Die Plejaden in Gold auf einem keltischen Schwert

  • Peter Kurzmann (Autor/in)

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Abstract

Ein Altfund aus dem Jahr 1891, ein kurzes, eisernes mittellatenezeitliches Schwert, gefunden beim Bau der Eisen- bahnlinie in der Nähe des Bahnhofs Allach bei München, zeigt mit Gold und Kupfer ausgeführte Tauschierungen. Auf der Vorderseite sind in Goldtauschierung ein großer Kreis, fünf kleine Kreise, eine sichelförmige Fläche und eine Gerade zu erkennen, auf der Rückseite - erst später entdeckt - ein Bogen mit Endpunkten und eine echte Triskele in einem Kreis, mit Kupferdraht ausgelegt. Anstelle einer bisherigen Deutung der Zeichen auf der Vorderseite als Sonne mit den in der Antike bekannten fünf Planeten wird hier eine neue Interpretation vorge- schlagen. Die fünf kleinen Kreise werden als fünf der sieben größten Plejadensterne angesprochen; die fehlenden zwei Sterne sind durch Goldspuren an den entsprechenden Stellen eindeutig nachgewiesen. Die gerade Linie auf dem Mittelgrat der Klinge, als Horizont interpretiert, war ursprünglich länger, wie Goldspuren verraten. Die große Kreisfläche wird als Mond gedeutet, der sich den Plejaden periodisch nähert. Die mit Kupfer ausgelegten Zeichen auf der Rückseite, ein Bogen mit verdickten Endpunkten und eine Triskele, hier in einem Kreis, sind auch aus Abbildungen auf keltischen Münzen bekannt, jedoch in ihrer mythologischen Bedeutung noch nicht erfasst. Das Schwert scheint wegen seiner Abmessungen und seines geringen Gewichtes kein Kampfschwert zu sein, sondern ein Zeremonialschwert oder Rangabzeichen einer hochgestellten Persönlichkeit mit mythologisch bedeutsam zu erklärenden Darstellungen, deren tieferer Sinn uns weitgehend verborgen bleibt.

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Veröffentlicht
2016-10-26
Rubrik
weitere Aufsätze
Sprache
de
Schlagworte
Wissenschaft; Archäologie; Schwert; Kelten; keltisches Schwert; Latenezeit; Mittellatenezeit; Goldtauschierung; astrale Symbolik; Plejaden