Archiv

2018
Sophie Caflisch: Spielend lernen Spiel und Spielen in der mittelalterlichen Bildung
Bd. 58 (2018)

(vorerst nur Inhaltsverzeichnis)

 

Mit dieser Untersuchung wird gezeigt, dass die Bedeutung des Spiels und des Spielens in der mittelalterlichen Bildung weit größer war als bisher angenommen. Sowohl in kirchlichen Bildungsinstitutionen als auch im höfischen Kontext galten Bewegungsspiele als unerlässlich für die gesunde körperliche Entwicklung der Kinder.
Den jugendlichen und erwachsenen  Universitätsbesuchern wurden sie ebenfalls zugestanden und empfohlen. Nicht nur die körperliche, sondern auch die moralische und wissenschaftliche Unterweisung wurde in vielfältiger Weise mit verschiedenen Spielformen verknüpft. Zudem gehörte es laut einer aristotelischen Forderung, die über Thomas von Aquin den Weg in die mittelalterliche Ethik fand, zu den Tugenden eines gebildeten Menschen, die Notwendigkeit des Spiels im menschlichen Leben anzuerkennen und das eigene Spielverhalten stets an der goldenen Mitte auszurichten.

2015
Philippe Goridis: Gefangen im Heiligen Land. Verarbeitung und Bewältigung christlicher Gefangenschaft zur Zeit der Kreuzzüge
Bd. 57 (2015)

Die vorliegende Studie befasst sich mit einem Phänomen, das im Heiligen Land der Kreuzzugszeit häufig auftrat: der Gefangenschaft von Christen bei Muslimen. Dabei begreift sie die mit dem Thema eng verbundene Kreuzzugsgeschichte nicht nur unter ihrem militärischen Aspekt oder als Siedlungsbewegung, sondern auch in ihrer kulturellen Dimension. Sie befragt die Quellen auf ihre Funktion und Deutungsmacht und leitet daraus Schlüsse für die Beurteilung der sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Implikationen von Gefangenschaft im Heiligen Land ab.

2011
Kathrin Jost: Konrad Justinger (ca. 1365 – 1438): Chronist und Finanzmann in Berns großer Zeit
Bd. 56 (2011)
Um Konrad Justinger, den ersten Berner Chronisten, ranken sich viele Mythen und Hypothesen. Erstmals unterzieht die Studie die Quellen zu Justingers Leben und Werk – darunter auch Neuentdeckungen – der schon lange fälligen kritischen Prüfung und legt neue, zum Teil unerwartete Erkenntnisse über Justingers Herkunft, Lehrzeit und Karriere vor. Konrad Justinger ist aber keineswegs nur für die bernische Geschichtsschreibung von Bedeutung, sondern für die spätmittelalterliche Stadtchronistik im ganzen deutschen Sprachgebiet. In einem zweiten Teil widmet sich die Studie dem Konzept von Justingers amtlicher Berner Chronik, die eines der ersten und schönsten Beispiele städtischer Geschichtsschreibung im süddeutschen Raum darstellt.
Marie-Claude Schöpfer Pfaffen: Verkehrspolitik im Mittelalter
Bd. 55 (2011)

Bernische und Walliser Akteure, Netzwerke und Strategien

 

Dem vielerorts vermittelten negativen Bild des vormodernen Verkehrswesens setzt diese Studie der maßgeblichen Parameter der mittelalterlichen Verkehrsorganisation ein farbiges und differenziertes Bild entgegen. In den untersuchten Territorien Bern und Wallis manifestieren sich dabei von der Entdeckung der Strasse im 12. Jahrhundert bis zur Kommunikationsrevolution des 16. Jahrhunderts abweichende Grundtypen und Entwicklungslinien in der Ausformung der verkehrspolitischen Aktionsfelder. Die generalisierende Diskussion eines dauerhaften politischen Systems von Zuständigkeiten, einer mittelalterlichen Verkehrspolitik per definitionem erschließt überdies eine bisher vernachlässigte Thematik.

2010
Stefan Esders: Die Formierung der Zensualität
Bd. 54 (2010)

Zur kirchlichen Transformation des spätrömischen Patronatswesens im früheren Mittelalter

 

Die mittelalterlichen Zensualen waren kirchliche Abhängige, die seit dem 11. Jahrhundert vielerorts ihre Freiheit erkämpften. Die Studie untersucht erstmalig die Formierung dieser Gruppe seit der Spätantike. Weil die frühmittelalterliche Kirche die Freilassung von Sklaven, wenn sie in der Kirche erfolgte, als religiöse Handlung deutete, durch welche die Patronatsrechte über die freigelassene Person dem Heiligen überschrieben wurden, bildete sich unter dessen Schutz die Zensualität als eigene Gruppe heraus. Da dieser Prozess auch vom Königtum gefördert wurde, wirft die Interpretation neues Licht auf die Kommunebewegung in den hochmittelalterlichen Bischofsstädten.

