Habitus – ein soziologisches Konzept in der Archäologie

Rainer Schreg, Jutta Zerres, Heidi Pantermehl, Stefanie Wefers, Lutz Grunwald, Detlef Gronenborn

Abstract


Das Hauptinteresse sozialgeschichtlicher Analysen in der Archäologie gilt der Identifikation sozialer Gruppen und Schichten, wobei eindeutig die Eliten im Mittelpunkt stehen. In jüngerer Zeit wurde vermehrt nach Identität und Distinktion gefragt, für die letztlich das Habitus-Konzept von Pierre Bourdieu wesentlich ist. Zugleich bietet das Habitus-Konzept aber auch eine interessante Perspektive für das Problem des Umweltdeterminismus. Vorliegender Artikel versucht einen Überblick zu geben, wie Archäologen bislang auf das Habitus-Konzept eingegangen sind. Berücksichtigt werden die Klassische und die Provinzialrömische Archäologie, die Prähistorische und die Historische Archäologie. Es wird deutlich, dass der Habitus ein Hintergrundkonzept bietet, das bei der Formulierung von Fragestellungen – und der Überwindung einfacher hierarchischer Gesellschaftsmodelle – hilft, aber nicht über eine explizite Methodik verfügt oder ein allgemeingültiges Interpretationsschema für eine Sozialarchäologie liefert.

Schlagworte


Habitus; Bourdieu; soziale Praxis; Sozialarchäologie

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DOI: http://dx.doi.org/10.11588/ai.2013.0.15324

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-153244

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ISSN-Print: 0341-2873
ISSN-Internet: 2197-7429