A Study of the Mesolithic Handle Core Technology in Schleswig-Holstein

Sandra Söderlind

Abstract


Dieser Beitrag befasst sich mit drei Fundplätzen aus Schleswig-Holstein, die flinttechnologisch untersucht werden, um die lokale Ausprägung des so genannten „handle core concept“ zu bewerten. Dieses Konzept ist sowohl aus Skandinavien als auch Kontinentaleuropa als ein lithisches Abbaukonzept während des Mesolithikums bekannt. Handle cores (früher auch: „Handgriffschaber“ genannt) sind zwar aus Norddeutschland bekannt, aber nur wenige technologische Studien haben sich mit diesem Material auseinandergesetzt, weshalb wenig über ihre lokalen Ausprägungen und deren Verhältnis zu Fundkomplexen in anderen Teilen Europas bekannt ist. Die vorliegende Untersuchung ist eine lokale Fallstudie, die ‒ eingebettet in eine umfassende Betrachtung ‒ dazu beitragen kann, Wissenstransfer, soziale Interaktion und Mobilität in der Landschaft während des Mesolithikums zu ergründen. Für diese Studie wurden 3.735 Flintartefakte systematisch aufgenommen, die unter Verwendung deskriptiver Statistiken und Analysen in Bezug auf Kernpräparation und Klingenproduktion untersucht werden. Anschließend erfolgt ein Vergleich mit Studien aus Skandinavien. Die Ergebnisse zeigen, dass die Handle-Core-Technologie in Schleswig-Holstein zu großen Teilen mit dem etablierten Bild des Konzeptes in Skandinavien korrespondiert, hierbei besonders mit Südskandinavien. Dies weist darauf hin, dass Südskandinavien und Norddeutschland Teil einer gemeinsamen sozialen und kulturellen Sphäre während des Mesolithikums waren.

 

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Schlagworte


Archäologie; Mesolithikum; Technologie; Flint; Stein; Maglemose; Kongemose; Handgriffkern

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2018.0.56949

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-569490

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