Warum es einer archäologischen Berufsethik nicht nur um den Schutz von archäologischen Quellen gehen kann oder, frei nach Mortimer Wheeler: The archaeologist is digging, not for things, but for people!

Raimund Karl

Abstract


Schon im Studium werden angehende Archäologen im Sinne einer fachlichen Ethik diszipliniert. Wir alle haben verinnerlicht, dass es unsere erste und wichtigste Aufgabe ist, archäologische Denkmale vor Schaden zu schützen, um sie für die Zukunft zu bewahren. Wir haben ebenso verinnerlicht, dass wir wissenschaftlich korrekt arbeiten müssen und keinerlei Fehler machen dürfen, damit wir nicht unbeabsichtigt Informationen zerstören oder – vielleicht sogar noch schlimmer – falsche Informationen über die Vergangenheit verbreiten. Das alles dient dem Schutz der wissenschaftlichen Quellen und der Wissenschaft selbst. Mit einer beruflichen archäologischen Ethik hat das nur wenig zu tun. Nicht anders als es in der Archäologie nicht primär um Dinge, sondern um Menschen, gehen sollte, geht es auch einer beruflichen archäologischen Ethik um Menschen. Seien es andere ArchäologInnen und Studierende, freiwillige MitarbeiterInnen, HobbyarchäologInnen, MuseumsbesucherInnen oder KundInnen und KlientInnen archäologischer DienstleisterInnen: sie alle können von professionellen ArchäologInnen erwarten, dass sie sich an bestimmte berufliche Verhaltensregeln halten, die durch die archäologische Berufsethik vorgegeben werden.

Schlagworte


Archäologie; Beruf; Ethik; Werte

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2018.0.56935

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-569353

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