Connectivity in the Scheldt Basin: The role of the river Scheldt in the Roman-era transport network

  • Toon Bongers (Autor/in)

Identifier (Artikel)

Abstract

Historische wie archäologische Studien haben gezeigt, dass Wasserstraßen zumindest in vormoderner Zeit die effizientesten Transportwege für Güter waren. Dennoch gibt es bis dato kaum systematische Untersuchungen zur Nutzung von Wasserstraßen in Nordgallien. Dieser Beitrag thematisiert daher das Potenzial der Schelde als Verkehrskorridor. Hierfür erfolgt zunächst eine allgemeine Charakterisierung des Einzugsgebiets, gefolgt von der Rekonstruktion des Verkehrsnetzes römischer Zeit, wobei ein spezielles Augenmerk auf die notwendigen Investitionen in den Flussverkehr gelegt wird. Sowohl das Siedlungsmuster als auch das Niveau der Wirtschaftstätigkeit und die epigraphischen Belege belegen einen Höhepunkt im Fluss- und Seehandel während des zweiten und zu Beginn des dritten Jahrhunderts. Die Ergebnisse der GIS-basierten ‚Cost-distance‘- and ‚Accessibility‘-Analyse zeigen eine gut vernetzte Region, die strategisch günstig zwischen Nordfrankreich, der Nordseeküste und der Rheingrenze liegt. Dabei erweist sich, dass zumindest saisonal nutzbare Flüsse für die Minimierung der Transportkosten von entscheidender Bedeutung waren, jedoch die generelle Erreichbarkeit in erster Linie vom Zugang zum Straßennetz abhängt.

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Veröffentlicht
2020-06-15
Sprache
Englisch; Latein
Schlagworte
Connectivity; Scheldt; GIS; Transport; Roman Gaul