Zum Ende von Haltern

  • Siegmar von Schnurbein (Autor/in)

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Abstract

Die Frage, ob die Besetzung des Hauptlagers von Haltern (Kr. Recklinghausen) 9 n.Chr. endete, ob es danach erneut bis 16 n. Chr. oder gar bis zu diesem Zeitpunkt kontinuierlich besetzt gewesen ist, wird zurzeit sehr unterschiedlich beurteilt. Die wichtigsten Befunde sind die Verbarrikadierungen des Süd- und des Osttors, eine fehlende durchgehende Zerstörungsschicht, die in einem Töpferofen verscharrten Gefallenen und »Störungen« im Gräberfeld. Zu letzteren wird nicht Stellung genommen, da die Befunde noch nicht im Detail veröffentlicht sind. Nach den originalen Ausgrabungsberichten sind die Befunde an den beiden Toren zu unterschiedlich, als dass sie gleichgesetzt werden könnten. Eine durchgehende Zerstörungsschicht ist bei dem lockeren Sandboden wegen der Erosion nicht zu erwarten, Brandschichten wurden in Gruben aber häufig beobachtet. Die Gefallenen im Töpferofen sind nach der Interpretation des Ausgräbers mit Vorgängen unmittelbar nach der Varus-Niederlage in Verbindung gebracht worden. Für den Nachweis einer Wiederbesetzung nach einer Zerstörung reichen die geringen Befunde keinesfalls aus.

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Veröffentlicht
2016-01-11
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
RGZM
Schlagworte
Nordrhein-Westfalen; römische Kaiserzeit; Augustus; Germanien; Militärlager