Strategieentwicklung als Methode modernen Bibliotheksmanagements – ein internationaler Überblick

Andreas Steinsieck

Abstract


Die meisten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland befinden sich in staatlicher Trägerschaft. Ihre Unterhaltsträger haben in der Vergangenheit ihr Aufgabenspektrum definiert. Der Hochschulreformprozess der letzten Jahre hat jedoch zu einer Verminderung der staatlichen Regelungstiefe geführt und gleichzeitig die Konkurrenz unter Hochschulen und Bibliotheken erhöht. Daraus ergibt sich ein steigender Bedarf an systematischer Strategieplanung.

Da Bibliotheken in einigen anderen Wissenschaftsnationen über eine lange Tradition an Strategieplanung verfügen, soll hier ein Überblick über Good-Practice-Beispiele gegeben werden. Dabei wird deutlich, dass mit Strategieplanung oft mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt werden (können). Strategiepläne dienen oft der Begründung von Anträgen auf staatliche Mittel, sie lassen sich als Marketinginstrument verwenden, v. a. aber dienen sie der Fokussierung des Handelns aller Mitarbeiter. Verknüpft man Unterziele mit Leistungskennzahlen, wie das in Großbritannien die Regel ist, dann dienen Strategiepläne auch als Grundlage für ein wirksames Controlling und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Strategie.

Viele Bibliotheken verfügen über gute Erfahrungen mit partizipativen Planungsprozessen, die das strategische Denken der gesamten Mitarbeiterschaft fördern, die Kommunikationskultur verbessern und im Idealfall zu einer Kombination von Strategieplanung und Innovationsmanagement führen können. Strategieplanungsprozesse können daher mächtige Managementinstrumente sein. Da viele Prozesse gut dokumentiert sind, lohnt sich ein Blick auf die Praxis anderer Bibliotheken.

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/pb.2013.2.11245

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-pb-112457