CFP

Themenheft

Körper/Moden in den Amérikas

Die Geschichte der Bekleidung in den Amérikas ist ebenso wie das Körperverständnis geprägt von globalen Verflechtungen. Sie wird mit andinen Webtechniken visuell sichtbar und ist mit aktuellen Fashion Blogs oder Ikonen in sozialen Netzwerken nicht zu Ende. Hybride Überlagerungen europäischer und indigener Traditionen, afro-amérikanische und asiatische Bezugnahmen und weltweite Handels- und Vertriebsnetzwerke in sich wandelnden politischen und historischen Kontexten haben je spezifische Kleidungs- und Körpermoden hervorgebracht, differenzierte Semantisierungen begünstigt und in ein oft spannungsvolles Verhältnis zueinander gesetzt. Visuell werden diese in Bildmedien und Kunstwerken im je spezifischen Kontext erfahrbar.

Miradas 5 soll als Heft zum Thema der Körper-/Moden in den Amérikas im August 2021 erscheinen. Es sind alle Vorschläge für Artikel willkommen, die sich mit einem Aspekt von Kleidung, Textil und Körpern sowie deren Sichtbarwerdung in Kunst und visueller Kultur beschäftigen und in besonderer Weise transkulturelle Schnittpunkte in den Blick nehmen.

Prä-koloniale Konzepte von Körpern, Nacktheit und Geschlechtlichkeit können verhandelt werden als auch deren Hybridisierung im kolonialen Kontext, die immer auch Spiegel politischer und gesellschaftlicher Herrschafts- und Legitimierungsansprüche ist. Es können aber auch subversive Strategien der Aneignung, Adaption und Variation diskutiert werden sowie die Rolle vestimentärer Nationalismen nach den lateinamerikanischen Unabhängigkeiten im 19. Jahrhundert und die identitätsstiftende Relevanz von ‚Ethno-Fashion‘ im Rahmen des Tourismus und digitaler Selbstdarstellung. Im Karneval von Rio de Janeiro ebenso wie in der Reinszenierung folkloristischer Trachten werden heute Verortungen vorgenommen, die anhand von Mode – zumeist an den Körpern junger Frauen – sichtbar gemacht werden. Besonders willkommen sind auch Beiträge zu künstlerischen Verhandlungen von Körpern und Moden im Rahmen von Identitäts- und Appropriationsdiskursen. Ebenso erwünscht sind themengebundene Vorschläge für die Rubriken „Kunstwerke fürs Gedächtnis“, Quellen und Rezensionen.

 

Bei Interesse an einer Publikation eines bisher unveröffentlichten Textes senden Sie bitte bis zum 11. Dezember 2020 ein Abstract von 200-250 Wörtern mit Titel, Schlagworten und einer kurzen Bio (max. 100 Wörter) an die Herausgeberinnen Miriam Oesterreich (miriam.oesterreich@hcts.uni-heidelberg) und Franziska Neff (franziska.neff@zegk.uni-heidelberg.de). Bei Beiträgen für die Rubriken „Kunstwerke fürs Gedächtnis“, Quellen und Rezensionen ist es ausreichend vorerst nur die Information zum zu besprechenden Werk zu senden, mit einer Abbildung bei „Kunstwerken fürs Gedächtnis“.

Bei positiver Rückmeldung Anfang Januar werden die vollständigen Texte bis Mitte März 2021 zum peer review erbeten.

 

 


Jederzeit willkommen: Dem Profil der Zeitschrift entsprechende Beiträge jeglicher Thematik.


Bei Interesse an einer Publikation in Miradas wenden Sie sich bitte mit dem vollständigen, dem Styleguide entsprechenden Text oder vorerst einem ca. halbseitigen Abstract an die Herausgeberinnen Dra. Franziska Neff (franziska.neff@zegk.uni-heidelberg.de) und Dr. Miriam Oesterreich (miriam.oesterreich@hcts.uni-heidelberg.de).