Nachlassausstellungen im historischen Wandel: Das Beispiel Graf Pocci an der Bayerischen Staatsbibliothek

  • Ingold Zeisberger (Autor/in)

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Abstract

Ausstellungen an (wissenschaftlichen) Bibliotheken stellen heutzutage ein wichtiges Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit dar, Einrichtungen wie die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) haben auf diesem Feld eine lange Tradition. Dabei stehen diese literarischen Kultureinrichtungen vor einem grundsätzlichen Problem: der doppelten Leseebene bei den Exponaten. Sowohl bei den Exponaten als auch bei den erklärenden Materialien handelt es sich in erster Linie um Schriftgut, das der Betrachtende lesen muss. Dies stellt eine besondere Herausforderung für die Konzeption dar. Der Aufsatz möchte am Beispiel von Graf Pocci und dessen drei Schauen an der BSB (1926, 1976, 2007) einen Einblick in Traditionslinien und Aspekte des Wandels von Nachlassausstellungen ermöglichen. Jede der Ausstellungen richtete sich nach den Gepflogenheiten ihrer Zeit, den Sehgewohnheiten ihrer Besucher und nutzte die damals modernen Kommunikationsmittel. Dabei geht die Entwicklung bei der inhaltlichen Orientierung weg von der Individualgeschichte hin zur Kulturgeschichte. Dies führt zu einem zunehmenden Bedürfnis nach historischer Einordnung. Deshalb nimmt sowohl der Anteil der Erläuterungen über die Exponate hinaus zu als auch werden Zusammenhänge und Hintergründe zum Thema zentral. Zudem wandeln sich die Sehgewohnheiten und Erwartungen des Publikums. Dadurch werden die Ausrichtungen der Ausstellungen immer spezifischer, gleichzeitig verringert sich die Zahl der Exponate und Bereiche jenseits der reinen Präsentation von Objekten werden zunehmend wichtiger.

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Veröffentlicht
2019-01-23
Rubrik
Artikel
Sprache
de