Verkehr, Transport und Handel in Norwegen und Böhmen in einer Langzeitperspektive

  • Oliver Grimm (Autor/in)

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Abstract

Norwegen mit einer sehr küstenbezogenen Besiedlung und das Böhmische  Becken sind trotz unterschiedlicher Lagemerkmale als Gebiete mit einer  begrenzten Zahl verkehrsstrategisch gelegener und zugleich fruchtbarer Areale  anzusehen. Eine Betrachtung in einer Langzeitperspektive führt für Norwegen wie für das Böhmische Becken zur Lokalisierung weniger  archäologisch her aus ragen der Gebiete von der Vorgeschichte  (Stein-/Bronzezeit) hin bis zum Mittelalter. Im folgenden wird allein Norwegen unter der Themen stellung „Verkehr, Transport und Handel“ betrachtet. Wie  eine sozial-/schiffahrtsgeschichtliche Perspektive zeigt, handelte es sich in der Bronze-, Spätkaiser-/Völkerwanderungs- sowie Wikingerzeit bei den  Fernverbindungen jeweils um einen herrschaft lich gesteuerten Zugang von  Luxuswaren, parallel zu einer Fortentwicklung der Schiffahrt (Paddel, Ruder,  Segel). Ein erweiterter Handel mit Massengütern durch spezialisierte  Frachtschiffe fand demgegenüber erst in Verbindung mit der Bildung der  nordeuropäischen Nationen statt. Abschließend wird für Norwegen anhand  siedlungsgeographischer Vorstellungen ein hohes Maß an Determinismus  festgestellt: Die Ausbildung langlebiger herausragender  Siedlungen/Machtzentren mit einer Einbindung in Austausch-/Handelsnetze war demzufolge bis zu einem gewissen Grad geographisch vorgegeben.

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Veröffentlicht
2013-09-16
Sprache
de
Schlagworte
Handel, Transport, Verkehr, Siedlungsgeographie, Determinismus, Possibilismus, Sozialgeschichte, Schifffahrt, DGUF Tagung 2009