Ein bemerkenswerter Grabfund der älteren römischen Kaiserzeit aus Nüssau, LA 1 (Kr. Herzogtum Lauenburg)

  • Claus von Carnap-Bornheim (Autor/in)

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Abstract

Der Grabfund von Nüssau stellt im nord- und mitteleuropäischen Barbaricum eine seltene Ausnahme dar. Er datiert in die erste Hälfte des 2. Jahrhunderts (Phase B2 spät) und kann mit hoher Wahrscheinlichkeit als weibliche Bestattung verstanden werden. Mit seinem annähernd identischen Paar von Emailbügelfibeln reiht sich das Grab zwar zwanglos in eine große Anzahl von Komplexen mit einer Dreifibeltracht ein. Römische Fibeln sind jedoch wenn überhaupt vorhanden in diesen Kombinationen fast nur als Einzelstücke vertreten. Als Fibelpaar stellen die beiden Emailbügelfibeln eine funktionale Einheit dar, die in dieser Form sicherlich zahlreich in den römischen Provinzen überwiegend von Frauen getragen wurden. Ob mit den beiden Fibeln auch römische Textilien in den Besitz der in Nüssau beigesetzten Frau kamen, kann aufgrund der Brandbestattung nicht mehr geprüft werden. Es erscheint jedoch nicht ganz unwahrscheinlich.

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Veröffentlicht
2016-02-18
Sprache
de
Schlagworte
Schleswig-Holstein; ältere römische Kaiserzeit; Urnengräber; römische Fibeln; Import