Empirische Untersuchung des Verhältnisses der Anzahl von Metallsucherlnnen im deutsch-britischen Vergleich. Oder: wie wenig Einfluss die Gesetzeslage hat

Raimund Karl, Katharina Möller

Abstract


In Deutschland und Österreich setzt man seit den 1970ern zur „Lösung“ des sogenannten „Metallsucher-Problems“ in erster Linie auf die Verschärfung gesetzlicher Regelungen und deren (angebliche) generalpräventive Wirkung. Aus der Hypothese der generalpräventiven Funktion restriktiver gesetzlicher Regelungen lässt sich eine Prognose ableiten, die empirisch untersucht werden kann: Je restriktiver die Gesetzeslage zur Metallsuche in einem bestimmten Land ist, desto weniger aktive Metallsucher sollte es in diesem Land geben. Diese Prognose wird hier anhand empirischer Daten - den Mitgliederzahlen von einschlägigen Metallsucherforen in Deutschland, Österreich und Großbritannien - überprüft. Die Ergebnisse der Untersuchung falsifizieren die aus der Generalpräventionshypothese folgende Prognose vollständig. Von den drei verglichenen Ländern hat Großbritannien, das Land mit der liberalsten Lösung, mit Abstand die wenigsten, hingegen Deutschland, das Land mit den restriktivsten Lösungsversuchen des „Metallsucherproblems“, mit Abstand die meisten Metallsucher pro Kopf der Bevölkerung. Tatsächlich ist der Unterschied dramatisch: in Deutschland sind ca. 3 Mal so viele Personen pro Kopf der Bevölkerung Mitglieder in einschlägigen Metallsucherforen wie in Großbritannien.

Schlagworte


Archäologie; Denkmalschutzgesetz; Sondengänger; Metallsucher; Deutschland; Österreich; Großbritannien

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DOI: https://doi.org/10.11588/ai.2016.1.33553

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-ai-335535

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ISSN-Print: 0341-2873
ISSN-Internet: 2197-7429