Porträttypen des Caracalla und des Geta auf römischen Reichsprägungen – Definition eines neuen Caesartyps des Caracalla und eines neuen Augustustyps des Geta

  • Andreas Pangerl (Autor/in)

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Abstract

Die vorliegende Analyse der Porträts von Caracalla und Geta auf römischen Reichsprägungen definiert neun Bildnistypen für Caracalla und sieben für den jüngeren Bruder Geta, jeweils von ihrer Ernennung zum Caesar bis zu ihrer
Ermordung. Diese erfüllen die Kriterien offizieller Bildnistypen wie klare Unterscheidbarkeit, Überlieferung in zahlreichen Kopien sowie zeitlich einzugrenzendes Auftreten. Die Analyse des Münzmaterials zeigt einen neuen Porträttyp des Caracalla als Caesar (Typ 1), mit kurzen glatten Haaren und kindlichen Gesichtszügen, und für Geta einen neuen Porträttyp als Augustus (Typ 7), mit langem gegabelten Bart und deutlicher Ähnlichkeit zum Vater Septimius Severus. Während zu Lebzeiten des Vaters die Porträts der beiden Brüder bis zur Austauschbarkeit angeglichen wurden, wurde dieser Geta Typ 7 wohl von Geta und seiner Partei gezielt im Machtkampf zwischen den Brüdern eingesetzt

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Veröffentlicht
2016-01-11
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
RGZM
Schlagworte
Römische Kaiserzeit; Severer; Kaiser; Numismatik; Porträt