Human Remains from Maszycka Cave (woj. małopolskie / PL): the Treatment of Human Bodies in the Magdalenian

  • Jörg Orschiedt (Autor/in)
  • Tim Schüler (Autor/in)
  • Marta Połtowicz-Bobak (Autor/in)
  • Dariusz Bobak (Autor/in)
  • Stefan Karol Kozłowski (Autor/in)
  • Thomas Terberger (Autor/in)

Identifier (Artikel)

Abstract

Die Menschenreste aus der Maszycka-Höhle (woj. małopolskie / PL): zur Totenbehandlung im Magdalénien

Menschliche Skelettreste sind aus dem mitteleuropäischen Magdalénien eher selten erhalten. In Mittel- und Westeuropa liegen menschliche Gebeine zumeist stark fragmentiert vor und zeigen mitunter auch Manipulationsspuren. Die 1884 und in den 1960er Jahren untersuchte Maszycka-Höhle liegt ca. 20 km nördlich von Krakau und gehört zu den bedeutenden Magdalénien-Fundstellen Mitteleuropas. Besonders hervorzuheben sind 50 Menschenreste, die in der Höhle und auf ihrem Vorplatz in der späteiszeitlichen Fundschicht entdeckt wurden. Es liegen vor allem Schädelfragmente und nur wenige postkraniale Skelettelemente vor, an denen bei einer neuen Untersuchung z. T . Schnittspuren zweifelsfrei bestätigt werden konnten. AMS -Daten stellen die Fundschicht mit den Menschenresten in die Zeit um ca. 16 200 cal BC. Gemeinsamkeiten mit der Totenbehandlung dieser Zeit in Westeuropa sprechen ebenso wie typologische Argumente für eine Wiederbesiedlung Zentraleuropas nach dem letzten Kältemaximum von Westeuropa aus.

Statistiken

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Veröffentlicht
2022-07-19
Sprache
en
Beitragende/r oder Sponsor
RGZM
Schlagworte
Polen, Paläolithikum, Magdalénien, Höhlenfundstelle, Bestattung, menschliche Reste, Schnittspuren