2009
2008
Dieter Blume: Bern von Reichenau (1008 – 1048): Abt, Gelehrter, Biograph
Bd. 52 (2008)

Ein Lebensbild mit Werkverzeichnis sowie Edition und Übersetzung von Berns "Vita S. Uodalrici"

 

Bislang existiert keine wissenschaftliche Monographie zu dem Reichenauer Abt, wie auch eine mittelalterliche Vita von ihm fehlt. Und doch ist Bern von Reichenau als Abt, Gelehrter und Schriftsteller eine der bedeutendsten Gestalten der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Politischen Einfluß übt er während der Ägide dreier Herrscher aus. Als Gelehrter ist er berühmt und sein Nachleben als Schriftsteller reicht bis ins 15. Jahrhundert. – Untersuchungen zu Leben und Werk sowie eine Edition und Übersetzung seines größten schriftstellerischen Erfolgs sollen erstmals diese Bedeutung umfassend ausleuchten.

Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter
Bd. 51 (2008)
Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung
2003
Heinz Krieg: Herrscherdarstellung in der Stauferzeit
Bd. 50 (2003)
Friedrich Barbarossa im Spiegel seiner Urkunden und
der staufischen Geschichtsschreibung
2005
Brigitte Hotz: Päpstliche Stellenvergabe am Konstanzer Domkapitel
Bd. 49 (2005)
Die avignonesische Periode (1316 – 1378) und die Domherrengemeinschaft beim Übergang zum Schisma (1378)
2004
Oliver Landolt: Der Finanzhaushalt der Stadt Schaffhausen im Spätmittelalter
Bd. 48 (2004)
Ausbildung und Entwicklung des Finanzhaushalts der spätmittelalterlichen Stadt Schaffhausen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. Die überlieferten Stadtrechnungen dokumentieren in ausführlicher Form den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Alltag in einer spätmittelalterlichen Stadt. Berücksichtigung finden die vereinzelt erhaltenen Rechnungen der durch den Stadtrat schon im Laufe des Spätmittelalters über Pfleger kontrollierten Finanzhaushalte der einzelnen Fürsorgeinstitutionen (Heiliggeistspital, Leprosorium, Spendamt, Elendenherberge) wie auch einzelner Kirchen und Kapellen. Diese Sonder- bzw. Nebenhaushalte spielten eine große Rolle in verschiedenen Bereichen des kommunalen Lebens. Daneben sind auch die Zünfte und Gesellschaften nach Einführung der sogenannten Zunftverfassung in Schaffhausen im Jahre 1411 als organisationelle Einheiten von Bedeutung; wesentliche Aufgaben innerhalb des städtischen Gemeinwesens wurden durch sie übernommen und trugen auf diese Weise zu einer Entlastung des städtischen Finanzhaushalts bei.
2003
Rupert Schaab: Mönch in Sankt Gallen
Bd. 47 (2003)

Zur inneren Geschichte eines frühmittelalterlichen Klosters

 

Die Überlieferung des Klosters Sankt Gallen ist in einmaliger Dichte erhalten. So werden hier mehr als fünfhundert zwischen 800 und 933 lebende Mönche biographisch vorgestellt und können die bekannten kulturellen Leistungen, welche mit gängigen Namen wie Notker, Ratpert, Hartmann oder Ekkehart verbunden sind, endlich bestimmten Mönchen zugeordnet werden. Die sozialen Bedingungen der Gemeinschaft wie der einzelnen Mönche treten zutage, und man erhält Aufschluß über Eintrittsumstände, Entwicklung der Konventsstärke sowie Verweildauer der Mönche im Kloster. Urkundenherstellung, Skriptorium, Klosterschule und Klosterämter erhellen in ihrem Wandel das Ende karolingischer Renaissance.

1999
Hans-Dietrich Kahl: Der Millstätter Domitian
Bd. 46 (1999)
Abklopfen einer problematischen Klosterüberlieferung zur Missionierung der Alpenslawen Oberkärntens
1998
Michael Matzke: Daibert von Pisa
Bd. 44 (1998)
Zwischen Pisa, Papst und erstem Kreuzzug
1997
1998
Doris Hellmuth: Frau und Besitz
Bd. 42 (1998)
Zum Handlungsspielraum von Frauen in Alamannien (700 - 940)
1995
Elke Goez: Beatrix von Canossa und Tuszien
Bd. 41 (1995)
Eine Untersuchung zur Geschichte des 11. Jahrhunderts
1993
Matthias Becher: Eid und Herrschaft
Bd. 39 (1993)
Untersuchungen zum Herrscherethos Karls des Großen
1992
Rainer Christoph Schwinges: Rektorwahlen
Bd. 38 (1992)
Ein Beitrag zur Verfassungs, Sozial- und Universitätsgeschichte des alten Reiches im 15. Jahrhundert. Mit Rektoren- und Wahlmännerverzeichnissen der Universitäten Köln und Erfurt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts
1989
1987
Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts [...]
Bd. 35 (1987)

Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um »Kuno von Öhningen«
 

1985
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