Heilsbringer oder Sündenbock? Archäologische Denkmalpflege in der Wahrnehmung der Landespolitik

Stefan Winghart

Abstract


Thema ist der Stellenwert der Archäologischen Denkmalpflege in der Landespolitik, wobei darunter auch Kommunalpolitik subsumiert wird. Anders als es der hohe mediale Aufmerksamkeitsfaktor der Archäologie vermuten lässt, ist dieses Verhältnis noch immer von vielerlei Missverständnissen und Zielkonflikten geprägt. Dies ist in der Kommunalpolitik auf das Verursacherprinzip und ein zuweilen unzureichendes Verständnis der archäologischen wissenschaftlichen Erfordernisse und Arbeitsweisen bzw. eine defizitäre Kommunikation seitens der Denkmalpflege zurückzuführen. Landesministerien wiederum sind ebenso am Vollzug der Denkmalschutzgesetze wie am störungsfreien Ablauf des Verwaltungsganges interessiert und erwarten von der archäologischen Denkmalpflege auf diesem Felde Pragmatismus und Kompromissfähigkeit. Es ist die Aufgabe der Denkmalpflege, in diesem Spannungsfeld proaktiv mit der Landes- wie der Kommunalpolitik zu kommunizieren und als Wissenschaftsdisziplin wie als Administration ihre Interessen gegenüber allen Beteiligten deutlich zu machen und zu vertreten.

Schlagworte


Archäologie; Denkmalpflege; Landespolitik; Kommunalpolitik; Kommunikation; Wahrnehmung; Problemfelder; Image; Verursacherprinzip; Niedersachsen

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2017.1.42391

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-423912

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