Verstehen, Vermitteln, Verteilen

Französisch-spanische Grenzkommissionen 1660–1699

Identifier (Artikel)

Abstract

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fanden aufgrund der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen kontinuierlich Grenzverschiebungen zwischen französischen und spanischen Besitzungen statt. Systematisch wurden nach jedem Friedensschluss Grenzkommissionen eingesetzt und mit der Klärung der konfliktbehafteten Frage des Grenzverlaufes beauftragt. Bei den hier vorgestellten Konferenzen von Céret und Llívia 1660, in Saint-Omer, Arras, Mons und Metz 1660–1662, am Fluss Bidassoa 1663–1667, in Lille 1668–1672, in Courtrai 1679–1682 und erneut in Lille 1698–1699 verhandelten pro Seite zwischen ein und drei Kommissare. Sie waren damit beauftragt, Informationen zu beschaffen und so zum Verständnis der Grenze beizutragen, zwischen den Verhandlungsseiten zu vermitteln und letztendlich Besitzungen zuzuweisen oder zumindest ihre Empfehlung diesbezüglich abzugeben. Durch dieses breit gefächerte Aufgabenspektrum (verstehen, vermitteln, verteilen) kam den Grenzkommissionen eine wichtige Funktion im Prozess sich territorial konstituierender Staatlichkeit zu.

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Veröffentlicht
2026-01-08
Rubrik
Sprache
Deutsch