„Zurück zum faktenbasierten Diskurs? Wie beeinflusst der Wissensstand die Einstellung zu Grüner Gentechnik?“

  • Martin Würtz (Autor/in)
    Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg
  • Clemens Fruböse (Autor/in)
  • Ronja Rappold (Autor/in)
  • Philipp Doth (Autor/in)
  • Samuel Wilhelm (Autor/in)
  • Jannes Rupf (Autor/in)

Identifier (Artikel)

Abstract

Die vorliegende Studie verknüpft die Einstellung der Befragten mit ihrem Wissen über Grüne Gentechnik. Dafür wurde in der Mannheimer Innenstadt eine Umfrage mit N=102 Teilnehmern durchgeführt. Es bestätigte sich in Deutschland eine vorherrschende ablehnende Haltung gegenüber Grüner Gentechnik. Gleichzeitig zeigte eine Wissensabfrage bestehend aus drei grundlegenden Wissensfragen und einer Transferfrage, dass das Wissen über Grüne Gentechnik bei den Befragten gering ist. Von den insgesamt 102 befragten Personen konnten 41% die drei grundlegenden Wissensfragen und nur 9% der Befragten alle gestellten Fragen richtig beantworten. Diejenigen, die in dieser Studie als “gut informiert” eingestuft wurden, stehen der Grünen Gentechnik signifikant offener gegenüber als die restlichen Befragten und bewerten diese somit positiver. Insbesondere im Hinblick auf die vermuteten gesundheitlichen Auswirkungen sehen sie gentechnisch veränderte Lebensmittel deutlich weniger kritisch. Die Studie zeigt, dass das Wissen über Grüne Gentechnik einen großen Einfluss auf die Einstellung zu eben dieser hat. In diesem Sinne könnte besseres Verständnis der Thematik zu einem offeneren Diskurs über Grüne Gentechnik führen.

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Veröffentlicht
2018-05-30
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
Prof. Dr. Jale Tosun; Universität Heidelberg; Prof. Dr. Thomas Rausch
Forschungsansatz, -methode oder -verfahren
Quantitativ; Befragung
Schlagworte
Grüne Gentechnik; Mannheim; Wissensmangel; Einstellungen