Computertomographische Messungen an den frühkaiserzeitlichen römischen Schilden aus Kalkriese (Lkr. Osnabrück)

Neue Erkenntnisse zu Aufbau, Herstellung und Vorteilen römischer Sperrholzschilde

  • Uta Schröder (Autor/in)
  • Ingo Petri (Autor/in)
  • Katrin Zerbe (Autor/in)

Identifier (Artikel)

Abstract

Computertomographische Messungen an den frühkaiserzeitlichen römischen Schilden aus Kalkriese (Lkr. Osnabrück). Neue Erkenntnisse zu Aufbau, Herstellung und Vorteilen römischer Sperrholzschilde

Die Schildrandfragmente aus Kalkriese sind seit Jahren bekannt und vorgelegt. Durch neue naturwissenschaftliche Verfahren konnten die einzelnen Lagen der Sperrholzschilder erstmals nicht-invasiv und wesentlich genauer untersucht werden als bisher. Die dabei erschlossenen Ergebnisse erlauben eine neue Sichtweise auf die Herstellung und Gestaltung von römischen Sperrholzschilden und eröffnen Vergleichsmöglichkeiten zu Funden aus anderen Regionen. Drei Kernthesen konnten herausgearbeitet werden: 1) Es muss von einem deutlich geringeren Gewicht der Sperrholzschilde ausgegangen werden. 2) Aus diesem Grund muss auch der Einsatz des Schildes im Kampf überdacht werden. 3) Die Schildränder mit Resten einer Silberfolienverzierung belegen, dass verzierte Waffen im Kampf getragen wurden.

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Veröffentlicht
2023-03-15
Sprache
de
Beitragende/r oder Sponsor
RGZM
Schlagworte
Kalkriese, frühe römische Kaiserzeit, Varusschlacht, Schilde, Herstellungstechnik, computertomographische Messungen