulturen zu tun haben, die sich gegenseitig fordern. Das Gespräch zwischen ihnen zu ermöglichen, ist deshalb ein Desiderat. Am Beispiel des Verhältnisses der Neurowissenschaften zur Philosophie, hier verbunden mit den Namen John C. Eccles und Karl R. Popper, wird dargelegt, wie voraussetzungsvoll ein solches Gespräch ist, zu welchen interessanten Ergebnissen es aber kommen kann, wenn man neugierig aufeinander ist und die wechselseitige Stereotypierung überwindet. Das setzt freilich außer gutem Willen auch Klarheit in den verschiedenartigen wissenschaftstheoretischen Grundlagen moderner Forschung voraus.

Schlagworte


Wissenschaftstheorie; Naturwissenschaften; Kulturwissenschaften; Wissenschaftskulturen; Philosophie; Neurowissenschaften; John C. Eccles; Karl R. Popper;

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/fmk.2013.0.10952

URN (PDF-Datei): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-fmk-109525

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