À la croisée des doctrines gallicanes et de l’État

À la croisée des doctrines gallicanes et de l’État. Le chancelier d’Aguesseau défenseur de la souveraineté monarchique

Identifier (Artikel)

Abstract

Henri François d’Aguesseau (1668–1751) ist eine Schlüsselfigur seiner Zeit. Seinen Zeitgenossen weder bekannt noch unbekannt, war er ein angesehener und respektierter Staatsdiener, der als Untersuchungsgegenstand den Vorteil hat, sowohl als Theoretiker Zeit zum Schreiben gefunden zu haben, als auch als Diener des französischen Königs, in der Funktion des Ministers und Siegelbewahrers, mit der Realität der Regierung von Menschen konfrontiert zu sein. Folgt man den beiden großen Etappen seiner Karriere, als Anwalt und Generalprokurator des Königs im Pariser Parlament (1690–1717) und dann als Kanzler von Frankreich (1717–1750), so zeigt sich, dass d’Aguesseau ein unerschütterlicher Verteidiger der Souveränität des Königs war; letzteren setzte er mit dem Staat gleich und stellte sodann den Begriff des »Staates« in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Seine Ideen und sein Handeln wurden dabei vor allem von drei Faktoren beeinflusst: der erneuten Opposition der souveränen Gerichtshöfe und insbesondere des Pariser Parlaments, aus dem er selbst stammte; dem konfliktreichen Hintergrund der gallikanischen und jansenistischen Doktrinen und der Beziehungen zwischen Kirche und Staat sowie zwischen Rom und Frankreich; der zunehmenden Infragestellung der Monarchie durch den aufkommenden »liberalen« Geist. Viele seiner Zeitgenossen hielten d’Aguesseau für einen schwachen, wankelmütigen und widersprüchlichen Mann. Eine genaue Betrachtung seines politischen Beitrags zur Herrschaft Ludwigs XV. zeigt jedoch, dass d’Aguesseau, obwohl er es ablehnte, in seinem politischen Handeln doktrinär zu sein, wesentlich zur Weiterentwicklung wichtiger Konzepte wie Staat, Recht und Souveränität beitrug.

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Veröffentlicht
2026-01-08
Rubrik
Sprache
Français