Nation, région et confession dans les sermons de guerre en Allemagne du Sud-Ouest et en Alsace durant la Première Guerre mondiale
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Abstract
Anhand von protestantischen Predigten aus dem Ersten Weltkrieg fragt der Beitrag danach, welches Bild der deutschen Nation Pfarrer aus der sogenannten Oberrheinregion – dem heutigen Baden-Württemberg und dem Elsass – in ihren Predigten zeichneten und wie dieses Nationsbild mit anderen Kategorien wie Region und Konfession verflochten war, die im Ersten Weltkrieg ebenfalls Zugehörigkeit generierten. Im Zentrum des Aufsatzes stehen also ausdrücklich Predigten aus dem deutsch-französischen Grenzgebiet. Sie stehen beispielhaft für Aushandlungsprozesse rund um die Nation in der besonderen historischen Situation des Grenzgebiets und des Elsass, das im Laufe seiner Geschichte mehrfach die staatliche Zugehörigkeit wechseln musste. Kriegspredigten aus der Oberrheinregion zeigen, wie eng nationale und regionale Kontexte verflochten waren und welche Rolle die Region neben der Nation im Bewusstsein gerade der Elsässer, aber auch der Badener spielte. Der Beitrag korrigiert damit das Bild vom stereotypen Nationalismus deutscher Predigten des Ersten Weltkriegs, wie es bisher in der Literatur vertreten wurde.
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