Ein Römerlager auf dem Burgberg bei Hedemünden (Lkr. Göttingen)?

  • Dietwulf Baatz (Autor/in)

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Abstract

Der Ringwall Hünenburg auf dem Burgberg bei Hedemünden war kein »Römerlager« der augusteisch-frühtiberischen Epoche. Das ergibt sich bereits aus der Zusammensetzung der Funde. Diese ist völlig verschieden von jener gesichert römischer Militärlager dieser Epoche. Sie entspricht aber prinzipiell derjenigen der beispielhaft erwähnten Fundplätze von Kalkriese (Schlachtfeld) und Döttenbichl bei Oberammergau (Opferplatz). Die augusteischen Funde vom Burgberg lagen in bzw. auf einer relativ dünnen Bodenschicht, in die der Ringwall erst nachträglich wohl im Laufe des 1. Jahrhunderts n. Chr. hineingebaut worden ist. Hinweise auf kultische Deponierung legen nahe, dass die erwähnte augusteische Fundschicht wahrscheinlich von einem germanischen Opferplatz herrührt. Der etwas später entstandene Ringwall diente möglicherweise als Einhegung (»Temenos«) des vermuteten Opferplatzes. Neue Grabungen und Auswertungen sind notwendig, um den überaus interessanten Fundort richtig verstehen und würdigen zu können.

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Veröffentlicht
2016-02-18
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
RGZM
Schlagworte
Niedersachsen; römische Kaiserzeit; Germanen; Barbaricum; Marschlager; Heiligtum