Aux marges des diocèses de Laon et de Noyon
Un acte comtal inédit d’Albert le Pieux, comte de Vermandois, pour l’abbaye Saint-Vincent de Laon (7 septembre 978)
Identifier (Artikel)
Abstract
Dieser Artikel bietet die kritische Edition einer Urkunde vom 7. September 978, mit der Albert der Fromme, Graf von Vermandois und Laienabt der Stiftskirche Saint-Quentin, und seine Frau, Gräfin Gerberga, der Benediktinerabtei Saint-Vincent in Laon Eigentum in Sénancourt schenkten. Die vorgelegte Textausgabe basiert auf vier modernen Abschriften, die von unterschiedlichem Wert sind. Ihnen allen ist gemein, dass sie ihre Vorlage nicht eindeutig angeben. Eine sorgfältige Prüfung der handschriftlichen Überlieferung und der systematische Rückgriff auf andere diplomatische Quellen zu Saint-Vincent erlauben die Feststellung, dass das »kleine« Chartular und das Cartularium parvum, auf denen drei der vier Abschriften beruhen, von einer Handschrift zu unterscheiden sind, die allzu oft als das einzige »kleine« Chartular von Saint-Vincent angesehen wird. Von ihr sind nur noch zwei Blätter erhalten (Paris, BnF, NAL 231). Die Urkunde ist in zweifacher Hinsicht von historischem Wert: Zum einen bezeugt sie die fortschreitende Besitzerweiterung von Saint-Vincent in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, insbesondere in der Gegend nordwestlich von Laon, entlang der Ufer der Oise und in unmittelbarer Nähe der Grafschaft Vermandois. Relativ weit vom Einflussgebiet der Bischöfe von Laon entfernt war das soziale Umfeld der Mönche dort vielfältiger. Zum anderen markierten die großzügigen Schenkungen in Sénancourt den Beginn der privilegierten Beziehung zwischen Saint-Vincent und dem Grafenpaar. Dadurch kam der Abtei eine führende Rolle bei der Entstehung einer ersten Kirche der Grafen von Vermandois zu, die das adlige Erbe von Laon aufnahm. Es handelte sich dabei allerdings um eine Konstruktion von kurzer Dauer, die ab den 980er-Jahren einer anderen Grafenkirche weichen musste, an der nur noch religiöse Einrichtungen aus Saint-Quentin und Umgebung beteiligt waren.
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