„Sharing Heritage – Die Teilhabe am kulturellen Erbe als Bürger- und Menschenrecht“ – Zur DGUF-Tagung 10.-13. Mai 2018 in München

  • Diane Scherzler (Autor/in)
  • Frank Siegmund (Autor/in)

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Abstract

Der Beitrag berichtet zusammenfassend von der DGUF-Jahrestagung 2018. Die Vorträge und Tagungsteilnehmer haben im EU-Mottojahr „Sharing Heritage“ die Untiefen und Bedingtheiten der Forderung nach einer umfassenden Teilhabe der Bürger am kulturellen Erbe beleuchtet. Eine nachhaltig gelebte Einlösung von „Sharing Heritage“ sei – so das gemeinsame Ergebnis – nicht ohne Konflikte und ein Konfliktmanagement möglich, sie erfordere „im Fach“ eine zugewandte, respektvolle Haltung den Bürgern gegenüber, die von niederschwelliger Kommunikation geprägt sei. Vielfach agierten Archäologinnen und Archäologen noch nach alten Vorgehensweisen und Denkmustern, und Top-Down-Projekte seien kein „Sharing“. Zugleich sei der übliche Blick auf potenzielle Konflikte zwischen Fachwelt / staatlichen Denkmalpflegern einerseits und „Bürgern“ andererseits allzu sehr vereinfachend, denn auch innerhalb der Nicht-Fachleute könne es z. B. Nutzungskonflikte rund um das kulturelle Erbe geben, die auszuhalten und auszutragen seien. Die Fürsorge für das kulturelle Erbe sei daher eminent politisch.

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Zusätzliche Inhalte

Veröffentlicht
2020-01-08
Sprache
de
Schlagworte
Archäologie; Teilhabe; Bürgerbeteiligung; Faro-Konvention; Citizen Science; Wissenschaftskommunikation; DGUF Tagung 2018